Gesundheit auf Reisen
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Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung

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Gast im Ausland

Gast im Ausland

Quelle: http://www.travelblat.com

Andere Länder ... andere Sitten
Jeder kennt das ungute Gefühl, wenn man die Sprache nicht versteht oder meint, sich nicht richtig zu verhalten. Dabei muss man die Sitten im Reiseland nicht im Detail beherrschen. Wer ein bisschen sensibel vorgeht, wird sich meist automatisch richtig verhalten. Fast alle Reiseführer geben einen Überblick über wichtige Verhaltensregeln am Reiseland, z.B. wie hoch die Trinkgelder sein sollten, was wann und wo angezogen wird usw. Und wer gar nicht weiter weiß, sollte sich in Erinnerung rufen, dass ein Lächeln überall auf der Welt verstanden wird. Wer Interesse an seinem Gegenüber bekundet, wird meist positiv aufgenommen. Dabei ist die Beachtung lokaler Sitten bei Individualreisen meist noch wichtiger als in touristischen Zentren, wo die Einheimischen von ihren Gästen eher einiges gewöhnt sind. Sitten und Gebräuche sind in den verschiedenen Erdteilen sehr unterschiedlich, aber manche Regeln gelten überall, z.B. dass Sie niemanden ungefragt aus nächster Nähe oder direkt ins Gesicht fotografieren sollten.

Die Spielregeln im menschlichen Umgang sind oft sehr unterschiedlich. Verständigung erfolgt nicht nur durch Worte. Haltung, Gesten, Körperausdruck (insbesondere Handzeichen) können in unterschiedlichen Kulturen Unterschiedliches bedeuten. Ohne es zu wollen, verletzen wir im Ausland die Gefühle anderer durch zu viel nackte Haut, zu „persönliches“ Fotografieren, zu „kämpferisches“ Auftreten. Missverständnisse, die einem den Urlaub verleiden können, sind meist vermeidbar mit etwas Wissen über Tradition, Religion und Gebräuche im Reiseland. Durch das Erleben einer fremden Kultur können Sie, wenn Sie wollen, sich selbst neu entdecken. Andererseits kann ein Kulturwechsel auch mit negativen Eindrücken, Frustrationen und Enttäuschungen verknüpft sein.

In jeder Kultur hat sich eine einfache Regel für den Einstieg bewährt:

  • „Augen, Ohren, Nase auf“ (die Sinne öffnen und neugierig beobachten) und
  • „Mund zu“ (sich zurückhalten, nicht vorschnell urteilen und handeln).

Versuchen Sie, Ihre Ziele etwas zurückzustellen, und schauen Sie zu, wie der Alltag abläuft, wie sich Dinge regeln, wie sich Konflikte lösen. Gerade in einer anderen Kultur sollten Sie herausfinden oder spüren, wie sich Ereignisse oder Situationen entwickeln. Greifen Sie nicht zu schnell ein. Vermeiden Sie Hektik. Versuchen Sie, sich ein wenig treiben zu lassen. Sehen Sie von einem Café aus der Umwelt zu, achten Sie auf Details:

  • Bewegen sich die Leute anders?
  • Riecht es anders?

Oder schließen Sie ein wenig die Augen und lauschen. Folgen Sie Ihrem Körper und Ihrer Stimmung. Genießen Sie eine langsamere Gangart. Ersparen Sie sich Stress durch geduldigen Umgang mit anderen. Fragen Sie, bevor Sie Personen fotografieren, und kleiden Sie sich so, dass andere keinen Anstoß daran nehmen.
Respektvolles Verhalten gegenüber anderen kulturellen Werten, Lebensanschauungen oder Religionen erspart nicht nur unnötigen Ärger, sondern ebnet vor allem den Weg zu neuen Begegnungen, die die Reise wertvoll machen.
Alle „Fettnäpfchen“ werden Sie nicht umgehen können. Manche Einheimische werden Ihnen auch bei einfühlsamem Verhalten aggressiv gegenübertreten und/oder versuchen, Sie auszunutzen. Konflikte sind unvermeidbar, aber sie müssen nicht ausufern und eskalieren. Mit freundlicher und sachlicher Wortwahl und Gestik lässt sich ein Streit leicht begrenzen: In der Form nachgiebig sein und doch bestimmt bleiben, wenn es sein muss. Wichtig ist, dass Sie versuchen, Ihr Gegenüber zu verstehen und Herabsetzungen zu vermeiden. Falls ein Teil des entstandenen Problems durch Ihr Verhalten bedingt war, sollten Sie den Mut zu einer Entschuldigung aufbringen.

Für alle Kulturen und Reiseländer gilt:

  • „Yes please“:
    • Beobachten (Sinne öffnen) und sich höflich zurückhalten
    • Eigenes Verhalten hinterfragen und langsam anpassen
  • „No, never“:
    • Sich verhalten wie zu Hause
    • Sich verhalten, wie es zu Hause nie möglich wäre
    • „Typische“ Verhaltensweisen aus Büchern auswendig lernen und zu kopieren versuchen

 

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RMZ, SH, 07.03.2012




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