GEO Magazin Nr. 11/99 - Ozeane Seite 1 von 1
Artikel drucken   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren  Artikel bookmarken/vorschlagen
Artikel per E-Mail weiterempfehlen
[x]
[?]


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

E-Mail versenden schließen [x]

Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht an Dritte weitergeben!


Artikel vom 30.10.1999

Kosmischer »Crash-Test«

Forschern gelang erstmals eine wirklichkeitsnahe Simulation der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher


Kollisionen verlaufen kurz, aber heftig auch im All: Stoßen in Millionen Lichtjahren Entfernung zwei Schwarze Löcher zusammen, verschmelzen sie zwar innerhalb von Sekundenbruchteilen, doch die Auswirkungen dieses "Crashs" sind bis zur Erde meßbar in Form sogenannter Gravitationswellen.


Jedenfalls hegen Astrophysiker diese theoretische Vorstellung von einem derartigen Zusammenprall. Ein Nachweis steht allerdings noch aus: Gravitationswellen lassen sich bislang nicht messen, und Computersimulationen solcher kosmischer Kollisionen erwiesen sich als äußerst knifflig. Bis vor kurzem gelang lediglich die Nachbildung eines gradlinigen "Frontalstoßes" der in dieser Form aber unwahrscheinlich ist (GEO Nr. 10/94). Nun jedoch hat ein internationales Forscherteam mit Wissenschaftlern des Potsdamer Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik eine Variante durchgespielt, die der Wirklichkeit womöglich näherkommt. Ihr Szenario: Zwei aus kollabierten Sternen entstandene Schwarze Löcher nähern sich einander auf spiralförmigen Bahnen, bis sie schließlich in schrägem Winkel zusammentreffen.


Um die Folgen dieses "Unfalls" berechnen zu können, nutzten die Astrophysiker mehrere Wochen lang eines der leistungsfähigsten zivilen Computersysteme. Die grafische Darstellung der Ergebnisse zeigt nicht nur den Zusammenprall der beiden sogenannten "Singularitäten", sondern auch die Abstrahlung äußerst energiereicher Gravitationswellen bei der Kollision. Ob es allerdings im Kosmos tatsächlich zu derartigen Verschmelzungen kommt, wird sich erst zeigen, wenn neuartige Detektoren für Gravitationswellen wie die im Bau befindliche Anlage GEO bei Hannover demnächst in Betrieb gehen. Die Potsdamer Forscher hoffen, daß ihre Modellrechnungen dann helfen werden, aufgezeichnete Meßwerte als Folge von Zusammenstößen Schwarzer Löcher zu identifizieren.





Lesezeichen für den Artikel "Kosmischer »Crash-Test«" setzen bei...

BlinkList del.icio.us Folkd Furl Google Linkarena Mister Wong OneView Webnews YiGG Yahoo MyWeb

Momentan sind zu dem Artikel "Kosmischer »Crash-Test«" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.


art, Reise auf BRIGITTE.de, Reise auf Eltern.de, Kinder auf GEOlino, Reisen auf GEO-Reisecommunity, Laender auf NATIONAL GEOGRAPHIC, Tipps auf PM Online, Reise auf stern.de

G+J Glossar
Partner-Angebote