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Dengue
Das Dengue-Virus wird in den Tropen und Subtropen von tag- und nachtaktiven Mücken (Aedes aegypti, Aedes albopictus) übertragen. Europa und Nordamerika sind nicht betroffen. Infektionsquellen sind in städtischen Regionen Menschen, in waldnahen Regionen Südostasiens auch Affen. Der Erreger kommt in vier verschiedenen Formen vor (Flavivirus Den-1 bis Den-4). Eine Infektion mit einem dieser Virustypen führt zu einer Immunität gegen genau diesen Typ, aber nicht gegen die anderen drei. Diese Zweitinfektionen mit einem anderen Typ können nach einer Erstinfektion schwerer verlaufen.
Geschichte der weltweiten Dengueverbreitung
Die ersten Dengueepidemien wurden Ende des 18. Jahrhunderts etwa zeitgleich aus Asien, Afrika und Nordamerika berichtet. Die Abstände der folgenden lokalen Epidemien mit überwiegend milden Verlaufsformen betrugen etwa 10-40 Jahre. Die ersten weltweiten Dengue-Epidemien (Pandemien) traten nach dem 2. Weltkrieg auf. Seit 1975 ist Dengue in den betroffenen Regionen eine wichtige Ursache stationärer Behandlungen, insbesondere bei Kindern. Heute ist Dengue die wichtigste virale Infektion, die durch Mücken übertragen wird. Die jährlichen Erkrankungszahlen von Dengue sind mit denen der Malaria vergleichbar. Etwa 2,5 Milliarden Menschen leben in Regionen, in denen es jährlich zu Dengueinfektionen kommt.
Nach Epidemien mit einem Denguetyp flaut die Übertragung ab, da sich in der Bevölkerung eine Immunität entwickelt, die die weitere Verbreitung behindert. Neue Erkrankungswellen entstehen dann durch die Einführung eines anderen Denguevirustyps. So hatte die Wiedereinführung von Den-3 (in einer neuen genetischen Variante) in Lateinamerika und der Karibik nach einer langen Abwesenheit ab etwa 1994 erhebliche Raten an Neuerkrankungen und auch an Komplikationen zur Folge.

Bildquelle: klab.agsci.colostate.edu
Übertragung und Erkrankung
Die Überträgermücke vermehrt sich besonders gut nach heftigen Regenfällen, wenn Wasser nicht zügig abfließt. Sie ist in städtischen (und ländlichen) Regionen heimisch. Faktoren, die Ausbrüche an Dengue-Fieber in den betroffenen Ländern fördern, sind Verstädterung, Überbevölkerung, dichte Besiedlung, Mängel im Gesundheitswesen und bei der Abfallentsorgung.
Es sind z.Z. weder Impfungen noch Prophylaxe-Medikamente gegen Dengue-Fieber verfügbar.
Die Erkrankung ähnelt einer schweren Grippeerkrankung. Symptome sind:
Die Krankheitserscheinungen treten 2-14 Tage nach einer Infektion auf.
Hämorrhagisches ("blutiges") Dengue Fieber ist eine bei Reisenden sehr seltene Komplikation der Dengue-Erkrankung (oft erst nach mehrfachen Infektionen) und zeigt die folgenden Symptome:
Gefährdet sind vor allem vor Ort lebende Kinder und Personen, die sich sehr lange oder häufig in den Verbreitungsgebieten aufhalten.
Gründe für die Zunahme von Dengue-Infektionen
Risikoeinschätzung für Reisende
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