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Fotogalerie: Überleben in der Namib

Sie ist die älteste Wüste der Welt - und einer ihrer unwirtlichsten Orte. Doch mit raffinierter Anpassung haben es Tiere über Millionen von Jahren geschafft, sich unter den extremen Bedingungen zu behaupten

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© Solvin Zankl
Ihren Hals kann die Zwergpuffotter gar nicht voll genug bekommen. Die etwa 30 Zentimeter lange Schlange deckt mit Beutetieren wie der Wüsteneidechse zugleich nahezu ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf
© Solvin Zankl
Namib-Dünenameisen verdanken ihren langen Beinen, dass sie sich mit hohem Tempo fortbewegen können. Zugleich sind diese für den Körper perfekte Abstandhalter zum heißen Untergrund
© Solvin Zankl
Rinnenkäfer sammeln Tau- und Nebeltropfen in winzigen Bodenrillen. Tagsüber graben sie sich ein, um nicht zu vertrocknen
© Solvin Zankl
Wüstenchamäleons sind mehr als andere Tiere auf den richtigen Zungenschlag bedacht. Zwei feuchte Läppchen sind es, die in Sekundenbruchteilen ihre Lieblingsspeise umschließen - hartschalige Schwarzkäfer
© Solvin Zankl
Nebeltrinker sind Akrobaten: Mit hochgestrecktem Hinterteil fischen die Käfer Wassertropfen aus den Dunstschwaden
© Solvin Zankl
Wüstengeckos nutzen ihre Zunge wie einen Scheibenwischer für die Augen
© Solvin Zankl
Spießböcke variieren die Körpertemperatur zwischen 36 und 45 Grad - was für viele andere Tiere tödlich wäre
© Solvin Zankl
Wespen aus der Familie pompilidae sind kleine Kraftprotze: Kaum 50 Milligramm schwer, können sie kiloweise Sand beiseiteschaufeln, um an ihre bevorzugte Beute, die goldene Radspinne, zu gelangen
© Solvin Zankl
Walzenspinnen sind dank starker Kieferwerkzeuge sehr wehrhaft. Was sie fürchten, verrät ihr lateinischer Name solifugae: "Flieht vor der Sonne"
© Solvin Zankl
Die Goldene Radspinne lebt in bis zu 50 Zentimeter tiefen Höhlen an Dünenhängen
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Es gibt auf der ganzen Welt nur eine einzige ganzjährig besetzte Wüstenforschungsstation: Goabeb. Dank ihrer gilt die Namib inzwischen nicht nur als die am besten untersuchte Extremwüste der Erde, sondern auch als die artenreichste. Dabei sind die Lebensbedingungen keineswegs ideal: gleißende Sonne von früh bis spät, oft steigt die Temperatur auf nahezu 50 Grad. Nicht einmal 100 Millimeter Regen fallen im Jahresschnitt, und die Nächte können eisig sein.
Tierfotograf Solvin Zankl ließ sich davon nicht schrecken. Ihm gelangen faszinierende Aufnahmen von Spinnen, Insekten und Wirbeltieren, die den infernalischen Bedingungen in ihrem Lebensraum trotzen.



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Wissen für Wüstlinge

Was huscht da durch die Hitze? Wohin wandern die Dünen? Hier einige Anlaufstellen für Interessierte:

Gobabeb
Forscher laden ökologisch interessierte Besucher zu sich ein. Führungen durch die Station, Dünen-Spaziergänge und Vorträge über Wüstenökologie können für Einzelne oder größere Gruppen arrangiert werden. Eine Genehmigung des Umweltministeriums für den Namib-Naukluft-Nationalpark ist Pflicht.

Living Desert Adventures
Wie kaum ein anderer kennt und liebt der auch Deutsch sprechende Südafrikaner Chris Nel die "Little Five" der Sanddünen vor Swakopmund und teilt sein Wissen über Nebeltrinker und Wüstengecko auf unterhaltsamen Kurz-Expeditionen. Seine Land-Rover-Touren sind im Gegensatz zu denen der Quad-Anbieter ökologisch unbedenklich. Rechtzeitig anmelden!

Lesetipp
GEOkompakt "Die Wüste: An den Grenzen des Lebens". Opulente Bildstrecken, aufwendige Grafiken und Reportagen zu den Wüsten dieser Welt. Nur erhältlich im Buchhandel.


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