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GEO SAISON Nr. 10/04 Seite 1 von 2

Interview: Höhenwanderung in Peru

Auf extreme Höhen muss man sich gut vorbereiten. Was nicht immer hilft. Angelika Albert machte diese bittere Erfahrung auf einer Wanderung durch die Cordillera Vilcanota in Peru

Text von Petra Meyer-Schefe

GEO-SAISON: In den peruanischen Anden unter einer Sauerstoffmaske zu liegen ist sicherlich beängstigend. Angelika Albert: Man will nur noch nach Hause, ver- flucht den Ehemann, der einen zu dieser Reise überredet hat, und ist zugleich unendlich dankbar, dass er da ist und Händchen hält.


Hoch oben in den Anden: Angelika Albert vor der Inkastadt Machu Picchu (Foto von: Angelika Albert)
© Angelika Albert
Hoch oben in den Anden: Angelika Albert vor der Inkastadt Machu Picchu

GEO-SAISON: Woran lag es, dass Ihnen die Luft wegblieb? Angelika Albert: Unsere Trekkingtour hieß: "Auf den Spuren der Inkas durch die Anden". Dafür mussten wir hoch hinaus. Ich wusste also, dass es anstrengend werden würde. Insgesamt dauerte die Reise drei Wochen. Nach einer gründlichen Akklimatisationszeit von sechs Tagen sind wir zwölf Tage lang auf etwa 4000 Metern über dem Meeresspiegel durch die Cordillera Vilcanota gewandert.


GEO-SAISON: Wie haben Sie sich auf die Tour vorbereitet? Angelika Albert: Ein halbes Jahr Fitnessprogramm: Joggen, Konditionstraining, gesunde Ernährung. Ich hatte etliche Pfunde abgenommen. Aber egal, was man tut, niemand weiß vorher, ob er mit der dünnen Luft klarkommt.


GEO-SAISON: Wann ging es Ihrem Mann besser? Angelika Albert: Nach drei Tagen. Dann aber bekam ich Fieber. Und Durchfall. Unsere Führer, die ganze Crew waren rührend besorgt. Man setzte mich aufs Packpferd. Keine gute Idee. Ich wurde seekrank von dem Geschaukel. Dann wurde ich auf den Boden gelegt. Beine hoch. Ich trank, aß etwas Süßes. Einer der Guides, ein Peruaner, nutzte die Gelegenheit, eine Sauerstoffmaske auszuprobieren. Ich war in besten Händen.


GEO-SAISON: Warum haben Sie die Wanderung überhaupt fortgesetzt? Angelika Albert: Wenn ich gewollt hätte, wäre einer der Führer mit mir zurück in den nächsten Ort geritten, um von dort aus den Rücktransport zu organisieren. Zum Glück ging es mir aber bald besser. Ich hatte mich einigermaßen akklimatisiert, sah allerdings noch furchtbar aus. Während des gesamten Trekkings war ich aufgedunsen, hatte ein Mondgesicht und Finger wie pralle Würstchen. Mein Lymphsystem arbeitete in der Höhe wohl nur eingeschränkt.



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Kommentare zu "Interview: Höhenwanderung in Peru"

Paititi | 31.12.2012 07:33

Dem Resümee ist nichts beizufügen. Vor der Höhenkrankheit ist allerdings niemand gefeit. Glücklicherweise tritt diese sehr selten auf. Häufig hingegen sind leichte Kopfschmerzen in den ersten Tagen. Daher empfehlen wir nicht nur den Teilnehmern von http://paititi.jimdo.com Lutschbonbons gegen die Luftknappheit zu besorgen. Diese sind in jeder Apotheke erhältlich, und sollten bereits beim Anstieg in höhere Gefillde genommen werden. Teilnehmer die eine "normale" Perureise unternehmen sind natürlich weniger gefährdet, wie jene die einen mehrtägigen Trek auf Höhen über 4000 m bewältigen. Beitrag melden!


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