Gesund reisen
Wenn es um Reisekrankheiten geht, kennt sich kaum jemand besser aus als die Ärzte vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Auf dieser Seite finden Sie das ständig aktualisierte Wissen der Experten: über Gesundheitsrisiken, deren Behandlung und Vorbeugung
Bisphenole
Gesundheitsrisiken durch Plastik
Plastikprodukte wie Trinkflaschen, Behälter für Nahrungsmittel, Innenbeschichtungen von Dosen u.v.a. enthalten u.a. Bisphenol A (BPA) zur Aushärtung. BPA ist eine östrogenähnliche chemische Verbindung, die bis 2009 für weitgehend gesundheitsneutral gehalten wurde. Neuere, von der chemischen Industrie unabhängige Untersuchungen dieser Produkte zeigen aber, dass ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, insbesondere der von Kindern, weitaus weniger harmlos ist, als bisher vermutet wurde. Bisphenol A kann offenbar u.a. Störungen der sexuellen Funktion verursachen oder die Entstehung von Herzerkrankungen und Krebs fördern.

Empfehlungen für Reisende
- Je länger Kinder gestillt werden, desto besser: das gilt besonders auf Reisen.
- Bisphenol A und andere im Plastik enthaltenen Chemikalien gehen besonders bei höheren Temperaturen in die Nahrungsmittel über. Daher sollten für Gläschennahrung oder Heißgetränke Gefäße aus Glas bevorzugt werden.
- In Ländern mit geringerer Kontrolle industrieller Produkte, d.h. in so genannten Entwicklungs- und Schwellenländern, ist mit Plastikprodukten mit wesentlich höheren Schadstoffkonzentrationen als in Industrieländern zu rechnen. Besonders hier sollten, wann immer möglich, Glaswaren, Porzellan oder Töpfe aus Stahl zur Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufbewahrung verwendet werden.
Weitere Informationen
Wissenschaftliche Informationen
HEF, MG, 16.03.2010