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Henri Nannen Preis 2010: Preisgekrönte GEO-Journalisten

Doppelsieg für GEO: Die GEO-Redakteurin Hania Luczak und der chilenische Fotograf Tomás Munita wurden mit dem Henri Nannen Preis 2010 geehrt


Egon Erwin Kisch-Preisträgerin Hania Luczak nimmt den "Henri" von Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn entgegen (Foto von: Waberseck/Stern)
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Egon Erwin Kisch-Preisträgerin Hania Luczak nimmt den "Henri" von Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn entgegen

In ihrer Geschichte "Ein neuer Bauch für Lenie" (GEO Magazin Nr. 10/2009) schildert Hania Luczak das Schicksal von drei Menschen, die ohne künstliche Ernährung nicht lebensfähig sind, weil ihr Darm keine Nahrung verarbeiten kann. Auf das Thema aufmerksam geworden sei sie durch eine kleine Meldung in einer Fachzeitschrift, dass in Deutschland die erste Darmtransplantation gelungen sei, erzählte die Preisträgerin. Nach zehn Monaten Vorarbeit zu dem Thema konnte sie schließlich die riskante Operation unter anderem bei der dreijährigen Lenie verfolgen. Nach ihrer Recherche bewunderte die Autorin vor allem "den Mut, die Lebensfreude und Weisheit aller Betroffenen".

Für ihre Reportage erhielt Luczak nun den Egon Erwin Kisch-Preis ("Beste Reportage"). "Ihre Wissenschaftsreportage ist bewegend und genau, präzise, empathisch und frei von Kitsch", sagte Juror und STERN-Chefredakteur Thomas Osterkorn bei der Preisverleihung.


Der Chilene Tomás Munita ist schon der fünfte GEO-Fotograf, der beim Henri Nannen Preis geehrt wurde (Foto von: Waberseck/Stern)
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Der Chilene Tomás Munita ist schon der fünfte GEO-Fotograf, der beim Henri Nannen Preis geehrt wurde

"Magische Farben und herbe Schönheit"
Einer ganz anderen Herausforderung stellte sich der chilenische Fotograf Tomás Munita. Er dokumentierte für GEO die mühsame Guano-Ernte auf einer Felseninsel vor der Küste Perus. "Das Schwerste an der ganzen Geschichte war der Geruch", erinnerte sich Munita an die Bedingungen vor Ort. Dennoch gelangen ihm für seine Fotoreportage "Die Insel der Qualen" (GEO Magazin Nr. 9/2009) besondere Bilder: "Auf einfühlsame Weise und in magischen Farben vermittelt Munita die herbe Schönheit dieses Stückchens Erde, aber auch die Brutalität der Arbeit jener Männer, die dieser Erde ihren Reichtum abringen", sagten Foto- und Kunstbuchverleger Gerhard Steidl und Anja Niedringhaus, Cheffotografin Associated Press, zur Begründung der Foto-Jury. Munita erhielt den Preis für die beste fotografische Autorenleistung.


Bei der Verleihung im Hamburger Schauspielhaus am vergangenen Freitag wurden vor rund 1200 prominenten Gästen aus Medien, Kultur, Politik und Wirtschaft insgesamt 18 Preisträger in acht Kategorien geehrt. In diesem Jahr wetteiferten 878 Einreichungen aus 186 Print- und Onlinepublikationen um den "Henri". Die besten Arbeiten in sechs Kategorien sowie die Preisträger für Lebenswerk und Pressefreiheit wurden schließlich mit der bronzenen Büste des STERN-Gründers und Namensgebers des von Gruner + Jahr und dem STERN gestifteten Preises geehrt.


Weitere Informationen zum Henri Nannen Preis: www.henri-nannen-preis.de.



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