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Hadsch (Hadj)
Beim Zusammentreffen einer gewaltigen Menschenmenge auf engstem Raum besteht eine erhöhte Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern durch Wasser oder die Atemluft.
Gelbfieber
Alle Reisenden, die aus einen Land mit Gelbfiebervorkommen einreisen, müssen einen gültigen Gelbfieberimpfungsnachweis vorlegen. Die Impfung muss mindestens zehn Tage und nicht mehr als zehn Jahre vor der Einreise durchgeführt worden sein.
Luftfahrzeuge, Schiffe und andere Verkehrsmittel müssen einen Nachweis über Anwendung von Insektiziden vorlegen.
Meningitis
Die Infektion der Hirnhaut mit bakteriellen Erregern ("Meningokokken-Meningitis") erfolgt durch kleinste Tröpfchen, die z.B. beim Husten oder Niesen entstehen. Die Krankheit kann schwer, manchmal auch tödlich verlaufen oder zu bleibenden neurologischen Schäden führen.
Gegen diese bakteriellen Krankheitserreger stehen wirksame und gut verträgliche Impfstoffe zur Verfügung, die in Abhängigkeit vom Lebensalter und unterschiedlichem Auftreten von verschiedenen Untergruppen dieser "Meningokokken" in den einzelnen Regionen differenziert empfohlen werden.
Für die Mekka-Pilger ist zur Einreise nach Saudi-Arabien der gültige Nachweis einer Meningokokken-Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff (wirksam gegen die Untergruppen A, C, W135, Y) zwingend vorgeschrieben. Die Impfung ist ab einem Lebensalter von 2 Jahren durchführbar und ab einem Zeitraum von 10 Tagen bis 3 Jahre nach erfolgter Injektion gültig.
Die Wirksamkeit dieses Polysaccharidimpfstoffes ist für Kinder unter zwei Jahren bezgl. der Serogruppen A und C nur eingeschränkt ausgeprägt und für die Serogruppen W135 und Y nicht bekannt. Für Kinder unter zwei Jahren steht ein wirksamer und gut verträglicher Impfstoff ("Konjugatimpfstoff") gegen die Meningokokken-Serogruppe C zur Verfügung. Hinsichtlich der Hadsch wird jedoch von den Pilgern explizit eine Impfung gegen alle 4 Serotypen (A, C, W, Y) gefordert. Impfungen mit den C- oder A-C-Impfstoffen werden nicht als ausreichend akzeptiert.
Es ist darauf zu achten, dass bei dem Wunsch nach einer Impfung gegen „Gehirnentzündung“ nicht aus einem Missverständnis heraus beim Arzt eine Impfung gegen FSME (eine in Deutschland vorkommende, durch Zecken übertragene Form der „Gehirnentzündung“, die nichts mit Infektionen durch Meningokokken zu tun hat) erfolgt.
Eine Meningokokken-Impfung wird auch für Kinder und Erwachsene angeraten, die in Länder des afrikanischen "Subsahara-Meningitisgürtel" reisen, wenn es dort zu einem engen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung (insbesondere Kindern oder Erkrankten) kommen kann. Dort kommen vor allem die Meningokokken-Serogruppen A und C vor. Hadsch-Pilger aus Ländern des Meningitisgürtels müssen zusätzlich zu der Meningokokkenimpfung eine medikamentöse Prophylaxe während der Einreise durchführen. Diese besteht zum Beispiel in der einmaligen Einnahme von Ciprofloxacin (500 mg) oder eines anderen geeigneten Antibiotikums.