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Interview: Reisen in Krisengebiete

Der Australier Kevin Pollard, 38, bietet über sein Schweizer Reisebüro Babel Travel Touren in Krisengebiete an: Kleine Gruppen von Touristen führt er nach Afghanistan, Iran oder Somalia


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Der Reiseveranstalter Kevin Pollard in Afghanistan (Foto von: privat)
© privat
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Der Reiseveranstalter Kevin Pollard in Afghanistan

Herr Pollard, wo haben Sie im vergangenen Jahr im Urlaub so richtig entspannt?
In Afghanistan. Da habe ich im Mai eine kleine Reisegruppe geleitet, ein unglaublich bereicherndes Land.

Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen nach Afghanistan, wegen der Gefahr, bei einem Anschlag getötet oder entführt zu werden. Klingt nicht gerade nach Erholung.
Ich habe es nie erholsam gefunden, an irgendeinem Strand zu sitzen und nichts zu tun. Und die Leute, die mit uns reisen, mögen das auch nicht. Sie interessieren sich für Geschichte, Politik und andere Kulturen. Länder wie Afghanistan, Iran und Irak haben in dieser Hinsicht viel zu bieten. Deshalb fahren wir hin.


Und ja wohl wegen des Abenteuers.
Am 1. Mai haben wir in Afghanistan am US-Luftwaffen-Stützpunkt Bagram übernachtet, ein Kampfjet nach dem anderen hob ab, wir wussten aber nicht, was los ist. Erst am nächsten Morgen haben wir unsere Handys zurückbekommen, da rief mich meine Freundin aus der Schweiz an und sagte: "Sie haben Osama bin Laden getötet." In diesem Moment in Afghanistan zu sein, war natürlich ein besonderes Erlebnis.

Außerdem haben Sie im Angebot: Ein Gespräch mit inhaftierten Piraten in Somalia. Was erzählen die den Touristen?
Das sind ganz verzweifelte Männer. Die meisten waren früher Fischer, aber der viele Müll, den die Frachter vor der Küste abladen, hat ihre Lebensgrundlage zerstört. Deshalb entführen sie Schiffe. Sie sind nicht zum Spaß gewalttätig, das versteht, wer mit ihnen spricht.


Was sind das für Touristen, die bei Ihnen eine Reise buchen?
Unsere Touren sind teuer, die meisten haben also schon eine gewisse Karriere gemacht. Sie sind Ärzte, Lehrer oder Journalisten. Und sie wollen in Länder reisen, die nicht völlig von Touristen überschwemmt sind. Sie wollen die ersten sein.

Muss man einen Fitness-Test bestehen, um bei Ihnen mitzufahren? Oder ein Sicherheitstraining absolvieren?
Natürlich nicht. Jeden Interessenten nehmen wir aber nicht mit. Ein ehemaliger Soldat schrieb mir mal, er sei bereit, 1000 Dollar zu bezahlen für jeden Taliban, den er in Afghanistan erschießen darf. So jemanden sortieren wir natürlich aus.

Eine Reise nach Somalia kostet bei Ihnen 6500 Euro, eine 45-tägige Rundreise durch Irak, Iran und Afghanistan über 25 000 Euro. Die Kosten für den Flug fallen zusätzlich an. In diesen Ländern sind die Lebenshaltungskosten extrem niedrig. Warum sind die Reisen so teuer?
Es kostet sehr viel Geld, für Sicherheit zu sorgen. In Afghanistan beispielsweise haben wir einen Fahrer mit gepanzertem Wagen, einen Sicherheitsmann und einen einheimischen Reiseführer. Alle drei tragen immer Waffen bei sich, sie sind für den Personenschutz ausgebildet. Zusätzlich schließen wir eine teure Versicherung ab, die Unfälle aller Art abdeckt. Wir organisieren auch Reisen nach Nordkorea. Dort sind Touristen nicht in Gefahr, müssen pro Person aber 350 Dollar am Tag ausgeben. So will es das Regime.


Sie werben damit, dass ihre Gruppen mit Einheimischen in Kontakt kommen, mit ihnen essen oder auch bei ihnen übernachten. Wie soll das funktionieren, wenn immer bewaffnete Wachleute neben der Gruppe stehen?
Wenn wir zum Beispiel im Irak in ein Dorf kommen, tragen sie ihre Waffen nicht offen. Dann hat unser Reiseführer eine Pistole in der Tasche, der Wachmann bleibt 20 Meter zurück und sichert uns. Wir sind ja keine Soldaten, wir sind Touristen. In Nordkorea ist es viel schwerer, mit Einheimischen zu sprechen, Reisende bewegen sich fast immer in einer Blase. Wenn wir mal ausnahmsweise fotografieren dürfen, ist die Situation inszeniert, die Leute müssen uns vorspielen, außergewöhnlich glückliche Nordkoreaner zu sein.

Ist es nicht höhnisch, wenn reiche Touristen im Urlaub in Krisengebiete fahren, um mal ein bisschen Elend zu sehen?
Überhaupt nicht. Und dafür bieten wir die Reisen auch nicht an. Touristen fahren nach Kenia, nach Indien, da sieht man Leute vor seinen Augen verhungern, in Iran und Irak nicht. Wir fahren auch nicht in Kriegsgebiete, sondern in die Teile des Landes, die einigermaßen stabil sind. Und Babel Travel spendet fünf Prozent des Reisepreises an Projekte in der Region. Wir unterstützen damit Schulen, Fraueneinrichtungen, oder auch mal den Straßenbau zwischen zwei Dörfern.

Wann führen Sie Ihre Gruppen in den Jemen oder nach Syrien?
In nächster Zeit bestimmt nicht, ich bin ja nicht lebensmüde. Ich würde zurzeit auch nicht in den Nordwesten Pakistans oder in den Süden Somalias fahren. Aber ich werde bald Reiserouten für Sierra Leone und Libyen ausarbeiten.

Ist eine Ihrer Gruppen mal in Gefahr geraten?
Unser Fahrer in Afghanistan hat am Steuer telefoniert und ist an der Kreuzung falsch abgebogen. Wir sind einige Kilometer auf ein Dorf zugefahren, das fest in der Hand der Taliban ist, bevor er den Fehler bemerkt und umgedreht hat. Das hätte böse ausgehen können. Gefahr entsteht meistens aus Dummheit.

Interview: Sophie Crocoll


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