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Gesundheit auf Reisen
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Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Gift: Insekten

Giftige Insekten

Während der warmen Jahreszeit begegnet man bei Spaziergängen in Wäldern und auf Wiesen vielen Tieren und Insekten. Viele Tiere schützen sich vor Kontakt mit dem Menschen oder ihren Feinden durch Flucht. Manche Tiere und Insekten hingegen können ein Gift gegen zu aufdringliche Wesen einsetzen.

Bienen und Wespen sind in Europa die wichtigsten Gifttiere. Bei ihnen haben sich die Legeapparate zu Stacheln umgewandelt, weshalb nur die Weibchen stechen können. Für den Menschen gefährlich sind sie und die verwandten Hummeln und Hornissen nicht wegen ihres Giftes: Das hinterlässt nach einem Stich lediglich eine schmerzhafte Schwellung und führt nur dann zu einer echten Gesundheitsgefährdung, wenn man von einem ganzen Schwarm oder in den Mund- und Halsbereich gestochen wird. Die größte Gefahr besteht in einer allergischen Reaktion, die unmittelbar nach dem Stich auftreten und tödlich verlaufen kann. Stark allergisch reagierende Menschen sollten die entsprechenden Notfallmedikamente (Antihistaminika, Kortikosteroide und Adrenalin) bei sich haben.

Ein normaler Wespen- oder Bienenstich braucht nicht behandelt zu werden. Leichte Kühlung lindert die Schmerzen. Ein noch steckender Bienenstachel muss vorsichtig mit einer spitzen Pinzette entfernt werden.

 
Vor behaarten Raupen sollten Sie auf der Hut sein. Viele von ihnen, auch in Europa, tragen Brennhaare, die bei Berührung brechen und Gift absondern. In Brasilien können Kontakte mit einigen dort lebenden Arten zu starken Vergiftungen führen. Außerdem können die Raupenhaare Allergien auslösen. Sollten Sie mit den Haaren in Kontakt gekommen sein, reiben Sie sie nicht weg sondern duschen Sie sie ab und entfernen Sie die Reste mit Klebeband.


Einige Käfer und Fliegen, wie z.B. Blasenkäfer, die in getrockneter Form unter dem Namen „Spanische Fliege“ als Aphrodisiakum angeboten werden, können schwer heilende Hautwunden und, bei oraler Aufnahme, Erbrechen und Nierenschädigungen verursachen. Auf der Haut sitzende Insekten sollten Sie daher vorsichtig abstreifen und nicht auf der Haut zerquetschen. Nach Kontakt mit Käfer- oder Fliegensekret sollten Sie es mit Wasser abwaschen.


Tipps um Stiche und Bisse zu vermeiden:

  • Steine nicht mit der Hand oder barfuss umdrehen, sondern wenn überhaupt nur mit festem Schuhwerk.
  • Keine unbekannten Tiere anfassen.
  • Kleidungsstücke und Schuhe ausschütteln bevor sie angezogen werden.
  • Keine verpuppten Insekten anfassen (giftige Haare könnten eingewebt worden sein)


Literatur

  • Dietrich Mebs; Gifttiere. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH 2000
  • Reto Kuster: Was kriecht und krabbelt in den Tropen. Reise Know How Verlag 2007

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RMZ, 24.10.2012