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Massentierhaltung: Antibiotika in der Tiermast: "Viertel nach zwölf"

Die industrielle Fleischproduktion kommt ohne Antibiotika nicht mehr aus. Die Folge: multiresistente Keime, die auch den Menschen bedrohen. Wir sprachen darüber mit dem ehemaligen Veterinäramtsleiter Hermann Focke


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

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Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

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Was macht Google mit meinen Daten?

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

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http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Dr. Herman Focke ist Tierarzt und leitete das Veterinärsamt im Landkreis Cloppenburg, der Region mit der größten Tierdichte Europas. In seinem Buch "Die Natur schlägt zurück. Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt" setzt er sich kritisch mit der agrarindustriellen Tiermast auseinander. Er erhielt 1994 den Tierschutz-Forschungspreis der Freien Universität Berlin, 1995 den Zivilcourage-Preis der Solbach-Freise-Stiftung und in diesem Jahr den Tierschutzpreis der Hans-Rönn-Stiftung.


Fordert "mehr Einflussnahme von Verbrauchern und Bürgern": Hermann Focke (Foto von: )
Fordert "mehr Einflussnahme von Verbrauchern und Bürgern": Hermann Focke

Herr Focke, wo und warum werden in der Tiermast Antibiotika verabreicht?
In der agrarindustriellen Tiermast werden vor allem Geflügel, aber auch Schweine, Mastkälber und -Bullen behandelt. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen sind die Masttiere, insbesondere beim Geflügel, wegen übersteigerter Leistungsansprüche an die Masttiere oft völlig überzüchtet, bis hin zur Qualzucht. Die Immunabwehr dieser Tiere ist schon zu Beginn ihres kurzen Daseins massiv geschädigt. Zum anderen haben die Tiere unter den Haltungsbedingungen zu leiden. So werden etwa in der Junghühnermast bis zu 40.000 so genannte Broiler in riesigen Mastställen mit bis zu 26 Tieren pro Quadratmeter eingepfercht.
Überzüchtung und nicht artgerechte Haltung führen zwangsläufig zu erhöhten Erkrankungs- und Sterberaten, und damit auch zu einem hohen Infektionsdruck, besonders durch bakterielle Infektionserreger, denen man mit Antibiotika zu begegnen trachtet. Man laboriert also mit Hilfe von Antibiotika an den Symptomen und in keiner Weise an den genannten Ursachen.


Ohne den Einsatz von Antibiotika würden viele Tiere selbst die kurze Mastzeit nicht überleben (Foto von: picture-alliance/dpa)
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Ohne den Einsatz von Antibiotika würden viele Tiere selbst die kurze Mastzeit nicht überleben

Werden Antibiotika nur eingesetzt, um die Tiergesundheit zu erhalten?
Keineswegs. In der intensiven agrarindustriellen Tiermast ist es nicht ungewöhnlich, dass auch bei gesunden Tieren Antibiotika angewendet werden. Das Ziel ist eine bessere Futterverwertung, also eine Steigerung der täglichen Gewichtszunahmen. Das bedeutet, dass in kürzerer Zeit und mit weniger Futter das angestrebte Schlachtgewicht erreicht werden kann. Das ist Gewinnmaximierung um jeden Preis.

Und ist das auch legal?
Der Einsatz von Antibiotika als so genannte Leistungsförderer - treffender als Masthilfsmittel oder Mastbeschleuniger bezeichnet - ist seit dem 1.1.2006 EU-weit verboten. Diese bis Ende 2005 häufig geübte Praxis hätte daher in den folgenden Jahren zu einem drastischen Umsatzrückgang bei den Veterinärantibiotika führen müssen. Das Gegenteil war aber der Fall. Im ersten Jahr nach dem Inkrafttreten des Verbots stieg 2006 der Umsatz von Antibiotika in Deutschland um 7 Prozent und im folgenden Jahr noch einmal um 9,2 Prozent. Die bis Ende 2005 zugelassenen antibiotischen Leistungsförderer spielen heute praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen werden oft die für die therapeutische Anwendung zugelassenen Antibiotika verwendet. Sie werden den, wohlgemerkt, gesunden Tieren in geringerer, also nicht therapeutischer Dosierung verabreicht. So wird zum Beispiel die für eine Heilbehandlung von fünf Tagen vorgegebene Antibiotikamenge auf 15 Tage gestreckt, nur um die Mastergebnisse zu verbessern.


Ist der Maststall durch den Einsatz von Antibiotika ein ungefährlicher, weil keimfreier Raum?
Im Gegenteil. Durch die länger andauernde Verabreichung subtherapeutischer Dosen überleben nach dem Darwinschen Gesetz die vitalsten der bakteriellen Keime und bilden auf Dauer Resistenzen gegen die verabreichten Medikamente. Diese erworbenen Resistenzen werden nicht nur auf nachfolgende Bakterien-Generationen weitergegeben, sondern können durch verschiedene Formen des Gen-Austausches auch auf andere Arten von Bakterien übergehen und somit neue Resistenzträger hervorrufen.

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Kommentare zu "Antibiotika in der Tiermast: "Viertel nach zwölf""

Hans | 11.01.2013 14:26

Immer wieder treten schockierende Skandale auf, wenn wieder einmal nachgewiesen wird, dass antibiotikaresistente Keime in tierischen Produkten gefunden werden. Der Fleischatlas 2013 zeigt eindeutig den Zusammenhang zwischen der steigenden Antibiotikaresistenz bei Mensch und Tier und der Vergabe von Antibiotika in der sogenannten Nutztierhaltung auf. 2011 sollen laut Angaben der Pharmakonzerne 1.734 Tonnen Antibiotika an Tierärzte in der EU geliefert worden sein. 99 Prozent davon gehen in die Agrarindustrie. Insbesondere bei Hühnern, Puten uns Schweinen, werden in rund 80 Prozent der Betriebe Antibiotika vergeben. Auch ist die Rede von über 80 Einzelgaben pro Tier und Mastdurchgang bei Puten. Das alles findet sich später in der Putenbrust auf unserem Teller wieder. Dann esse ich doch lieber einen Linseneintopf, um mein Proteinbedarf zu decken! Beitrag melden!

