GEO Magazin Nr. 01/10 - Der neue Dalai Lama Seite 1 von 2

Text von Malte Henk

Fotogalerie: Pirahã, die Ureinwohner Brasiliens

An einem Nebenfluss im Amazonasgebiet leben die Pirahã. Ein Indianervolk vollkommen abgeschieden von der Zivilisation - und mit einer ureigenen Sprache, die Forscher auf der ganzen Welt interessiert


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Männer wie Kaaxáoi stören sich nicht daran, barfuß und nahezu nackt im Urwald Tiere zu jagen. Sie schätzen alles, was sie hart und zäh macht  - und halten nichts von Schwächlingen (Foto von: Martin Schoeller)
© Martin Schoeller
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Männer wie Kaaxáoi stören sich nicht daran, barfuß und nahezu nackt im Urwald Tiere zu jagen. Sie schätzen alles, was sie hart und zäh macht - und halten nichts von Schwächlingen

Das umstrittenste Indianervolk unserer Zeit lebt an einem Nebenfluss im Amazonasgebiet, in einem Reservat von 240 Kilometer Länge, zwei Tagesreisen mit dem Boot von den Außenrändern unserer Zivilisation entfernt. Die Pirahã leben dort, wie sie es schon immer getan haben – als Jäger und Sammler, in schlichten Hütten, ohne Wände und festen Boden und Elektrizität. Keinen von ihnen trieb es je in die Stadt. Ihre Sprache ist mit keiner lebenden mehr verwandt. Diese Sprache ist es, die dazu geführt hat, dass Wissenschaftler an den besten Universitäten der Welt einen heftigen Streit über die Pirahã führen.


Keine Wörter für Zahlen und Farben

Sie ist merkwürdig, diese Sprache: Sie besitzt nur drei Vokale und sieben Konsonanten (acht für die Männer); kann gesungen werden, gesummt und gepfiffen. Vor allem aber fehlen ihr viele Elemente, die wir für natürlich halten: Die Pirahã haben keine Wörter für Zahlen, keine für Farben, keine für gestern und heute. Und sie bilden keine Nebensätze. Das zumindest behauptet der Linguist Daniel Everett, ein Amerikaner, der jahrelang bei den Pirahã lebte und sich mit ihnen verständigen kann wie niemand sonst. Everett glaubt: Wie die Pirahã sprechen, ist eng mit ihrer Lebensweise verknüpft. Diese Indianer, sagt Everett, lehnen alles Abstrakte ab; sie kümmern sich nur um das Erfahren des Augenblicks. Darum fehlen ihrer Sprache die Nebensätze: Die Pirahã verbinden niemals zwei einzelne Aussagen ("der Mann hat ein Kanu", "der Mann fällt einen Baum") zu einer ("der Mann, der ein Kanu hat, fällt einen Baum"), weil der Einschub aus dem direkten Erleben herausfällt, aus dem, was unmittelbar relevant ist.



Das Video zeigt, wie die Fotoaufnahmen mitten im Dschungel entstanden sind (Foto von: )
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Das Video zeigt, wie die Fotoaufnahmen mitten im Dschungel entstanden sind

Universale Grammatik: der gemeinsame Nenner aller Menschen?

Für viele Linguisten sind Everetts Behauptungen ein Affront, ein Skandal. Diese Forscher gehen nämlich davon aus, dass die Fähigkeit, komplexe Satzstrukturen zu bilden, in unseren Hirnen genetisch angelegt ist, mehr noch: Es ist diese Fähigkeit, sagen Everetts Gegner, die uns Menschen, als Sprach- und Kulturwesen, vom Tier unterscheidet. Wie sonst sollten wir neue, nie gehörte Aussagen erzeugen als mittels der unbegrenzten Kombination von Wörtern? Setzen wir uns nicht dadurch von Schimpansen ab, dass wir unendlich lange Sätze bilden können? Und: Ist es nicht diese "Universale Grammatik", die eben allen Menschen zukommt – als kleinster gemeinsamer Nenner der knapp 7000 lebenden Sprachen?


Falsch, sagt Daniel Everett. Kein universales Prinzip herrscht im Maschinenraum unserer Sprache, der Grammatik. Sondern die Kultur. Und deshalb unterscheiden sich Sprachen je nach Lebensraum, je nach den Wertmaßstäben einer Gemeinschaft bis ins Innerste voneinander. Es gebe kein besseres Beispiel für diese These als die Pirahã, behaupten Everett und seine Anhänger.


Porträtfotograf Martin Schoeller im Urwald

Im Sommer 2009 reiste eine GEO-Expedition in das Indianerreservat am Maici-Fluss. Mit an Bord: der Fotograf Martin Schoeller – der in New York lebende Deutsche ist der berühmteste Porträtfotograf unserer Zeit. Für seine "Close Up"-Bilder setzt er Menschen in ein mobiles, abgedunkeltes Fotostudio und leuchtet ihre Gesichter mit Neonröhren aus, die Tageslicht haben. So kommt Schoeller seinen Modellen im Wortsinne nahe – auf den Portraits erkennt man noch die feinsten Gesichtszüge, und die Augen stechen stark hervor.


Viele Berühmtheiten saßen schon in Schoellers Studio, Barack Obama etwa, Angelina Jolie oder Jürgen Klinsmann. Nun also die Pirahã. Noch rast der Streit um Everetts Thesen, noch ist nicht entschieden, ob diese 350 Indianer tatsächlich die Idee einer menschlichen "Ursprache" widerlegen – durch seine fotografische Annäherung indes ist es Schoeller schon jetzt gelungen, das Leben dieser Menschen in einmaliger Weise zu dokumentieren.



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Diese beiden Hörbeispiele verdeutlichen, wie speziell die Sprache der Pirahã ist:


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Kommentare zu "Fotogalerie: Pirahã, die Ureinwohner Brasiliens"


Alexander Herzen | 09.02.2010 19:24

Aus gutem Grund verfasste Wittgenstein sein Buch im Norwegischen Wald. Piraha-Sprache lebt "dies" seit Generationen. Beitrag melden!

Roland | 05.01.2010 22:37

@kimm: Kein Blitz sondern Neonlicht. Beitrag melden!

kimm | 05.01.2010 14:45

Im Bericht "Pirahã, die Ureinwohner Brasiliens"ist mir aufgefallen, dass bei den Porträts die Augen zwei helle Stellen aufweisen,wie kommt das zustande?Blitztechnik? Beitrag melden!

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