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Umweltschutz: Umweltschutz: Vollpension für Atomkraft-Gegner

Massiver Protest begleitete im November 2010 den Castor-Transport in das Zwischenlager Gorleben. Der aktive Widerstand lebt nicht nur im Wendland. GEO.de-Reporterin Katja Grundmann wartete mit Demonstranten im Landkreis Uelzen auf den Zug

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


 (Foto von: picture-alliance/Sven Simon)
© picture-alliance/Sven Simon
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„Was am diesjährigen Castor-Transport anders ist? Diesmal kommt der Zug nicht durch!“, antwortet Henner Schlichting lachend auf meine Frage. „Nein, im Ernst, wirklich besonders ist, dass viele alte Demonstranten wieder mit dabei sind. Und auch viele neue, die sich bisher nicht an den Protesten beteiligt haben.“ Der 43-jährige Landwirt ist in der Anti-AKW-Bewegung bekannt, nicht zuletzt durch das circa vier Meter hohe Atom-Klo, auf dem Angela Merkel in Form einer Puppe seit der Demonstration im September 2010 in Berlin bei allen Protesten mitfährt. Familie Schlichting betreibt einen Bio-Bauernhof im Dorf Klein Bünstorf im Landkreis Uelzen direkt an der Castor-Transport-Strecke zwischen Hannover und Lüneburg. Wenn der Castor rollt, bieten sie den Demonstranten dort ein Lager für gemeinsame Aktionen.


„Das Desaster in der Asse hat vielen die Augen geöffnet“

In diesem Jahr ist eine erste Versammlung für Samstag, 21 Uhr anberaumt, dem Abend, bevor der Transport den Landkreis passieren soll. Rund 150 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet sind zusammengekommen, sie wollen auch außerhalb des Wendlandes ihren Unwillen gegen Atomkraft zeigen. Bernd Ebeling, Sprecher der Bürgerinitiative gegen Atomanlagen Uelzen erzählt: „Der Informationsstand ist hier ein ganz anderer als im Wendland. Vor zwei Jahren war es noch schwierig, im Landkreis überhaupt einen Artikel gegen Atomkraft in die Zeitung zu bekommen. Das hat sich geändert. Das Desaster in der Asse hat vielen Leuten gezeigt, dass Atomkraft einfach keiner im Griff hat.“


Die meisten Demonstranten kommen direkt von der Großkundgebung am Nachmittag in Dannenberg nach Klein Bünstorf. In der urigen Scheune von Hof Schlichting erwartet sie ein bombastisches Buffet, das von umliegenden Bäckern und Bauernhöfen gespendet wurde. Auch die evangelische Kirche im Ort hat im Vorfeld Unterstützung geleistet, hat eine Castor-Andacht durchgeführt und ihre Räumlichkeiten für Sitzblockaden-Trainings zur Verfügung gestellt. Auf dem Hof werden zum Kennenlernen ein paar Fragen in die Runde gestellt: Wo kommt ihr her? Seit wann beteiligt ihr euch am Protest? Seit 9 oder 17 Jahren, sind häufig genannte Antworten. Besonders viel Applaus erntet ein älteres Pärchen, das schon seit 1977 an Anti-AKW-Aktionen teilnimmt.



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Zu Beginn klärt Ebeling einige Grundsätze mit der Gruppe: „Wir befinden uns hier an der ICE-Strecke, circa alle sechs Minuten fährt ein Zug durch. Das heißt, es geht niemand auf die Schienen, das ist zu gefährlich. Wir wollen hier keine Märtyrer haben.“ Henner Schlichting pflichtet ihm bei: „Die Aktionen, die wir hier machen wollen, sollen legal und ungefährlich sein.“ Im Gegensatz zu Blockaden an der Strecke ab Lüneburg, auf der ausschließlich der Castor-Zug fährt, ist das primäre Ziel am restlichen Teil der Strecke, den Transport durch Präsenz an den Schienen zu verlangsamen. „Natürlich sind wir generell dagegen, dass der Zug fährt“, sagt Ebeling. „Aber wir sind auch dagegen, dass er anstatt wie für Gefahrentransporte vorgeschrieben 30 vielerorts 100 Stundenkilometer fährt. Das können wir mit unseren Aktionen verhindern.“


Erprobte Organisationsstrukturen

Die Gruppe teilt sich in mehr und weniger risikofreudige Demonstranten, die sich anschließend zu Bezugsgruppen zusammenfinden. Im Vorfeld wird besprochen, wer zu welchen Einsätzen bereit ist. Ob sie Angst hat, frage ich eine Soziologie-Studentin, die zum ersten Mal dabei ist. „Nein, ich bin eher gespannt. Hier sind so viele Leute, die sich auskennen, da fühle ich mich sicher.“