Hans | 11.01.2013 14:23

Immer wieder treten schockierende Skandale auf, wenn wieder einmal nachgewiesen wird, dass antibiotikaresistente Keime in tierischen Produkten gefunden werden. Der Fleischatlas 2013 zeigt eindeutig den Zusammenhang zwischen der steigenden Antibiotikaresistenz bei Mensch und Tier und der Vergabe von Antibiotika in der sogenannten Nutztierhaltung auf. 2011 sollen laut Angaben der Pharmakonzerne 1.734 Tonnen Antibiotika an Tierärzte in der EU geliefert worden sein. 99 Prozent davon gehen in die Agrarindustrie. Insbesondere bei Hühnern, Puten uns Schweinen, werden in rund 80 Prozent der Betriebe Antibiotika vergeben. Auch ist die Rede von über 80 Einzelgaben pro Tier und Mastdurchgang bei Puten. Das alles findet sich später in der Putenbrust auf unserem Teller wieder. Dann esse ich doch lieber einen Linseneintopf, um mein Proteinbedarf zu decken! Wie so oft interessiert das Leiden der Tiere in der Intensivtierhaltung die Politiker und den Großteil der Konsumenten nur wenig, doch hier geht Beitrag melden!

Dr. Hermann Focke | 23.03.2012 11:14

Weitere Details über Hintergründe, politische Machenschaften die Massentierhaltung betreffend könnt Ihr meiner Dokumentation ,, Tierschutz in Deutschland Etikettenschwindel?!" entnehmen. Beitrag melden!

Tierärztin | 28.01.2012 09:41

...und die berufenen Tier- und Verbraucherschützer sehen weg und die, die nicht weggesehen werden wie Herr Dr. Focke rausgemobbt. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Dr. Focke seinen Posten als Amtstierarzt aufgeben musste, weil er zu engagiert war. Diese Praxis ist bis heute ungebrochen. Wer sich zu engagiert für Tier- und Verbraucherschutz einsetzt, fliegt raus. Unerwähnt sollte auch nicht bleiben, dass die Gewinnsucht und die Verfilzung zwischen Politik und Wirtschaft so groß ist, dass in den 90ern ohne Skrupel BSE-Tiere an den Verbraucher verfüttert wurde. Nach Dr. Margrit Herbst googlen. In der Fleischhygiene-Verordnung wurden die BSE-Bestimmungen Ende der 90er festgelegt, dann per Erlass außer Kraft gesetzt bis sich das erste deutsche BSE-Rind nicht mehr vermeiden ließ. So wie ich die Branche jedoch kenne, fangen die an zu morden, um den Status quo nicht veärndern zu müssen. Deswegen: GO VEGGIE! Vegan=kein Tier=kein Leid. Beitrag melden!

Antonietta | 27.01.2012 20:23

Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen. Beitrag melden!

adequa | 23.01.2012 15:44

Schlimm was da geschrieben steht und jeder Konsument weiss es und ignoriert es weitgehend. Ich habe meinen Fleischkonsum drastisch, besser noch fast auf Null, heruntergefahren. Das Fleisch von hochgezüchteten Tieren enthält sowie keine wertvollen Nährstoffe, würde mich stattdessen krank und resistent machen. Darüber hinaus tun mir die Tiere uendlich leid. Für mich sollen keinen Tiere sterben. Beitrag melden!

Bernd Miebach | 23.01.2012 11:46

Steckt hinter den Angriffen gegen unseren Bundespräsidenten vielleicht die niedersächsische Tierproduzenten, um von den wahren Problemen des Landes ab zulenken? Statt sich über den Ankauf der Kochbücher aufzuregen, sollte diese Landesregierung mit den Methoden der Herstellung der Zutaten konfrontiert werden. Das hätte man natürlich auch zu Schröder´´s Zeiten schon machen können. Beitrag melden!

wilfried walter | 20.01.2012 12:48

Die Produktionsbetriebe produzieren Güter die gebraucht werden, auch die gebraucht werden sollen. Dabei haben sie nur ihren eigenen Vorteil im Auge, genauso wie auch der Verbraucher, der diese Produkte letztlich kauft. Er allein entscheidet, auf Grund persönlicher bewusster oder unbewusster Argumente, über Art, Qualität und Preis. Also: Bewusst mal die Produktionswege hinterfragen, den eigenen "Vorteil" eines Kaufes hinterfragen und dann dafür auch die Verantwortung übernehmen. Sich über die Folgewirkungen seines Tuns klar werden, kann zu Denk- und Verhaltensänderung führen, die sich dann auch positiv auf die Produktion von Nahrungsmitteln auswirken wird. Beispiel: wer keine Eiernudeln kauft, unterstützt somit auch nicht die würdelose Massentierhaltung für die Eierproduktion ! Beitrag melden!

Swedane | 19.01.2012 13:37

...leider, die Uhr ist schon viel weiter als " Viertel nach zwoelf!" aber Europas Politiker schlafen, so hier in Daenemark, so auch in Deutschland....und da hilft nicht das Bio-Fleisch, da hilft nur weniger zu konsumieren... deshalb, Dienstags und Donnerstags "Fleischfrei"!!! Beitrag melden!

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