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Gesund reisen
Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung
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Echinokokkose
Echinokokkose
Bildquelle: Werner Schönherr
Erreger:
- Echinococcus Arten. Man unterscheidet den Hundebandwurm (E. granulosus) und den Fuchsbandwurm (E. multilocularis).
Verbreitung:
- E.granulosus: weltweit, mit regionalen Häufungen. E.multilocularis: Nördliche Halbkugel mit diversen Risikogebieten in Mittel- und Osteuropa, Japan, USA, Kanada.
Infektionsweg:
- Die Übertragung von E.granulosus erfolgt meist durch Kontakt der mit Hundekot kontaminierten Hände mit dem Mund. Spuren von Hundekot finden sich auch am Fell und Schnauze der Tiere. Bei E.multilocularis erfolgt die Übertragung u.a. durch Verzehr von kontaminierten Waldbeeren. Die Würmer gelangen in Leber, Lunge oder andere Organe. Dort entwickeln sich Zysten.
Zeitraum von Infektion bis Krankheit:
- Sehr unterschiedlich, Monate bis Jahre.
Krankheitszeichen:
- Die KrankheitsKrankheitszeichen wird hauptsächlich verursacht durch die Ausdehnung der Echinokokkuszysten in den befallenen Organen, vor allem in Leber und Lunge. Ein Platzen der Zysten kann zu Beschwerden und einer vermehrten Ausbreitung des Erregers führen. Selten findet sich auch ein Befall des Gehirns. Unbehandelt führt die Erkrankung meist innerhalb von 10-15 Jahren zum Tode.
Labornachweis:
- Bildgebende Verfahren (Ultraschall, Röntgen. CT) kombiniert mit Antikörpernachweis im Blut.
Behandlung:
- Unter medikamentöser Behandlung mit Antiwurmmitteln sollte eine chirurgische Entfernung angestrebt werden.
Vorbeugung, Immunität:
- Regelmäßiges Untersuchen und Entwurmen von Hunden und Katzen. Verzicht auf den Verzehr von bodennah wachsenden Waldfrüchten in Risikogebieten.
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MG, 29.08.2012