„Das erste Mal hatten wir im Jahr 2001 Demonstranten auf dem Hof“, erzählt der Vater von Henner Schlichting. „Damals haben wir richtig Ärger mit dem Landkreis bekommen, weil wir außer einer Info-Stelle auch noch ein Camp auf dem Feld nebenan einrichten wollten. Das haben sie uns verboten. Und am Schluss der Diskussion flüsterte der Zuständige vom Ordnungsamt mir dann zu: Ihr wisst doch, ich muss das machen. Aber morgen früh bin ich dann mit dabei.‘“


Warme Betten für Protestler

Bis nach Mitternacht werden eifrig Telefonlisten geschrieben und Landkarten verteilt. Für viele bedeuten die Aktionen rund um den Castor-Transport auch ein Wiedersehen mit Freunden, es werden alte Geschichten ausgetauscht und die beste Kleidung für den nächsten Tag besprochen. Ein Weckdienst soll die Aktivisten am Morgen wecken. Momentan rollt der Castor. Wenn er ohne Störungen durchkommt, könnte er schon gegen vier Uhr im Landkreis Uelzen sein. Wer nicht gerade Wache schiebt, um den Castor-Ticker im Internet zu verfolgen, sollte sich also lieber auf der Isomatte ausruhen. Im Gegensatz zu einer Nacht im Gleisbett sind die beheizten Räumlichkeiten auf Hof Schlichting reinster Luxus.


Gegen fünf Uhr schrecke ich hoch, noch keine Nachricht? „Der Zug steht seit zwei Stunden bei Fulda, da hat sich das Eichhörnchen von einer Brücke abgeseilt“ verrät mir einer, der draußen herumläuft. Eichhörnchen? „Das ist eine Kletter-Aktivistin aus Lüneburg. Wir können also ausschlafen.“ Prima! Noch ein kurzer Blick auf die Straße, wo ich laufende Motoren vernehmen kann. Die Polizisten, die seit einigen Tagen den Hof bewachen, versuchen, ihre Wagenheizung in Gang zu halten. In der Nacht sind die Temperaturen unter null Grad gefallen.


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Kommentare zu "Umweltschutz: Vollpension für Atomkraft-Gegner"

Lothar | 16.05.2011 20:24

Wann werden nur die AKW-Betreiber aufwachen. Bin froh dass ich in Österreich wohne. Im Falle eines GAUs in Europa sind aber auch die Grenzen nicht "luftdicht". Ganz zu schweigen von dem Riesenproblem der sogenannten Endlagern welche es nie mit 100%iger Sicherheit geben wird. Ich danke allen Protestierern für ihre Aktivitäten. Beitrag melden!

Daniel | 15.11.2010 10:52

Ahoi, ich war auch in Klein-Bünstorf, und zum ersten Mal beim Castor und kann mich dem vorhergehenden Kommentar nur anschließen. Außerdem war ich überwältigt von der dort vorhandenen Protest-Infrastruktur...alles war super organisiert und man konnte seine Ängste, wie auch im Text angesprochen dadurch im Zaum halten, daß man nicht nur in die Planung der Aktionen eingebunden war, sondern auch einen Begriff von der vielfältigen Erfahrung der "alten Hasen" bekam. Explizit wollte ich mich auch nochmals bei der Familie Schlichting und allen Unterstützern für die super-komfortable Bleibe und die delikate Verpflegung bedanken. Nicht zuletzt bedarf es auch einer ganzen Menge Mut, auf dem eigenen Anwesen gegen die Interessen der Regierenden eine solche konspirative Versammlung einzuberufen...Hut ab! Das ist ein Lehrbeispiel für zivilen Ungehorsam! Die weiterhin sture, ignorante Haltung der Bundesregierung zeigt, daß es auch noch viel mehr solcher Helden bedarf. HELDEN GESUCHT!!! Beitrag melden!

Moni | 15.11.2010 10:16

ich war in Klein Bünstorf mit dabei und möchte mich hier noch mal für die gute Versorgung auf dem Bio-Hof bedanken. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass wir bei warmen Essen, Salaten und Kuchen die Aktionen für die kommenden Tage besprechen. Danke! Ganz beeindruckt bin ich von dem super organisierten und breiten kreativen Protest. Auf so verschiedene Art und Weise haben die Menschen gezeigt, dass sie gegen Atomkraft sind. Die einen mit Kerzen in der Hand, die anderen rührend im Suppentopf um die Menschen auf der Straße mit warmen Essen zu versorgen, andere, die sich mit ihrem Körper gegen den Castor stellen, zusammen mit hunderten auf die Schiene oder Straße gehen um zu bleiben...wahnsinn...diese Solidarität und das Gefühl, sich gemeinsam für etwas einzusetzen und ganz klar die eigenen Interessen zu artikulieren und einzufordern! Mein Wunsch ist, dass diese Form von Protest und Solidarität sich verbreitet um sich auch gegen andere Mißstände in dieser Gesellschaft zu erheben... Beitrag melden!

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