Hauptinhalt

GEO.de Seite 1 von 1
Artikel vom


Gen-ethisches Netzwerk: "Wir versetzen Menschen in die Lage, mitzudiskutieren"

Nachdem US-Wissenschaftler in den 1970er Jahren erstmals Bakterien genetisch verändert hatten, galt die Gentechnik vielen als Schlüssel zur Lösung großer Probleme. Forscher aus Universitäten und Privatunternehmen versprachen neuartige Medikamente für bislang unheilbare Krankheiten, widerstandsfähige Pflanzen gegen den Hunger in der Welt. Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen und Journalisten aus dem Umkreis der Bundestagsfraktion der Grünen stand den neuen Möglichkeiten skeptischer gegenüber. Sie wollten die öffentliche Diskussion nicht den Befürwortern überlassen und gründeten im September 1986 das Gen-ethische Netzwerk (GeN). Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens sprachen wir mit Christof Potthof vom GeN, das eine wichtige kritische Stimme in der Auseinandersetzung um die Gentechnik bildet.


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Christof Potthof (Foto von: )
Christof Potthof

Herr Potthof, 25 Jahre Gen-ethisches Netzwerk. Haben Sie Grund zum Feiern?
Aber sicher. Wir haben erreicht, dass die Auseinandersetzung um die Gentechnik nicht im Geheimen stattfindet. Wir informieren die Menschen und versetzen sie in die Lage, mitzudiskutieren. Das Gen-ethische Netzwerk war bei seiner Gründung die erste Organisation dieser Art. Und es ist für einen Verein wie den unseren schon ein Erfolg an sich, 25 Jahre durchgehalten zu haben. Spenden sind immer willkommen! (lacht)

Welche Erfolge können Sie konkret für sich reklamieren?
Anders als etwa beim Einsatz der Stoffe, die die Ozonschicht zerstörten, gab es bei der Gentechnik eine vorausschauende Risikobewertung. Über die Gefahren wurde nachgedacht, bevor manipulierte Bakterien eingesetzt, bevor veränderte Pflanzen großflächig angebaut wurden. Die Debatte hat sich niedergeschlagen im Gentechnik-Gesetz und in der europäischen Freisetzungsrichtlinie. Dass diese gesetzlichen Regelungen existieren, daran haben Menschen mitgewirkt, die dem Gen-ethischen Netzwerk eng verbunden sind. Als weiteren Erfolg würde ich die Kampagne "Essen aus dem Genlabor - natürlich nicht!" nennen, mit der wir schon Ende der 1980er Informationen über die Risiken manipulierter Grundnahrungsmittel in die Bevölkerung getragen haben.


Seit 2009 ist der Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810 in Deutschland verboten. Deutsche Verbraucher lehnen Genfood mehrheitlich ab (Foto von: Patrick Pleul / dpa)
© Patrick Pleul / dpa
Foto vergrößern
Seit 2009 ist der Anbau des gentechnisch veränderten Mais MON 810 in Deutschland verboten. Deutsche Verbraucher lehnen Genfood mehrheitlich ab

Zumindest für die Medizin scheint unsere Gesellschaft doch Frieden mit der Gentechnik geschlossen zu haben?
Das gilt für Medikamente, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden. Aber dass diese Anwendung kaum jemanden mehr aufregt, liegt ja auch daran, dass die prophezeite Revolution in der Arzneimittelforschung ausgeblieben ist. De facto sind 120 bis 150 gentechnisch hergestellte Arzneien auf dem Markt. Die meisten beruhen aber auf alten Wirkstoffen, die früher chemisch hergestellt wurden. Dass durch die Technologie selbst etwas Neues entstanden ist, bildet eine ganz große Ausnahme.

Auf der anderen Seite werden Gentests schneller, billiger und einfacher zugänglich. Jüngst erst meldeten Mediziner, dass sich bereits im Blut der Mutter nachweisen lasse, ob ein Embryo an Trisomie 21 erkrankt ist.
Die Selektion wird dadurch wieder ein Stück einfacher. Dahinter steckt letztlich ein Bild vom Leben ohne Krankheit, ohne Behinderung und die Idee, Eltern hätten ein Recht auf ein gesundes Kind. Wir müssen uns dem stellen, dass Menschen für sich persönlich entscheiden, die Methoden der Reproduktionsmedizin und pränatalen Diagnostik zu nutzen. Aber uns geht es nicht so sehr um die Einzelfälle, sondern um die Frage: Soll der Gesetzgeber, soll die Gesellschaft das auch befördern? Oder sollen wir restriktiv mit neuen Technologien umgehen, auch wenn wir wissen, dass Teile der Bevölkerung ihnen aufgeschlossen gegenüberstehen? Und wir sind da ganz klar der Meinung, ja, wir sollten restriktiv damit umgehen.

Große Agrar-Firmen wie Monsanto behaupten, sie bekämpfen mit der Gentechnik den Welthunger und können damit gleichzeitig die Umweltbelastung durch die Landwirtschaft reduzieren. Dürfen wir ihnen das glauben?
Ich denke nicht, dass sie uns das bewusst vorlügen. Sie glauben tatsächlich, dass sie etwas gegen den Hunger tun. Sie sind aber festgelegt auf eine bestimmte Strategie, die sehr materialistisch, sehr technikorientiert ist. Und sie setzen damit auf das falsche Pferd. Die staatliche und private Agrarforschung ist zu stark auf die Biotechnologie fokussiert. Und die Konzerne verfolgen das Ziel einer Privatisierung der genetischen Ressourcen, indem sie die Patentierung gentechnisch veränderter, aber auch konventionell gezüchteter Pflanzen vorantreiben. Die Akteure auf dem Feld, Monsanto etwa oder BASF, kommen alle aus der Chemiebranche. Und die kennen sich wahnsinnig gut mit Patenten aus, die haben riesige Patentabteilungen.

Wohin geht die Reise der grünen Gentechnologie?
Die Industrieunternehmen stellen die Landwirtschaft der Welt auf den Kopf. Sie eignen sich nicht nur die genetischen Ressourcen an, sondern auch die Landressourcen. Sie kaufen Landrechte im großen Stil.

Und Sie wollen als kleine Organisation etwas gegen die mächtigen globalen Unternehmen ausrichten?
Natürlich. Es gibt ja nicht nur uns allein. Wir sind eingebunden in europäische und globale Netzwerke. Wenn ich in dem Netzwerk per Mail eine Fachfrage stelle, habe ich drei Stunden später eine qualifizierte Antwort. Die Unternehmen haben mehr Geld und buntere Broschüren. Aber wir sind inzwischen ganz schön viele. Und wir haben eine große Schwarmintelligenz.

Interview: Klaus Bachmann und Peter Carstens


Die Homepage des Gen-ethischen Netzwerks: www.gen-ethisches-netzwerk.de.
Aktuell auch: www.fingerwegvonmeinerdna.de


Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 


Momentan sind zu dem Artikel ""Wir versetzen Menschen in die Lage, mitzudiskutieren"" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

GEO im Abo