Hauptinhalt
Gesundheit auf Reisen
Gesund reisen
Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

Meistgeklickte Inhalte:
Grippevirus Ratgeber: Impfen Pollenallergie Ratgeber: Allergien Unfälle Ratgeber: Sicherheit Krankenhaus Beijing - China Ratgeber: Auslandsärzte

Reisemedizinisches Zentrum am Bernhard-Nocht-Institut
MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
www.gesundes-reisen.de
Hotline:
Mo. - Fr. 08:00 - 19:00 Uhr
Sa. 10:00 - 18:00 Uhr
Tel.: 0900 - 1234 999*
*EUR 1,98 pro Minute

Gift: ABC bei Verletzungen

Maßnahmen bei Verletzungen durch Gifttiere

  • Verletzungen durch Schlangen oder Gifttiere sind bei Reisenden selten.
  • Durch vorsichtiges Verhalten können sie meist vermieden werden.
  • Die meisten Verletzungen bei Europäeren erfolgen mit Tieren, die in Gefangenschaft gehalten werden.

Vorsichtsmaßnahmen, wenn am Urlaubsziel Schlangen und andere Gifttiere vorkommen:

  • Sich informieren und Einheimische um Rat fragen, wie sie sich verhalten sollen
  • Auf dem Land Wanderschuhe und feste Kleidung anziehen und kräftig auftreten, ggf. mit einem Stock rascheln
  • Am Strand Badeschuhe anziehen
  • Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln
  • Nicht unter Steine oder in Erdhöhlen fassen und beim Aufheben größerer Gegenstände, diese vorher bewegen
  • Keine Tiere anfassen, die tot zu sein scheinen
  • Keine Korallen oder Fische beim Tauchen anfassen
  • Besonders nachts umsichtig sein und Wege oder Räume ausleuchten
  • Bei Kontakt zu einem Tier: nicht schlagen sondern wischen
  • Beim Klettern immer erst hinsehen und dann greifen
  • Fenster und Türen des Wohnbereiches immer gut verschließen
  • Unter einem Moskitonetz schlafen.

Bildquelle: Simona Himmel


Notfall

Wichtig ist es vor allem bei dem Verletzten unbewusste Panikreaktionen zu verhindern. In Todesangst ist u.a. der Kreislauf maximal aktiviert, der Stoffwechselumsatz erhöht und die Immunreaktion gestört. All dies würde im Falle einer Gifteinwirkung zu einer schnelleren und stärken Ausprägung der Krankheitserscheinungen führen.

  • Immer für Sicherheit und Ruhe zu sorgen: Ruhigstellen und beruhigen!
  • Das Gefühl vermitteln, dass alles getan wird, um Schlimmeres zu verhüten
  • Erfahrene Ärzte holen, oder den Verletzten ins nächste Krankenhaus transportieren
  • Betroffene Extremität hochlagern und (sanft!) kühlen
  • Wunde möglichst unberührt lassen
  • Das Gifttier wenn möglich sicherstellen
  • Keine gefährlichen Panikreaktionen der Behandler:
    • Biss- oder Stichstelle aufschneiden, aussaugen, ausdrücken
    • Extremität abbinden oder stauen
    • "Irgendein Schlangegift-Antiserum"
      • Schlangenseren sind nur für bestimmte Schlangenarten geeignet
      • Ihre Anwendung wegen allergischer Reaktionen sehr gefährlich.
      • Die Gabe von Serumpräparaten ist deshalb erfahrenen medizinischen Einrichtungen vorbehalten:

Umgang mit Gifttierverletzungen

Mehr zu Gifttieren

 



HEF, MG, 06.02.2013