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Top 10: Raffinierte Tierwelt

Sprints auf dem Wasser, Lassowerfen oder tödliche Tanzshows: Diese Tiere verblüffen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen

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Wasser-Sprinter
© Bence Mate/Visuals Unlimited/Corbis
Wasser-Sprinter
Der mittelamerikanische Stirnlappenbasilisk, auch Jesusechse genannt, rennt auf der Flucht vor Schlangen bis zehn Meter weit über das Wasser. Dabei lässt die Echse ihre großen Füße sehr schnell auf das Wasser platschen, sodass dieses für eine kurze Zeit sehr fest wird. Wer im Schwimmbad schon einmal einen Bauchklatscher gemacht hat, kennt diesen Effekt. Bei der Echse sorgen außerdem Luftpolster zwischen den breiten Zehen für Vortrieb.
Pottwale sehen mit Geräuschen
© Denis Scott/Corbis
Pottwale sehen mit Geräuschen
Pottwale jagen Kalmare bis in eine Meerestiefe von fast einem Kilometer. Um die Kalmare in der stockdunklen Tiefsee zu finden, nutzen die Wale das Prinzip der Echoortung - genau wie U-Boote. Sie erzeugen laute Klick-Geräusche und orten die Tintenfische durch die reflektierten Schallwellen. Doch damit nicht genug, die Wale verfügen über eine regelrechte Schallkanone, sie "schreien" die Beute mit einem Schalldruck von 200 und mehr Dezibel derart laut an, dass die Kalmare kurzzeitig betäubt sind und nur noch eingesammelt und verspeist werden müssen. Die riesige Walnase wirkt dabei wie ein Megafon.
Sand-Schwimmen
© imago/imagebroker
Sand-Schwimmen
Schwimmen? Das geht natürlich nur im Wasser! Das gilt allerdings nicht für den gut 20 Zentimeter langen Apothekerskink, einer Echse. Denn dieser schwimmt bei Gefahr durch den Sand der Sahara wie ein Fisch durchs Wasser und legt pro Sekunde gut 15 Zentimeter zurück, was den Tieren auch den Namen Sandfisch eingebracht hat. Möglich werden diese außergewöhnlichen Tauchgänge durch den stromlinienförmigen Körper und die Haut der Echsen, die nur auf den ersten Blick völlig glatt erscheint. Unter dem Mikroskop sieht man winzige Grate auf der Haut. Dadurch kann kein Sand an der Haut des Sandfisches haften und er bleibt nicht stecken.
Yihaaa - Wildwest auf acht Beinen
© UIG via Getty Images
Yihaaa - Wildwest auf acht Beinen
Ein aufwendiges Netz bauen? Kommt für eine Bola-Spinne nicht in Frage! Denn sie ist der Cowboy unter den Spinnen - und jagt mit einem Lasso. Sie spinnt nur einen einzigen Faden und befestigt an dessen Ende eine klebrige Kugel, die nach Mottenweibchen riecht. Schwingt die Spinne den Faden wie ein Lasso durch die Luft, werden Motten-Männchen vom verführerischen Duft angelockt und bleiben sofort am Faden kleben, wenn sie diesem zu nahe kommen.
Fischernetz aus Luftblasen
© Doug Perrine/Nature Picture Library/Corbis
Fischernetz aus Luftblasen
Fischen mit einem Netz? Eigentlich nichts Besonderes. Aber wenn Delfine auf der Jagd nach Fischen ihr eigenes Netz förmlich ins Wasser blubbern, ist das alles andere als alltäglich. Delfine jagen Fischschwärme oft in großen Gruppen. Dabei umkreisen sie den Fischschwarm in immer engeren Kreisen und lassen dabei unzählige Luftblasen aufsteigen, die den Schwarm schließlich wie ein Gitter umgeben und die Fische an der Flucht hindern. Die Delfine müssen dann nur noch in die zusammengetriebene Fischtraube hineinbeißen. Oder sie schlagen mit der Schwanzflosse wie mit einem Baseballschläger in die Menge und holen sich die betäubten Fische.
Flucht per Turbo-Rad
© imago/Westend61
Flucht per Turbo-Rad
Die gut zwei Zentimeter große namibische Radspinne verdankt ihren Namen ihrer rasanten Fluchtmethode: Wird es brenzlig, winkelt die Spinne ihre Beine an und kugelt sich radschlagend die Sanddünen herunter. Während des Rollens gibt sie sogar noch Gas und stößt sich immer wieder mit den Vorderbeinen ab, sodass sie gut einen Meter pro Sekunde erreichen kann. Da können selbst hungrige Echsen nicht mithalten. Mit ihrem Turboantrieb können die Spinnen sogar kurze Strecken bergauf rollen.
Fliegende Panzerknacker
© Davemhuntphoto/Fotolia
Fliegende Panzerknacker
Griechische Steinadler lieben das Fleisch von Landschildkröten, können den harten Panzer mit ihren Schnäbeln aber nicht knacken. So packen sie kurzerhand die Schildkröte und lassen sie aus großer Höhe auf einen Felsen fallen - schon kommen sie an das begehrte Fleisch. Mit demselben Trick knacken Geier auch große Knochen, um an das saftige Mark zu gelangen.
Schwanz als Köder
© Getty Images/Universal Images Group
Schwanz als Köder
Die Wüstentodesotter hat einen eingebauten Köder: Sie versteckt sich zwischen Steinen oder vergräbt sich vollständig im Sand und lässt nur die dünne Schwanzspitze herausragen. Diese nutzt sie als Köder und bewegt sie langsam hin und her. Kleine Echsen und andere Beutetiere wollen den vermeintlichen Wurm fressen und werden dann selbst zur Beute.
Tödliche Tanzshow
© imago/blickwinkel
Tödliche Tanzshow
Um die flinken Kaninchen abzulenken und zu verwirren, legen Steinmarder wahre Tanzeinlagen hin: Sie hüpfen hoch, drehen sich um die eigene Achse, lassen sich auf den Rücken fallen, stellen sich tot und flitzen vor den Kaninchen hin und her, bevor sie irgendwann zuschlagen.
Schmerzhaftes Liebesspiel
© mauritius images / United Archives
Schmerzhaftes Liebesspiel
Männliche Wespenspinnen verpassen ihren Weibchen nach der Paarung einen Keuschheitsgürtel der ganz besonderen Art - nämlich den eigenen Penis. Dieser bricht nach dem Paarungsakt ab und bleibt stecken. So sind Konkurrenten von der Paarung ausgeschlossen und die Spinne hat zudem mehr Zeit zur Flucht, denn die Weibchen verspeisen ihre Verehrer nach der Paarung gerne mal.
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