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GEO Magazin Nr. 03/12 Seite 4 von 7

Welches Gestein ist geeignet?

Welches Gestein ist geeignet?

Die Forscher haben für den Endlagerbau vier Gesteinsarten in die engere Wahl gezogen, aber, sagt Marcos Buser, Mitglied der Eidgenössischen Kommission für nukleare Sicherheit, "ein ideales Gestein kennen wir nicht". Und er zählt auf:


  • In Deutschland hat derzeit noch Steinsalz den Vorzug. Salz, so Buser, sei sehr trocken - "solange kein Wasser in der Nähe ist". Es leitet Wärme gut ab, wichtig bei der Einlagerung radioaktiver Stoffe. Und seine Kriechfähigkeit sorgt dafür, dass Risse schnell verschlossen werden. Die Mobilität ist aber auch ein Nachteil: Mit dem Salz wandert auch, was darin ist.
  • In Finnland und Schweden hat man sich für Granit entschieden, hart und unbeweglich. "Aber sehr spröde", sagt Buser, "und daher anfällig für Rissbildung." Durch Risse kann Grundwasser dringen, das radioaktiv verseucht würde.
  • In den USA grub man bisher im Tuffgestein in der Wüste von Nevada. Der poröse Tuff ist laut Buser zwar eine gute Barriere gegen strahlende Teilchen - wirke auf Wasser aber wie ein Schwamm. Außerdem ist Tuff vulkanischen Ursprungs und somit Hinweis auf geologische Unruheherde.
  • In der Schweiz und in Frankreich wird Ton erforscht. "Ton quillt besser als Salz und absorbiert radioaktive Teilchen ähnlich gut wie Tuff", sagt Buser. "Aber er leitet Wärme schlecht ab." Der Müll darf nicht heißer als 100 Grad sein. Sonst drohen auch hier Risse im Stein.



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Mehr zu den Themen: Atomkraft, Gorleben, Atomenergie

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Kommentare zu "Atommüll: Wohin damit?"

Peter Türr | 27.01.2013 05:37

Da ich ja nur ein Laie bin, und nicht weiss was hinter dicker Bleiverglasung passiert, hier die
Grundlagen des Verfahrens. Danach können Sie mit dem Messgerät reproduzierbar nachmessen. Die Benutzung des Plasmaverdampfungsprozesses und die zeitliche und Zonenbereichkontrolle beim abkühlen an Hochtemperatur Keramikflächen ist das effektivste zur extremen Reduzierung und Beschleunigung des Zerfallsprozesses. Meine Damen und Herren auch hier werden Sie wieder im Amtsblatt füher oder später von mir lesen.
Weil? Genau viele Handwerker sind auf der Wurstsuppe daher geschwommen. Sie haben in diesem Falle alle nur Glüch, dass ich so eine Arschruhe habe.
Geuss, Peter Türr. Beitrag melden!

Rainer Klute | 26.07.2012 12:44

Feiner Artikel zur Endlagerproblematik! Dennoch ein Kritikpunkt: Es fehlt eine Besprechung der Option, den Atommüll zu vernichten, unschädlich zu machen, als Brennstoff zu nutzen, Die Technologien dafür sind verfügbar und werden derzeit von Großbritannien bewertet. Die Nuklearia, eine Arbeitsgemeinschaft innerhalb der Piratenpartei, will diese Möglichkeit auch in Deutschland in die öffentliche Diskussion bringen. Mehr dazu hier: http://wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia/Atomm%C3%BCll Beitrag melden!

Ravenbird | 12.06.2012 11:40

Wenn die Menschen das Geld, das sie in Rüstung, Krieg und private Absauger (Konzerne) stecken, in die Raumfahrt investiert hätten, hätte die Sonne mit dem Abfall genug zu futtern. Beitrag melden!


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