Tierwelt

GEO Magazin Nr. 03/00 - Familienbande Seite 1 von 1
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Mit acht Beinen übers Wasser

Erstmals dokumentierte ein Naturfotograf komplett das Leben von Dolomedes fimbriatus, der größten in Deutschland heimischen Spinne, und beobachtete dabei erstaunliche Verhaltensweisen


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Reglos hockt das Spinnenweibchen am Grabenrand, die beiden hinteren Beinpaare auf einem Vorsprung aus Torf, die vorderen auf dem Wasser ruhend. Die Haarpolster unter den Fußgliedern verteilen das Gewicht des Tieres auf eine so große Fläche, dass es nicht einsinkt, sondern, getragen durch die Oberflächenspannung, sogar auf dem Wasser zu laufen vermag. Mit ihren Vorderbeinen "horcht" die Spinne nach Beute. Sie kann deutlich zwischen Schwingungen des Wassers, die der Wind verursacht, solchen von herabfallenden Samen und Blättern oder denen eines lebenden Insekts unterscheiden.


Als eine winzige Zuckmücke auf das Wasser geweht wird und hilflos mit ihren Flügeln rudert, hat die Spinnendame sie blitzschnell lokalisiert und Sekunden später gepackt, um die Beute auszusaugen.

Dolomedes fimbriatus, die Gerandete Jagdspinne, ist bestens an das Leben am Rande von Seen und Flüsschen angepasst. Diese größte Spinne in Deutschland vermag nicht nur über Wasser zu laufen, um ihre Beute zu erreichen, sie kann bei Gefahr auch an Pflanzen ins Wasser hinab klettern und dank einer Luftblase, die sich um die dichte Behaarung des ganzen Körpers herum bildet, dort bis zu einer Stunde aufhalten.

Der Rostocker Naturfotograf Wolf-Peter Polzin hat das Leben dieser Räuber im Norden Mecklenburgs jahrelang verfolgt und erstmals umfassend in Bildern dokumentiert. Dabei konnte er bislang kaum bekannte Details aus dem Verhaltensrepertoire der Spinnentiere beobachten zum Beispiel deren bizarres Liebesleben.

Irgendwann Anfang Mai spinnt ein Dolomedes-Männchen ein winziges Dreieck aus hauchdünnen Fäden, eine Spermatophore, in das es einen zart-milchigen Spermatropfen drückt. Diesen nimmt es anschließend mit zwei speziellen Tastbeinen den Pedipalpen auf. Sie sind quasi der Penis der Spinne und so kompliziert gebaut, dass sie wie ein Sicherheitsschlüssel ins Schloss exakt in die Geschlechtsöffnungen eines Weibchens derselben Art passen

Doch zunächst muss das Männchen die Partnerin finden, geleitet von Pheromonen, Sexuallockstoffen, die das Spinnenweibchen verströmt. Ist sie entdeckt, "morst" das Männchen ihr, mit den Beinen auf die Wasseroberfläche tappend, zunächst aus sicherer Entfernung verführerische Signale zu in einem Frequenzbereich unter 55 Hertz und selten länger als eine halbe Sekunde, wie der Bonner Physiologe Horst Bleckmann herausfand. Damit lassen sie sich deutlich von den Zuckungen eines Insekts unterscheiden, was wichtig ist, damit der Spinnenmann von seiner Gefreiten nicht für Beute gehalten wird.

Etwa im Laufe einer Viertelstunde, in der das Männchen auch hochfrequente Töne aussendet, kommt die weibliche Spinne allmählich näher. Das Männchen wagt schließlich, ihre Beine zu berühren, umläuft sie, steigt auf ihren Rücken und läßt seine Pedipalpen in die Geschlechtsöffnungen des Weibchens gleiten, um dort die Samen abzuladen. Dann gilt es, sich schnell davonzumachen, um von der Partnerin nicht wie es auch bei dieser Spinnenart üblich ist gefressen zu werden. Manchmal allerdings verhakt sich der Spermien-Taster in einer der weiblichen Geschlechtsöffnungen und wird bei der Flucht des Männchens abgerissen.

Das Weibchen legt Ende Juni rund 500 Eier in eine selbst gesponnene Tasche, die es zu einem mehr als zentimetergroßen Kokon verschließt und nun mehrere Wochen unermüdlich mit sich herumschleppt. Zum Fressen kommt es während dieser Zeit kaum; das Weibchen wird schmächtig, bis sich kleine runzelige Hungerdellen auf dem Körper zeigen. Irgendwann im August bemerkt die Mutter die zarten Regungen der ersten schlüpfenden Jungspinnen und hängt den Kokon daraufhin in ein zwischen Gräsern neu angelegtes Gespinst.

Noch zwei Tage bewacht sie ihre Brut, dann hört die Mutterliebe auf und die Jungspinnen müssen den Kampf ums Dasein allein bewältigen.

Gleichwohl ist inzwischen das Überleben der gesamten Art gefährdet, denn der Mensch modelt ihre Lebensräume für seine Zwecke um: Dolomedes fimbriatus steht mittlerweile in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste.


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