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Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Insekten: Bilder

Insekten, die Krankheiten übertragen können

Fast alle lebenden Insekten haben eine große Bedeutung für die Stabilität des Ökosystems. Sie sind Nützlinge, ohne die wir nicht leben könnten. Albert Einstein soll gesagt haben, dass die Menschheit aussterben würde, sobald es keine Bienen mehr gäbe.

Andererseits fliegen und krabbeln um uns herum zahlreiche unterschiedliche Insekten, die Infektionen von Tieren oder anderen Menschen auf uns übertragen können.

Ameisen und Kakerlaken (Schaben) sind hier nicht abgebildet, weil ihr Vorkommen in Hotels zwar auf unhygienische Verhältnisse hinweist, aber, abgesehen vielleicht von Allergien, keine direkten Infektionsgefahren mit sich bringt.
 

Anophelesmücken übertragen die Malaria. Sie sind nachtaktiv und leben in Gegenden mit Baumbestand.

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Die Japan-Enzephalitis in Süd- und Südostasien wird von Haustieren durch tag- und nachtaktive Culexmücken übertragen. Die Flugstrecke der Culexmücke ist gering.

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Mehrere Arten der gestreiften Aedesmücke stechen meist tagsüber und können Viruserkrankungen (z.B. Dengue-Fieber, Gelbfieber, Chikungunya) übertragen. Die Larven benötigen sauberes Pfützenwasser, was sie häufig im städtischen Raum finden.

 

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Die abends blutsaugenden Sandmücken übertragen die Erreger einer Hautkrankheit (Orientbeule oder Hautleishmaniase) und einer seltenen, inneren Erkrankung (Kala-Azar).

 

 

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Die kleinsten Mücken, die tagsüber stechenden Gnitzen (Culicoides, Bartmücken), sind örtlich eine unangenehme Massenplage, mit großer tiermedizinischer Bedeutung. Infektionsübertragungen beim Menschen kommen sehr selten in Afrika vor.

 

Bildquelle: Prof. Garms, BNI 

Die Kriebelmücken (Simulien, „Schwarze Fliegen“) sind fliegenartige schwarze, bucklige Mücken von wenigen Millimetern Länge. Vorwiegend in Afrika können Kriebelmücken in entlegenen Regionen, in der Nähe von Fließgewässern den Erreger der Flussblindheit übertragen.

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Die „Gemeine Stubenfliege“ überträgt Erreger schwerer Darmerkrankungen wie Typhus oder Ruhr, weil sie unterschiedslos Nahrungsmittel und Exkremente anfliegt. Daher sollten Lebensmittelvorräte immer vor Fliegen geschützt werden. Schmeißfliegen („Mistfliegen“) legen ihre Eier in rohe oder gekochte Nahrungsmittel oder Abfall.



Die Larven der Tumbufliege (in Afrika südlich der Sahara) und der Dasselfliege (Mittel- und Südamerika) verursachen furunkelartige Hautbeulen. In einer Gegend, in der Tumbu- und Dasselfliegen häufig sind, sollte die Wäsche gebügelt werden, um die Eier, die von den Fliegen auf die trocknende Wäsche abgelegt werden, durch Hitze abzutöten.

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Im tropischen (Ost)-Afrika kann die Tsetsefliege die so genannte Schlafkrankheit übertragen. Diese kräftige Fliege sticht am Tage, besonders im Uferwald in der Nähe von Gewässern und in Savannengebieten. Sie verfolgt bewegte Objekte und fliegt gern in Fahrzeuge hinein.

Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Flohstiche sind nicht gefährlich, aber sie jucken stark. Auf der menschlichen Haut sind sie als kleine rote Pünktchen ohne wesentliche Schwellung zu erkennen. Flöhe können den (glücklicherweise sehr selten vorkommenden) Pesterreger von Ratten auf Menschen übertragen. Sandflöhe (Südamerika, tropisches Afrika, Madagaskar) bohren sich in die menschliche Haut ein, meistens an den Füßen, wo sie zu sehr schmerzhaften Entzündungen führen können.

 

Pestfloh, Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Läuse sind etwa zwei bis drei Millimeter große, flügellose Insekten. Sie besitzen sechs Klammerbeine, mit denen sie sich an Haaren festhalten und Eier (Nissen) ablegen. Kopfläuse übertragen im Gegensatz zu Kleiderläusen keine Infektionen. Filzläuse nisten sich in feuchten Körperregionen ein (Achseln, Genitalregion). Diese Läuse überleben außerhalb der Körperbehaarung maximal zwei Tage und können sich unter 20 °C nicht mehr entwickeln. Seltene Erkrankungen werden durch Kleiderläuse übertragen (Läuserückfallfieber u.a.)

Kleiderlaus, Bildquelle: Prof. Garms, BNI

Bettwanzen leben tagsüber in kleinen Mauerrissen, im Strohdach, hinter Bildern, in Matratzen, Spalten und Möbeln und kommen nur nachts heraus, um Blut zu saugen. Die Stiche zeigen sich als etwa ein Zentimeter große rote, juckende Stellen. Bettwanzen übertragen keine Krankheitserreger. Jedoch leben in Zentral- und Südamerika die so genannten Raubwanzen (Triatomen), die den Erreger einer seltenen Krankheit (Chagas) weitergeben. Ein Moskitonetz bietet guten Schutz gegen diese Insekten.


 
Bildquelle: Wiki

Die Krätzmilbe gräbt Gänge in die Haut, in die sie Eier und Kot ablegt. Hierdurch ausgelöste Entzündungen äußern sich als „Krätze“. Krätzmilben werden vor allem durch direkten Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Für die Behandlung eignen sich insektizidhaltige Lotionen. Möglicherweise infizierte Kleidung sollte heiß gewaschen werden oder für zwei Wochen kalt (am besten gefroren) gelagert werden.

Milben-Larve, Bildquelle: Prof. Garms, BNI


Zecken sind weltweit Überträger vieler verschiedener Krankheiten (z.B. Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, Borreliose). Zecken lauern in Gras und niedrigem Buschwerk und werden beim Gehen abgestreift. Die Zecke benötig mehrere Stunden bevor sie einen Ort zum Stechen findet und Erreger werden wiederum erst nach einem relativ langen Saugprzess abgegeben. Es lohnt also Zecken frühzeitig zu entdernen.

 

Holzbock, Bildquelle: Prof. Garms, BNI

 

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HEF, 10.04.2012




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