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Vom Verschwinden der Arten

Warum gibt es keinen Elfenbeinspecht mehr, keinen Riesenalk, keine Stellersche Seekuh, keinen Tasmanischen Beutelwolf? Das fragte sich der Biologe und Autor Lothar Frenz - und fand lehrreiche, oft unterhaltsame, manchmal erschütternde Antworten. Wir sprachen mit ihm über sein neues Buch, "Lonesome George"

Interview:

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Biologe und Buchautor: Lothar Frenz (Foto von: Roland Gockel)
© Roland Gockel
Biologe und Buchautor: Lothar Frenz

Herr Frenz, welches Tierschicksal hat Sie persönlich besonders berührt?
Besonders spannend finde ich das Schicksal von Martha, der Wandertaube. Wandertauben galten noch um 1800 als häufigste Vogelart Nordamerikas. Schwärme von Milliarden Tieren zogen durch das Land und verdunkelten tagsüber den Himmel. Doch dann wurden sie so lange zusammengeschossen, bis nur noch ein einziges Exemplar dieser Art übrig war: Martha. 1914 starb sie im Zoo von Cincinnati als Berühmtheit.

Auch die anderen Tierarten, die Sie in Ihrem Buch beschreiben, wurden zufällig, aus Dummheit oder sogar mit Absicht vom Menschen ausgerottet. Dennoch klagen Sie nicht an. Wie schafft man es als Autor, so distanziert zu bleiben?
Das ist meine Erzählhaltung. Ich wollte von Anfang an kein trauriges Buch schreiben. Sondern ein spannendes. Ich wollte einfach neugierig diese Geschichten verfolgen und mich dabei fragen: Warum sind diese Arten eigentlich verschwunden? So bin ich auf immer größere, komplexe Zusammenhänge gestoßen. Das hat mit Landschaften zu tun, mit vielen anderen Arten, mit der Geschichte der Erde und auch mit vielen kulturellen Dingen. Faszinierend finde ich beispielsweise, dass man anhand der Geschichte einer kleinen Laus das Schicksal der nordamerikanischen Mammuts und Säbelzahntiger und damit die Naturgeschichte eines Kontinents nacherzählen kann ...


Noch wird nach den letzten wild lebenden Elfenbeinspechten gefahndet. Wahrscheinlich ist jedoch, dass nur noch ausgestopfte Exemplare existieren - wie dieses an der Universität von Nebraska (Foto von: Joel Sartore/National Geographic/Getty Images)
© Joel Sartore/National Geographic/Getty Images
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Noch wird nach den letzten wild lebenden Elfenbeinspechten gefahndet. Wahrscheinlich ist jedoch, dass nur noch ausgestopfte Exemplare existieren - wie dieses an der Universität von Nebraska

Sie meinen Colpocephalum californici ...
Das war ein kleiner Federling, eine Laus, die Anfang der 80er Jahre ausgerottet wurde – ironischerweise bei einem ansonsten äußerst erfolgreichen Artenschutzprojekt. Denn diese Laus lebte wie viele andere Parasiten auch nur auf einer bestimmten größeren Tierart, in diesem Fall dem Kalifornischen Kondor. Zu Eiszeiten war dieser Aasfresser weit über Nordamerika verbreitet und ernährte sich von toten Mammuts und Langhorn-Bisons. Nach dem Aussterben der Megafauna gab es an der Pazifikküste zwar immer noch genug Kadaver von Walen und Robben, von denen sich der Kondor ernähren konnte. Doch dann jagte der Mensch die Meeressäuger bis an den Rand der Ausrottung. Als im zwanzigsten Jahrhundert auch noch Landwirtschaft und Rinderzucht intensiviert wurden, stand der große Vogel zu Beginn der 1980er Jahre kurz vor dem Aussterben. Naturschützer fingen die verbliebenen 30 Exemplare ein, um sie in Zoos zu vermehren. Zur optimalen medizinischen Versorgung gehörte auch, dass die Tiere von Parasiten befreit wurden. So haben die Naturschützer unabsichtlich zur Ausrottung dieser kleinen Laus beigetragen, die dem Kondor im Übrigen gar nicht geschadet hatte. Denn sie ernährte sich nur von abgestorbenen Haut- und Gefiederteilen.


Lothar Frenz<br />
<strong>Lonesome George oder Das Verschwinden der Arten</strong><br />
Gebunden, 352 Seiten<br />
Rowohlt Verlag Berlin<br />
19,95 Euro (Foto von: )
Lothar Frenz
Lonesome George oder Das Verschwinden der Arten
Gebunden, 352 Seiten
Rowohlt Verlag Berlin
19,95 Euro

Die meisten "öffentlichkeitswirksamen" ausgestorbenen Arten sind relativ groß und irgendwie sympathisch. Das kann man von dieser Laus nicht behaupten. Wer entscheidet eigentlich, was schützenswert ist und was nicht?
Natürlich sind die Entscheidungsgründe, warum wir die eine Art schützen und die andere nicht, sehr subjektiv. Wir behandeln nicht alle Arten gleich. Und natürlich setzen wir uns besonders für den Schutz von Panda oder Orang-Utan ein, weil es charismatische Tiere sind. Hinzu kommt: Man kann nur schützen, was man kennt. Als die Naturschützer den Kalifornischen Kondor retteten, hatte man noch nicht das Bewusstsein dafür, dass solche Tiere ihre eigenen Arten beherbergen. Das ist heute anders. Man weiß heute auch, dass selbst das Verschwinden kleiner, unscheinbarer Spezies große Konsequenzen für ganze Lebensgemeinschaften haben kann.

Zum Beispiel?
Würden in südamerikanischen Regenwäldern die Euglossa-Bienen verschwinden, gäbe es keine Paranüsse mehr. Denn nur die Weibchen dieser Wildbienen können in die Blüten der gewaltigen Paranuss-Bäume eindringen und die bestäuben. Weil diese Bienen aber einzeln und nicht in großen Völkern leben, "parfümieren" sich die Euglossa-Männchen mit dem Duft der Gongora-Orchidee ein, damit sich die Geschlechter im riesigen amazonischen Wald überhaupt finden. Diese Orchideen wiederum wachsen oft weit entfernt von blühenden Paranüssen auf ganz anderen Baumarten. Ohne diese Bienen, ohne diese Orchideen gäbe es keine Paranüsse – eines von vielen Beispielen für die komplexen Artennetzwerke der Natur. Und eines, das überdies noch von großer ökonomischer Bedeutung ist.



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