Tierwelt
GEO.de - Riesenotter: Räuber mit Familiensinn Seite 1 von 3

Text von Claus-Peter Lieckfeld

Riesenotter: Räuber mit Familiensinn

In Dschungel Perus beobachtete GEO-Autor Claus-Peter Lieckfeld das Privatleben von Riesenottern - einer stark bedrohten Spezies. Eine Reportage aus dem neuen GEO Magazin Nr. 3/06


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Esta hatte niemand gemahnt. Keine dominante Mutter hatte Befehle erteilt, kein Vater sie bedroht oder weggebissen. All das wäre im übrigen auch nicht Riesenotter-Art. Esta spürte einfach, dass der Zeitpunkt für den großen Familien-Abschied gekommen war. Feinsensorisch wie den anschwellenden Wasserdruck beim Sprint. Eindeutig wie die Vorboten der Trockenzeit, wenn der Mai ein feines Muster aus Rissen über die Sumpfränder legt und die Salmler und Buntbarsche sich wieder im kleiner werdenden Wasserlauf drängen - erfreulich eng und zugänglich.


Riesenotter sind ständig auf der Hut: Ein Schwarzer Kaiman könnte in der Nähe sein (Foto von: Frank Hajek/Frankfurt Zoological Society/Giant Otter Project)
© Frank Hajek/Frankfurt Zoological Society/Giant Otter Project
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Riesenotter sind ständig auf der Hut: Ein Schwarzer Kaiman könnte in der Nähe sein

Über den Schwimmpflanzeninseln im peruanischen Manu-Nationalpark flackerten am Abschiedsmorgen blaue Morphofalter. Die Brüllaffen hatten in der Nacht zuvor unweit des aktuellen Otterbaus Quartier bezogen. Und es war der zweite Tag nach jenem besonderen Moment, als sich die Familie - ausnahmsweise einmal im Pulk - um Beute versammelt hatte, einen Fünfzehnpfünder-Wels, den Esta allein an Land geschleppt hatte. Beute dieser Größe konnte niemand in der ansonsten üblichen Rückenschwimmlage, beide Vorderpfoten in Eichhörnchen-Griffhaltung am Fisch, verzehren.


Esta nimmt Abschied von der Familie

Zwei Tage nach dem Riesenwels-Mahl kam die Stunde, in der Esta den Dreieckskopf durchs klare Wasser des Altarms schob, dem Fluss entgegen, fort von der Wärme der anderen und ihren Gerüchen, fort vom bisherigen leichten, guten Leben. Zurückkehren konnte sie allenfalls als Fremde auf der Durchreise. Das Jungweibchen Esta war von der deutschen Forscherin und Riesenotter-Spezialistin Elke Staib erstmals an deren Geburtstag gesichtet worden, vom Einbaum aus. Man hatte den tapsigen Winzling nach den Anfangsbuchstaben der Forscherin getauft, und in ihren ersten drei Lebensjahren hatte Esta schon einige Lektionen gelernt.


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Im Rio-Manu-Nationalpark zu Hause: Die stark bedrohten Riesenotter.<em>Die Videos sind Ausschnitte aus dem Tierfilm "Die Wölfe vom Rio Manu".
Mit freundlicher Genehmigung des <a href="http://www.br-online.de/wissenschaft/tiersendungen" target="_blank" rel="nofollow"><strong>Bayerischen Rundfunks</strong></em></a> (Foto von: Bayerischer Rundfunk)
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© Bayerischer Rundfunk
Im Rio-Manu-Nationalpark zu Hause: Die stark bedrohten Riesenotter.Die Videos sind Ausschnitte aus dem Tierfilm "Die Wölfe vom Rio Manu". Mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Rundfunks

Wie Esta erwachsen wurde

Die erste nach zweieinhalb Monaten. Estas Initiation zum Schwimmtier fand an jenem Tag statt, als sie von der Mutter nachdrücklich und wiederholt im offenen Maul ins Wasser getragen wurde. Es war nur so lange schlimm, bis sie aufhörte, prustend und auf kürzestem Wege wieder an Land zu strampeln. Als das Jungtier, schon ermattet von den vielen Fluchten, spürte, wie das Wasser es annahm, wie es jede Wendung des Körpers mit neuen Ausblicken belohnte, war der entscheidende erste Schritt getan. Diesem folgten viele kleine, alle wichtig, einige lebenswichtig. Und alle gelangen Esta ein wenig früher als den beiden Geschwistern, deren etwas kräftigere Gestalt ihnen keine spürbaren Vorteile verschaffte.
Die Lektion mit dem Kaiman, dem einzigen Wassertier, das den Riesenottern einen gewissen Respekt einflößt, war besonders eindrucksvoll und wichtig. Näherte sich eines dieser ledergepanzerten Reptilien, musste man abwarten, bis jemand von den Großen - in der Ottergruppe sind es in der Regel ältere Geschwister, wenn nicht Vater oder Mutter - auf das Ärgernis zuschwamm und sich schnaubend hoch aus dem Wasser reckte ("periskopierte"). Das reichte prompt, um das schwimmende Gebiss abzudrängen. Drohen wirkt.



Riesenotter sind begnadete Fischer - und manchmal bequem. Hier luchst ein Junges seinem Vater die Beute ab (Foto von: Bayerischer Rundfunk)
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© Bayerischer Rundfunk
Riesenotter sind begnadete Fischer - und manchmal bequem. Hier luchst ein Junges seinem Vater die Beute ab

Touristen stören den Familienfrieden

Fast immer. Es gab da allerdings diese großen treibenden Baumstämme mit ständig periskopierenden, aber nie jagenden Eindringlingen (also mit Ökotouristen in Booten), Gestalten, die nicht sogleich die Jüngeren in die Mitte nahmen, sich nicht wegdrohen ließen, die sogar näher kamen, sobald sich ein Familienmitglied aus dem Wasser reckte. Die beantworteten das Warnschnauben mit Klick-lauten und gelegentlichem Blitzen - greller als Fischleiber in der tiefstehenden Morgensonne war diese zuckende Helligkeit. Und besonders enervierend wirkten die schneidenden Laute, die sie unregelmäßig hervorwürgten, je näher man ihrem Baumstamm kam; einige drohten sogar mit peitschenden Bewegungen ihrer Vorderextremitäten, Posen, die an das große Morgenspektakel der Brüllaffen erinnerten.



Jedes Tier hat einen unverwechselbaren Kehlfleck. So lassen sich die Wanderungen der Riesenotter gut verfolgen (Foto von: Bayerischer Rundfunk)
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© Bayerischer Rundfunk
Jedes Tier hat einen unverwechselbaren Kehlfleck. So lassen sich die Wanderungen der Riesenotter gut verfolgen

Die Unruhe angesichts dieser Wesen wuchs. Estas Familie gab den Bau auf, der in Annäherungsrichtung der Störer lag, und grub in wenigen Tagen einen neuen. Die Eindringlinge rückten nach; die Clanmutter verlor ihre drei Feten. Aber schließlich besannen sich die auf den Riesenbaumstämmen eines Besseren; sobald jemand aus dem Clan auf sie zuschwamm, wichen sie ein Stück zurück. (Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt hatte ihren peruanischen Partnern erfolgreich vermitteln können, dass Boote mit Riesenotter-Touristen für die attraktiven Tiere immer dann erträglich sind, wenn sie ihre Warnungen verstanden fühlen. Manchmal reicht auch eine nur angedeutete Ausweichbewegung der Boote.)



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