Hauptinhalt


Lebensmittelproduktion: Umweltzerstörung: Plantage statt Regenwald

Weshalb der globale Appetit auf Fleisch Südamerikas Natur zerstört, wie zwei asiatische Länder zu den größten Palmöl-Produzenten der Erde wurden - und wieso der Wunsch nach Shrimps Mangrovenwälder gefährdet

Text von Henning Engeln, Jana Hauschild und Rainer Harf

Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Fast 75 Millionen Tonnen Sojabohnen haben brasilianische Landwirte 2011 geerntet - dabei stammt das Gewächs ursprünglich aus China und war lange Zeit auf dem südamerikanischen Kontinent nicht verbreitet. Inzwischen aber wird es dort auf einer Fläche kultiviert, die allein in Brasilien das Ausmaß Großbritanniens angenommen hat.
Für die Monokulturen aus Sojapflanzen mussten Millionen Hektar artenreicher Waldgebiete und Savannenareale weichen - und das nicht etwa, um die einheimische Bevölkerung zu ernähren, sondern vor allem, um den riesigen Appetit auf Fleisch in China und den Staaten der EU zu befriedigen. Denn 80 Prozent der Soja-Erträge dienen ausschließlich dazu, Geflügel, Schweine oder Rinder zu mästen. Allein in Brasilien werden Jahr für Jahr 2,6 Millionen Hektar Wälder und Naturflächen vernichtet, um neue Äcker anzulegen. Dabei sind vor allem drei Lebensräume betroffen:


  • der atlantische Regenwald an der Ostküste, der eine besonders große Vielfalt an Lebewesen beherbergt; 20.000 Pflanzen- und 2315 Wirbeltier-Arten leben dort, von denen viele nirgendwo sonst auf der Erde vorkommen;
  • die Savannenlandschaft des Cerrado mit mehr als 10 000 Pflanzen- und 2013 Wirbeltier-Spezies;
  • der Regenwald am Amazonas - das wohl artenreichste Biotop überhaupt.


Für den Anbau von Ölpalmen (oben Terrassenfelder in Sarawak) werden große Regenwaldflächen vernichtet. Mehr als zehn Millionen Hektar Plantagen in Indonesien und Malaysia dienen bereits heute der Palmölproduktion (Foto von: Mattias Klum/National Geographic/Getty Images)
© Mattias Klum/National Geographic/Getty Images
Foto vergrößern
Für den Anbau von Ölpalmen (oben Terrassenfelder in Sarawak) werden große Regenwaldflächen vernichtet. Mehr als zehn Millionen Hektar Plantagen in Indonesien und Malaysia dienen bereits heute der Palmölproduktion

Auch in Südostasien schrumpfen die tropischen Wälder - vor allem wegen neuer Palmöl-Plantagen. Deren Flächen hat sich zwischen 1997 und 2005 weltweit fast verdoppelt. Das Pflanzenöl wird besonders in Nahrungsmitteln verarbeitet, etwa in Margarine, oder dient zum Frittieren von Pommes frites. Ganz überwiegend stammt es aus Indonesien und Malaysia: Die beiden Länder stellen derzeit 88 Prozent des Palmöls auf der Erde her. Dafür haben sie Teile ihrer Regenwälder geopfert. Eine Fläche größer als Bayern ist allein in Indonesien von Palmöl-Plantagen bedeckt. Und Malaysias Landfläche besteht zu einem Siebtel aus Anbaugebieten dieser einen Pflanze.


Lebensmittelproduktion ohne Grenzen

Die Umweltzerstörung im Dienste der Lebensmittelerzeugung macht bei den Wäldern und Savannen nicht halt. Weil die Menschen weltweit jedes Jahr pro Kopf mehr als 17 Kilogramm Fisch und Meeresfrüchte verzehren, werden auch Küstenbiotope zerstört. Vor allem die massive Garnelenzucht an Meeresküsten, Flussmündungen und Lagunen der Tropen und Subtropen lässt ein Ökosystem rasant schrumpfen: das der Mangrovenwälder.

