GEO Magazin Nr. 6/07 - Der geplünderte Ozean Seite 1 von 4

Text von , Torsten Hampel und Katja Trippel

Welchen Fisch darf man noch essen?

In einer aufwändig recherchierten PDF-Tabelle empfiehlt GEO Fischarten für den ökologisch korrekten Einkauf. Und in einer Hintergrundreportage beleuchten Reporter die finstere Praxis des industriellen Fischfangs


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Er ist auf dem Meer, elf Seemeilen westlich von Mauretanien, aber er nimmt es kaum wahr. Nikolai Iwanowitsch Budgewitsch, Kapitän der "Balandis", sieht keine Wellen und keine Gischt. Die Echolot- und Sonargeräte, die er überwacht, sollen ihn zu den Sardinen- und Makrelenschwärmen vor der Küste Mauretaniens führen. Hier sind diese Fische so zahlreich wie in kaum einem anderen Gewässer der Erde. In dieser Nacht aber ist das Netz bislang leer geblieben. Deshalb ist Budgewitsch so nervös, und deshalb beginnt er nun, die Fangschiffe der Konkurrenz zu beschimpfen.


Service

  • Der GEO-Einkaufsführer (Foto von: )

    Der GEO-Einkaufsführer

    Welchen Fisch kann man noch guten Gewissens kaufen und essen? Empfehlungen für Ihren Einkauf - recherchiert von der GEO-Redaktion (PDF)
     

Würde er aus dem Fenster sehen, könnte er ihre Positionslichter erkennen. Das Leuchten von einigen der etwa 200 weiteren Industrie-Trawler, schwimmenden Fischfabriken, mit denen vor Westafrika gesucht wird, was in Europa schon nahezu ausgeschöpft ist: riesige silberne Fischschwärme, dazu Langusten, Kalmare, Seehecht und Thunfisch, die Schätze des Meeres. "Es wird Zeit, dass wir uns unsichtbar machen", sagt Kapitän Jøran Nøstvik. Schwarze Wellen brechen drei Meter hoch gegen den Bug des Patrouillenschiffs "Harstad"; er drückt ein paar Knöpfe am Steuerpult und meldet das Schiff der Küstenwache aus dem Satelliten-Identifikations-System ab, lässt es vom Kontrollschirm der anderen Schiffe verschwinden. Wie Kapitän Budgewitsch vor Westafrika ist auch Nøstvik auf Jagd. Nur sucht er keinen Fisch, sondern Fischer. Piratenfischer.


Mit Druckwasserschläuchen spülen die Deckarbeiter den Fisch aus dem Netz (Foto von: Jean Gaumy/Magnum/Agentur Focus)
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Mit Druckwasserschläuchen spülen die Deckarbeiter den Fisch aus dem Netz

"Das Meer ist geizig geworden"

In Guaca, einem 2300-Seelen-Dorf an der Nordostküste Venezuelas, hat es zu regnen begonnen; nur die verzweifeltsten Fischer sind an diesem Morgen aufs Meer gefahren. Cipriano Espinoza sitzt mit zwei Freunden am Hafen. Die drei alten Männer reparieren ein Netz. "Was sollen wir essen, wenn wir morgen wieder nichts fangen?", sagt Espinoza. "Eigentlich müssten die Schwärme seit Wochen schon hier sein. Aber das Meer ist zu geizig geworden." Dies ist das Drama, das Mauretanien und Litauen, Norwegen und Venezuela, Budgewitsch, Nøstvik und Espinoza verbindet: Der Ozean, größter Lebensraum des Planeten, ist ausgezehrt. In nur einer Generation hat der Mensch es geschafft, den Reichtum der Meere fast bis zur Neige zu plündern. Mehr als 100 Millionen Tonnen Garnelen und Muscheln, Dorade und Hoki, Hering, Seeteufel und zahllose andere ozeanische Gräten- und Krustentiere landen pro Jahr auf den Tellern der Welt. Über drei Viertel aller Bestände gelten nach neuesten FAO-Zahlen als vollständig ausgebeutet, übermäßig befischt oder schon erschöpft. Es sind die Wanderer und die großen Räuber des Ozeans, deren Bestände am stärksten gelitten haben: Thun- und Schwertfisch zum Beispiel, Heilbutt und Haie.


Im Schichtwechsel arbeiten die Männer rund um die Uhr, wochenlang, 5000 Kilometer fernab ihrer Heimat (Foto von: Jean Gaumy/Magnum/Agentur Focus)
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Im Schichtwechsel arbeiten die Männer rund um die Uhr, wochenlang, 5000 Kilometer fernab ihrer Heimat

Im Schweinwerferlicht leuchten Hunderttausende reglose Fischkörper

Vor Westafrika, an Bord der "Balandis", ist es halb drei Uhr morgens. Seit einer halben Stunde sind die Bildschirme übersät mit roten Flecken, und der Offizier zögert zu reagieren. Ratlos klingelt er Kapitän Budgewitsch aus der Koje. Budgewitsch kommt, er sieht die leuchtenden Punkte, die Spur der Schwärme. "Eine halbe Stunde schon?", schreit er, "worauf wartest du denn, pennst du?" Das Netz muss an Bord geholt werden, sofort. Budgewitsch weckt den "Chief Trawl Man", den Herrn des Netzes unten an Deck, und setzt die Fangmaschinerie der "Balandis" in Gang. Am Heck des Schiffes springt eine der beiden Seilwinden an: Sie zerrt Eisenketten aus dem Wasser, dann folgen dicke Hanfseile, dann wieder Ketten mit tonnenschweren Stahlgewichten daran, die acht Stunden lang über den Meeresboden gepflügt sind, insgesamt 450 Meter Eisen und Hanf. Und dann erhebt sich das Netz aus der Gischt: am Ende ein gigantischer Schlauch, 50 Meter lang, bis vier Meter im Durchmesser, ein Wurm aus Kunstfasermaschen, vollgestopft mit einer silbernen Masse. Die Winden ziehen das Netz über die Heckrampe ein. Es schabt auf Eisen. Die Seile knarren, im Licht von Scheinwerfern leuchten Hunderttausende Sardinen, Makrelen, reglose Fischkörper.


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Die Schleppnetzte hinterlassen eine Spur der Vernichtung

Nur ein Prozent der weltweiten Flotte bringt die Hälfte all dessen an Land, was in den Meeren erbeutet wird. Es sind Supertrawler wie die "Balandis" mit ihren 109 Metern Länge und über 2000 Tonnen Ladekapazität, manch andere sind noch um ein Drittel größer: schwimmende Fischfabriken, die im Wettstreit um die schwindende Beute den Kleinen davoneilen. Es sind technisch perfektionierte Maschinen des Massenfangs. Mit Grundschleppnetzen von bis zu 100 Meter breiten Öffnungen zerpflügen Trawler den Seegrund. An Unterwassergebirgen, die als Oasen der Artenvielfalt gelten und noch so wenig erforscht sind, dass wir viele ihrer Geheimnisse vermutlich nie mehr kennenlernen werden. Denn die mit seitlichen Scherbrettern bestückten Schleppnetze hinterlassen eine Spur der Vernichtung. Sie reißen Korallenpolypen und ganze Riffe entzwei, zertrümmern die Refugien von Millionen von Jungfischen, verwandeln die Unterwasser-Gärten der Anemonen, Seescheiden und Haarsterne in finstere Wüsten.




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Mehr zu den Themen: Ernährung, Ökologie, Artenschutz

Kommentare zu "Welchen Fisch darf man noch essen?"


Lynya | 16.09.2007 14:31

Ich habe das Gefühl ich möchte nie wieder Fisch essen.... Beitrag melden!

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