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Autor: Dr. A. Taleb, Service de la Santé au Travail, Division des Maladies Non Transmissibles, Ministère de la Santé, France
Übersetzung: RMZ
" ... In Taiwan verstarb neulich eine Frau, bei der zuvor Blutungen aus den Ohren, der Nase, dem Mund und aus den Augen aufgetreten waren. Die Autopsie ergab, dass die Frau an einer akuten Arsenvergiftung verschied.
Woher kam das Arsen?
Die Polizei leitete sofort eine Untersuchung ein, um einen Mord auszuschließen. Ein hinzugezogener Professor, der nochmals sehr aufmerksam den Mageninhalt der Verblichenen begutachtete, kam jedoch zu einem ganz anderen Schluß: "Diese Frau hat sich weder selbst umgebracht, noch wurde sie ermordet. Sie verstarb vielmehr tragisch an ihrer Unwissenheit."
Nun war alle Welt völlig überrascht: Wie kann das sein?
Der Professor erklärte: "Das Arsen entstand im Magen der Verstorbenen!"
Die Dame hatte täglich Vitamin C eingenommen. Das ist bei normaler Ernährung zwar wenig sinnvoll, aber an sich bei einer intakten Magenschleimhaut auch kein Problem. Das tragische Ereignis, erklärte der Professor, habe darin bestanden, dass sie bei einem Restaurantbesuch sehr viele Garnelen gegessen habe. Aber alle anderen Familienmitglieder blieben kerngesund. Wo also bitte lag das Problem? Dem Professor jedenfalls schien es, dass ein Zusammenhang bestanden haben könnte, zwischen der Einnahme von Vitamin C und dem Genuß eines Garnelengerichtes.
Bildquelle: www.cuisinetogolaise.com
Wissenschaftler der Universität Chicago (USA) hatten nämlich in Experimenten herausgefunden, dass bestimmte Garnelensorten ein hohe Dosis (bis zu 175 ppm, Teile pro eine Million) einer Arsenverbindung in sich tragen (As2O5). Je nach Umweltbelastung kann die Arsenkonzentration auch bei anderen Meerestieren relativ hoch sein. Normalerweise sind diese salzartigen Verbindungen nicht giftig, solange die Garnelen frisch zubereitet werden. Sie werden nur in geringen Mengen vom Körper aufgenommen. Kommt es allerdings zu einer chemischen Reaktion bei der Sauerstoff entzogen wird (sog. Reduktion), entsteht Arsenic, eine lösliche Verbindung (As2O3), deren Aufnahme tödlich wirkt. Vitamin C vermittelt eine solche Reaktionen.
Damit war der Tod aufgeklärt.
Eine akute Arsenvergiftung schädigt zunächst die Leber, die dann nicht genügend Komponenten für die Aufrechterhaltung der Blutgerinnung herstellen kann. Deshalb kann bei einer akuten Arsenvergiftung ein Person aus den Ohren, der Nase, dem Mund und aus den Augen bluten. Häufig sind auch kleine Blutungen in die Haut (Teleangiektasien) erkennbar. Weitere schwere Organschäden betreffen Niere, Herz und Darmtrakt. ..."
Bildquelle: www.mediorta.com
Fazit
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