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Ökologie: Grüne Weihnachten: Umweltfreundlich feiern

Müllberge aus Geschenkpapier, Strom schluckende Lichterketten und Millionen von abgeholzten Bäumen: Weihnachten ist eine Umweltsünde. Wir geben Tipps, wie das Fest der Liebe "grüner" werden kann

Text von Judith Voss

Rund 25 Millionen Bäume zieren an den Feiertagen die deutschen Wohnzimmer. Aber viele von ihnen sind nicht so grün wie sie aussehen: 80 Prozent der Weihnachtsbäume wurden in Monokulturen gezüchtet und kräftig gespritzt und gedüngt. Edel- und Nordmanntannen haben sogar zum Teil schon eine Europareise hinter sich. