GEO SAISON Nr. 10 - 2005 - Kreuzfahrten Seite 1 von 3

Text von Wolf Thieme

Oderbruch: Stilles Glück am Strom

Im Oderbruch kämpften die Menschen 1997 gegen die Jahrhundertflut, mit letzter Kraft verteidigten sie ihre Deiche. Danach kehrte wieder Ruhe ein. Wer heute das Grenzland zu Polen bereist, sucht vor allem einsame Natur und dörfliche Idylle. Und vielleicht eine untergegangene Stadt: Küstrin, das "deutsche Pompeji"


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


In Neutornow geht es steil hinauf zur kleinen Kirche. Drunten die Ebene in Dunkelgrün, .ach wie ein Brett. Die Neuenhagener Insel hier im Norden ist neben dem Reitweiner Sporn im Süden die einzige Erhebung mitten in dieser melancholischen Landschaft unter einem endlos weiten Himmel. Es gibt keinen schöneren Blick übers Oderbruch. Vor der Kirche hat Theodor Fontane seinen Vater begraben, den Lebemann, Spieler und Apotheker Louis Henri F. "Und ein andrer Platz, dem ich verbunden bin: Berglehnen, die Oder fließt dran hin..." Späte Wehmut des verlorenen Sohnes. Denn das Verhältnis zum Altvorderen, dessen Wohnhaus in Schiffmühle noch steht, war Zeit seines Lebens kühl.


Auf Zander, Wels, Hecht und Aal: Oderfischer Detlef Schneider wirft bei Genschmar seine Netze aus (Foto von: Wilfried Bauer)
© Wilfried Bauer
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Auf Zander, Wels, Hecht und Aal: Oderfischer Detlef Schneider wirft bei Genschmar seine Netze aus

Fontanes Fluss zu Füßen des Hügels - heute nicht mehr als ein Bach. Es ist die Alte Oder, die sich in einem weiten Bogen durchs Land zieht, an Wriezen und Bad Freienwalde vorbeischlängelt und bei Hohensaaten in den großen Strom mündet, den wir heute kennen. Junges Land, von Menschenhand geschaffen, durchzogen von Gräben und Drainageröhren. Vor der Trockenlegung im 18. Jahrhundert sah das Oderland aus wie der Spreewald: Kahn und Kanäle, Moor und Sumpf, Fischerdörfer wie Altreetz oder Altwustrow als Inseln im Überschwemmungsland. Zweimal im Jahr die große Flut. Hechte ließen sich mit Händen greifen. Tonnenweise füllten sich die Netze mit Aal, Stör, Quappe und Neunauge. Im Busch Trappen und Schnepfen, reiche Beute. Dann das Heldenepos, Fridericus Rex mit seinen Dammbauern. Gerader Durchstich nach Norden, abgeschnitten die Windung. Ein Deich, noch heute sichtbar, blockte die Oder an der Güstebieser Loose. Ausnahmsweise mal ohne Krieg gewann Friedrich der Große zwischen 1747 und 1753 seinen Preußen eine Provinz von 60 mal 10 bis 18 Kilometern.


Der Klostersee bei Altfriedland verspricht Abkühlung. Ganz in der Nähe liegt die Ruine der gotischen Abtei, in der im Sommer Konzerte gegeben werden (Foto von: Wilfried Bauer)
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Der Klostersee bei Altfriedland verspricht Abkühlung. Ganz in der Nähe liegt die Ruine der gotischen Abtei, in der im Sommer Konzerte gegeben werden

Die Zeit steht nicht still

Fruchtbarer Boden, aber zu wenige Menschen. Kolonisten mussten angeworben werden und kamen aus Böhmen, Polen, Schwaben, Holstein, Hessen, Schweden, Österreich, Frankreich, der Schweiz und dem Harz. Meist waren es bedrängte Protestanten. Hier winkten zehn bis 90 Morgen Acker, je nach Größe der Familie, dazu Religions- und Steuerfreiheit. Freilich, krittelt Fontane, hätten bei diesem Völkergemisch "Bildung und Gesittung mit dem rasch fortschreitenden Vermögen nicht Schritt gehalten". Nur Viertel- und Halbkultur trotz Dienern in Livree und Pferden in silberbeschlagenem Geschirr. Die Dielen mit Zucker bestreut, um Fliegen von der Tafel fernzuhalten. Von Wriezen nach Altwriezen, auf dem ehemaligen Deich des Königs, fahren heute Autos. Die Alte Oder verschilft. Nur ein Bruchteil der Alleen ist erhalten, Hecken und Auenwälder sind verschwunden wie die kleinteilige Landwirtschaft. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Sie steht nicht mal still.


Bilder wie aus vergangenen Zeiten: Durchgangsverkehr in Wustrow (Foto von: Wilfried Bauer)
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Bilder wie aus vergangenen Zeiten: Durchgangsverkehr in Wustrow

Und doch: Windschiefe Heuschober. Eine lange Lindenallee von Neubarnim nach Ortwig. Die Fachwerkkirche von Neulietzegöricke, dem ältesten Kolonistendorf im Bruch, mit blauem Holzaltar und bemalten Säulen. Verlorene Bahnhöfe an stillgelegten Schmalspurstrecken. Irgendwo steht mal ein Lama auf der Wiese. An der Kienitzer Fährbuhne sitzen Angler am großen Strom. Die Fähre geht seit dem Krieg nicht mehr. Auch drüben war einmal Brandenburg, die Neumark, heute Polen. Die alten Frauen auf dem Friedhof von Kienitz kennen noch die deutschen Ortsnamen jenseits der Grenze - vergilbte Erinnerungen. "Wenn das Wasser kam, schwamm bei Kruses der Nachttopp durch die Wohnung, und auf dem Hof sind wir Kahn gefahren." Im unbekannten Land auf der anderen Seite, so heißt es, leben nur noch alte Leute. Doch Landflucht gibt es auch im Oderbruch, es fehlt an Arbeitsplätzen. "Alle finden alte Fachwerkhäuser schön", sagt Horst Wilke, Bürgermeister von Neulietzegöricke, "aber die Kosten für den Erhalt kann kaum jemand aufbringen." Im Dorf, 234 Einwohner, sind in den letzen drei Jahren drei Kinder geboren worden. Neue Kolonisten würden dringend gebraucht. Doch was hier von weit her kommt, ist nur auf der Durchreise und treibt nachts in Schlauchbooten über die Oder, schemenhaft erkennbar in den Nachtsichtgeräten der Grenzschützer.



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