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GEO Magazin Nr. 7/07 Seite 1 von 3


Bangladesch: Vom Reichtum im Abfall

Ali Akbar und seine Familie leben im Müll von Dhaka; ihr Geschäft ist das Recycling von Batterien. Ein schreckliches Leben? Aus europäischer Perspektive gewiss. Aber wer Menschen wie die Akbars auf Elendsexistenzen reduziert, übersieht etwas: Sie gehen einem Beruf nach, sie trotzen widrigsten Umständen, sie schicken ihre Kinder zur Schule. Sie verdienen Respekt

Text von Malte Henk

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Sie haben der Familie befohlen, den Müllberg zu verlassen, drei Tage ist das jetzt her. Die Kinder hörten es zuerst. Sie ließen gerade Plastikdrachen steigen, draußen auf der Uferstraße, als die Fahrradrikschas auftauchten, mit Lautsprechern an den Lenkern: "Dieses Gelände wird illegal bewohnt. Die Regierung informiert Sie, dass Ihre Behausungen am kommenden Dienstag um 10 Uhr geräumt werden." Popy, Palash und die anderen liefen auf den Berg, zu ihren Müttern, die zwischen den Hütten saßen und Batterien aufklopften. Schnell war die Nachricht herum. Als Ali Akbar, das Oberhaupt der Familie, vom Markt kam, hatten die Frauen schon das Wenige, was man im Slum zum Leben braucht, in Säcke aus Plastik gestopft, Kleider vor allem und Decken.


"Voot", Gespenst rufen die Nachbarkinder manchmal der sechsjährigen Monica nach. Auf ihrem Gesicht, ihren Händen liegt immer Staub - obwohl ihre Mutter sie mehrmals am Tag wäscht (Foto von: Shezad Noorani/Agentur Focus)
© Shezad Noorani/Agentur Focus
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"Voot", Gespenst rufen die Nachbarkinder manchmal der sechsjährigen Monica nach. Auf ihrem Gesicht, ihren Händen liegt immer Staub - obwohl ihre Mutter sie mehrmals am Tag wäscht

Ein Leben auf dem Abfall

Schwerer, süßer Gestank zieht über den Berg. "Die Regierung verkündet, sie will die Stadt säubern", sagt Farida, eine schöne, kräftige Frau mit geöltem Haar, 37 Jahre alt. Warum, fragt sie, soll man in Dhaka nicht leben dürfen von dem, was für andere Menschen Abfall ist? So viel steckt in aufgebrauchten Batterien, Zink und Kohle, Blech und Plastik. Man muss die Stoffe nur herausholen, trennen, verkaufen.


Aber nun räumt die Regierung auf. An der Uferstraße haben die Bulldozer schon ganze Häuserzeilen geschliffen; fast bis zum "Kalighar". So nennen alle im Viertel die Heimat der Batterieleute: Kalighar, das "schwarze Haus". 20, 30 Meter weit wuchert es in den Fluss hinein. Unten die Mülldeponie, darüber der Füllstoff aus den Batterien, der den Berg wachsen lässt. Oben eine Rundburg: neun Hütten aus Bambus und Blech. Ein Leben auf dem Abfall. Aber wie alle Berge ist auch dieser ein Zeichen von Kraft und Stärke. Wer es geschafft hat, sich als Kleinunternehmer auf seine Spitze emporzuarbeiten, ist ein Gewinner unter vielen Glücklosen hier.


Mülltrennung: Firoza klopft Batterien auf, acht Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Und häuft so Schätze an: rote Plastikringe, Blech, Kohle und Zink. All das lässt sich mit Gewinn verkaufen (Foto von: Shezad Noorani/Agentur Focus)
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Mülltrennung: Firoza klopft Batterien auf, acht Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Und häuft so Schätze an: rote Plastikringe, Blech, Kohle und Zink. All das lässt sich mit Gewinn verkaufen

Dhaka, eine der drei Welthauptstädte des Elends

Es gibt wenig Überfluss in Bangladesch, deswegen ist nichts überflüssig. Schon gar nicht am Ufer des Buriganga mitten in Dhaka, einer der drei Welthauptstädte des Elends: Neun, vielleicht zehn Millionen Menschen wohnen hier in Slums, so viele wie sonst nur in Bombay und Mexiko-Stadt. Buriganga, der "Alte Ganges", ist eine erbärmliche Brühe aus Chemiegiften, Fäkalien, Dreck aller Art. Tausende Tonnen Müll scheidet die Stadt täglich aus. Nicht einmal die Hälfte davon transportiert die Verwaltung ab. Der Rest verrottet: am Straßenrand, in Kanälen, auf Wiesen. Morgens schwärmen Frauen und Kinder aus, sammeln ein, was sich gebrauchen lässt. Dann waschen die Müllmenschen ihre Fundstücke. Zerschlagen Glühbirnen, lassen Polyethylen-Tüten zu klumpigen Würfeln schmoren. Und schaufeln die Reste in den Fluss, der ewig stinkt. Ali Akbar, 45, der "Große", würde nie Arbeit in einer der vielen Textilfabriken annehmen. Er ist Geschäftsmann, Spezialgebiet: altertümliche Zink-Kohle-Batterien, wie sie in vielen Ländern nicht mehr produziert werden, aber immer noch in Bangladesch. Am Ende jeder Woche holt der Händler die Einzelteile ab, er zahlt gute Preise dafür.


Genug Geld für zwei warme Mahlzeiten am Tag

Für die Kohlestifte, zu verwenden als Brennmaterial, 20 Taka, umgerechnet 20 Cent, pro Kilo. Ebenso viel für die Blechhülsen, die dann zu Rohren verarbeitet werden. Die wertvollen Zinkmäntel wird Ali Akbar später einschmelzen. 6000 Taka, 60 Euro, kommen so in einem Monat zusammen. Genug, damit Farida zwei Mal am Tag kochen kann: morgens Reis mit Gemüse; mittags Reis mit Dal, der gelbscharfen Linsengrütze, dazu ein Stück Fisch. Abends kocht Farida nicht, dann ist sie zu müde. Geld auf die Seite legen? Unmöglich. Farida und Ali Akbar haben keine Ersparnisse. Und so wird Farida weiterklopfen, bis am Dienstag die Bulldozer kommen. Dann wird man sehen. Am Montagmorgen, vor Sonnenaufgang, geht Ali Akbar auf die Jagd nach Batterien. "Wir sind Geier", sagt er, "wir leben von Kadavern. Wer fressen will, muss früh da sein." Er läuft zum Müllbasar, dem Markt der weggeworfenen Dinge. Um acht Uhr, als die Shops öffnen, kauft er sieben Säcke, prall gefüllt mit Batterien. Sieben Säcke, das bedeutet Essen für eine Woche. Seit 20 Jahren kommt Ali Akbar fast jeden Tag zum Müllbasar; oft vergeblich. Jetzt aber schaut er sich nach Rikschas um, auf denen sich die halbe Tonne Batterien zum "schwarzen Haus" transportieren lässt.


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Kommentare zu "Bangladesch: Vom Reichtum im Abfall"

Martina | 15.05.2013 23:26

wann werden wir wach, ich glaube nie. weil jeder nur an sich denkt. Beitrag melden!

Christof Bieker | 14.04.2012 18:03

Da gibt es nichts zu sagen,sie leben so fürs Überleben! Beitrag melden!

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