Jährlich schwinden knapp ein Prozent der Mangrovenflächen auf der Erde - zu einem großen Teil, um Garnelenfarmen zu weichen. In weniger als 100 Jahren könnten sie fast vollständig verschwunden sein - und mit ihnen Dutzende Pflanzen- und Tierarten, die nur dort vorkommen. Darüber hinaus schützen Mangroven das dahinterliegende Land vor Wind und Wellen, liefern Nährstoffe für Seegras und Korallenriffe und dienen als Brutstätte für zahllose Fischarten. Schätzungen zufolge sind zudem rund 80 Prozent des globalen Fischfangs direkt oder indirekt abhängig von diesem Küstenbiotop: Werden die Mangroven zerstört, gehen die Erträge der Fischer vor Ort zurück.


Produktvielfalt im Austauach gegen Artenvielfalt

Auch im Binnenland lässt die Waldzerstörung die Artenvielfalt schrumpfen. Wie sehr sie etwa die Flora und Fauna der Tropenwälder Südostasiens in Mitleidenschaft zieht, zeigen Studien internationaler Biologenteams: Die Plantagen beherbergten 77 Prozent weniger Vogel und 83 Prozent weniger Schmetterlingsarten als der ursprüngliche Wald.

Die malaysische Regierung bestreitet vehement, dass die Anlage von Palmöl-Plantagen den Regenwald verdränge und damit Lebensräume zerstöre. Das Image der Pflanze soll ökologisch unbelastet sein, denn immerhin verdankt die Wirtschaft des Landes ihr einen kräftigen Auftrieb: Die Palmölindustrie sorgt für mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts und beschäftigt 1,4 Millionen Arbeiter. In Brasilien dagegen bewirkte der Druck zahlreicher Umweltschutzverbände, dass die Soja-Produzenten umzudenken begannen. Sie sagten zu, nur noch mit Soja von Flächen im Amazonasgebiet zu handeln, die vor dem 24. Juli 2006 gerodet worden sind. Seither gingen lediglich drei Prozent der neuen Rodungen auf Soja zurück.


Ackerflächen für den weltweiten Fleischhunger
Doch der weltweite Bedarf an Soja-Äckern und anderen landwirtschaftlichen Nutzflächen wird weiter zunehmen. Da die Erdbevölkerung wächst und die Menschen zudem immer mehr Fleisch und Milch konsumieren, werden zusätzliche Flächen zum Anbau von Futterpflanzen benötigt - sowie Weiden für das Vieh: Schon heute nutzen Landwirte 70 Prozent aller Agrarflächen auf der Erde für die Futterproduktion oder als Viehweiden. Fleischkonsum treibt also den Raubbau an der Natur voran, und es ist kein Ende abzusehen. Denn selbst die vorhandenen Ackerflächen drohen zu schrumpfen: Die intensive Nutzung laugt die Böden aus, sie können kein Wasser mehr speichern, trocknen aus, werden vom Wind abgetragen.

Auf diese Weise droht vielen Landstrichen Austrocknung und Versteppung. Weltweit, so schätzen Fachleute, gehen jedes Jahr rund 20 Millionen Hektar Ackerfläche verloren. Der Wunsch nach tierischem Eiweiß ist ein Motor dieses Prozesses. Zwischen 1961 und 2009 hat sich die weltweite Fleischproduktion mehr als vervierfacht: von rund 70 auf fast 300 Millionen Tonnen. Der Pro-Kopf-Verzehr der Bundesbürger beträgt heute 60,7 Kilogramm Fleisch pro Jahr - von Tieren, die zum großen Teil mit Soja aus Südamerika gefüttert werden. Wollte man diesen Bedarf in Deutschland decken, müsste man dafür eine Fläche in der Größe Mecklenburg-Vorpommerns mit Soja bepflanzen.

Lesen Sie nächste Woche: Brot für den Müllberg - warum wir einen großen Teil unserer Nahrungsmittel einfach wegwerfen.

Das GEOkompakt-Heft "Gesunde Ernährung" ist im ausgewählten Buchhandel und per Online-Bestellung erhältlich.



Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Mehr zu den Themen: Umwelt, Ernährung, Konsum

Momentan sind zu dem Artikel "Umweltzerstörung: Plantage statt Regenwald" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO im Abo