Hauptinhalt
GEO.de Seite 1 von 1
Artikel vom


Fotogalerie: Fotogalerie: Spätsowjetische Phantasmen

Als die UdSSR bröckelte, erlebte die Sowjetarchitektur eine letzte Blüte. Der Franzose Frédéric Chaubin dokumentierte die Entwürfe zwischen Größenwahn und Science-Fiction

1/9 |
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Der "Zeremonienpalast" gleicht einer über dem Fluss Kura thronenden Kathedrale (Tiflis, Georgien, 1985)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Als das Erholungsheim "Druschba" gebaut wurde, glaubte der amerikanische Geheimdienst zunächst, es handele sich um eine Raketenabschussbasis (Jalta, Ukraine, 1985)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Das Becken des Kindersanatoriums von Adler (Russland, 1973)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Das Haus der Sowjets von Kaliningrad (Baubeginn: 1974) wurde wegen Baumängeln und des Zerfalls der Sowjetunion nicht vollendet
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Zwischen Architektur und Skulptur: das Siegesdenkmal der Schlacht bei Bash-Aparan (Armenien, 1979)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Das 36 Meter hohe Denkmal im IX. Fort, einer Gedenkstätte für die Opfer stalinistischer Verfolgung und nationalsozialistischen Massenmordes in Kaunas (Litauen, 1983)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Inspiriert von den schönsten suprematistischen Utopien: das georgische Ministerium für Autobahnen (Tiflis, Georgien, 1974)
Sowjetarchitektur
© Frédéric Chaubin
Sowjetarchitektur
Die Fakultät für Architektur des Polytechnikums Minsk mit überhängenden Hörsälen (Weißrussland, 1983)
Dieses Bild teilen auf:
Alle Fotos einblenden
Frédéric Chaubin<br /><strong>CCCP - Cosmic Communist Constructions Photographed</strong><br />
Taschen Verlag 2011 (Foto von: )
Frédéric Chaubin
CCCP - Cosmic Communist Constructions Photographed
Taschen Verlag 2011

"Zum ersten Mal nach New York zu kommen, beschert ein Déjà-vu-Erlebnis und den Eindruck, in die Kulissen eines bereits hundertfach gesehenen Films einzutauchen. Dagegen liefern manche Relikte der Sowjetunion das Setting von Filmen, die nie gedreht wurden. Eine Ansammlung von üppigen Dekors, oszillierend zwischen Wagemut und Wahnsinn", schreibt der französische Essayist und Fotograf Frédéric Chaubin. Gemeint sind nicht die "offiziellen" Bauten der sowjetischen Saatsarchitektur. Sondern utopisch anmutende Entwürfe, ausgeführt zwischen dem Ende der Ära Breschnew und dem Ende der Sowjetunion.

Chaubin stieß durch Zufall auf die Spur dieser fast vergessenen Epoche der Sowjetarchitektur. Er hatte in Tiflis ein Buch über die Architekturgeschichte der ehemaligen Sowjetrepublik Georgien gekauft und darin die Fotos von zwei baulichen Kuriosiäten entdeckt. Er suchte sie auf und fotografierte sie. Beeindruckt von ihrer Kühnheit abseits des Konformismus der sowjetischen Staatsarchitektur suchte er gezielt weiter.

Chaubin durchstreifte die ehemalige UdSSR und wurde fündig - vor allem an den Rändern des zerbröckelnden Imperiums: im kasachischen Almaty, im tadschikischen Duschanbe, im armenischen Jerewan, in Jalta, Vilnius und Tallinn. Hier fand er die ungewöhnlichen Werke teils namenloser Architekten, die - so eine These Chaubins - in ihrer radikalen Ästhetik nur denkbar waren, weil die offizielle Doktrin Risse bekommen hatte. Allen diesen Bauwerken sei gemeinsam, dass sie "Futurismus und Monumentalität" in sich vereinen. Ihre Wirkung auf den Betrachter: "verstörend, wie der Blick in einen Zerrspiegel."



Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Momentan sind zu dem Artikel "Fotogalerie: Spätsowjetische Phantasmen" keine Kommentare vorhanden.

GEO im Abo

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!