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Kurz und gut: Das GEOkompakt-Glossar Nr. 1
Wie war das noch gleich? Auf diesen Seiten werden in alphabetischer Reihenfolge wichtige Fachbegriffe zu den Themen dieses Hefts erklärt
AminosäurenOrganische Verbindungen, die eine Carboxylgruppe (-COOH) und eine Aminogruppe (-NH2) enthalten. Aufgrund dieser Endgruppen verbinden sie sich miteinander leicht zu Aminosäureketten, den Peptiden und Proteinen.
ArchaebakterienGruppe von Bakterien, die sich von den "klassischen" Vertretern, den Eubakterien (Echten Bakterien), in wesentlichen Merkmalen unterscheiden. Markante Unterschiede bestehen etwa im Bau der Zellwände, im Stoffwechsel und in der Struktur der RNS in den Ribosomen, den Eiweißfabriken der Zellen. Viele Archaebakterien besiedeln extreme Lebensräume wie heiße Quellen oder Salzseen.
Asteroiden (Kleinplaneten, Planetoiden)Kleine Himmelskörper, die sich wie Planeten um die Sonne bewegen. Ihre Bahnen liegen überwiegend zwischen denen von Mars und Jupiter im "Asteroidengürtel". Durch Störungen aus ihrer herkömmlichen Bahn geworfen, gelangen immer wieder Asteroiden in die Nähe der Erde. Im Laufe der Erdgeschichte ist es dabei zu zahlreichen, teils verheerenden Kollisionen gekommen.
AsthenosphärePlastisch reagierende Zone im Oberen Erdmantel, auf der die Lithosphären-Platten gleiten.
Atmosphäre 1. Die Lufthülle der Erde, allgemein die gasförmige Hülle eines Himmelskörpers. Die Erdatmosphäre besteht in der Nähe der Erdoberfläche aus 78 Prozent Stickstoff, 21 Prozent Sauerstoff sowie geringen Mengen von Wasserdampf, Argon, Kohlen-dioxid und anderen Gasen. 2. Einheit des Drucks. Eine Atmosphäre (atm) entspricht dem mittleren Luftdruck auf Meereshöhe oder dem Druck, den eine 760 Millimeter hohe Quecksilbersäule ausübt. Eine Atmosphäre ist nahezu identisch mit einem Bar: 1 Atmosphäre = 1,0133 Bar. Offiziell gilt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1978 die Einheit Pascal (1 Atmosphäre = 101325 Pascal); aus Gründen der Anschaulichkeit wird in diesem Heft jedoch die alte Einheit benutzt.
Äußerer Kern siehe Erdkern
Bakterien Einzellige Organismen ohne Zellkern. Mikrobiologen unterscheiden zwei große Gruppen: Archaebakterien und Eubakterien (Echte Bakterien).
Basaltgestein Feinkörniges dunkles magmatisches Gestein. Basalt bildet sich an der Erdoberfläche bei Vulkanausbrüchen.
Biofilm-Theorie Theorie zur Entstehung des Lebens. Nach Überlegungen des Münchner Chemikers Günter Wächtershäuser entwickelten sich an Kristalloberflächen von Pyrit (Eisensulfid) in Vulkanzonen in den Ozeanen aus einfachen organischen Molekülen allmählich immer kompliziertere und überzogen die Kristalle als dünnes Häutchen (Biofilm).
Biosphäre Der von Lebewesen besiedelte Teil der Erde. Die Biosphäre umfasst eine relativ dünne Schicht der Lithosphäre sowie die Meere und Binnengewässer.
Black Smoker (Schwarze Raucher) Schornsteinartige Gebilde, aus denen am Boden der Tiefsee heißes, durch Verbindungen von Metallen und Schwefel (Metallsulfide) dunkel gefärbtes Wasser dringt. Bevor das heiße Wasser an die Oberfläche tritt, sind die Metallsulfide gelöst, doch beim Kontakt mit dem kalten Meerwasser werden sie ausgefällt. Die Sulfide bilden die meterhohen Schlote. In feiner Verteilung verwandeln sie das austretende Wasser in düstere Schwaden.
Chondrite Millimeter- bis erbsengroße Kügelchen, die den Hauptteil der meisten Meteoriten ausmachen. Die in eine Grundmasse eingebetteten Kügelchen bestehen aus verschiedenen Silikaten mit unterschiedlichen Gehalten an Nickeleisen. Die 4,5 Milliarden Jahre alten Chondriten gelten als Überbleibsel aus der Frühzeit des Planetensystems.
Chorda dorsalis (Rückensaite) Elastischer Stab, der als Stützorgan den Körper von Chordatieren vom Kopf bis zum Schwanzende durchzieht; Vorläufer der Wirbelsäule. Zu den Chordatieren zählen auch die Wirbeltiere einschließlich des Menschen, der im frühembryonalen Stadium noch eine Chorda dorsalis besitzt.
Chromosomen Stäbchenförmige, oft gekrümmte Gebilde im Zellinneren, die aus kompliziert gepackter Erbsubstanz (DNS) bestehen. Sämtliche Zellen von Eukaryoten enthalten in ihrem Kern eine für jede Tier- oder Pflanzenart typische Anzahl von Chromosomen, die normalerweise im Zellkern ein wirres Netzwerk bilden, aber bei jeder Zellteilung klar hervortreten.
Cyanobakterien (Blaualgen) Zu den Eubakterien zählende Gruppe von Einzellern, die zur Photosynthese fähig sind. Wegen dieser Fähigkeit ursprünglich als Algen angesehen, werden sie, da sie keinen Zellkern haben, heute zu den Bakterien gerechnet. Manche Cyanobakterien besitzen neben dem zur Photosynthese erforderlichen grünen Farbstoff Chlorophyll einen blauen Farbstoff (Phycocyanin) - daher der ursprüngliche Name.
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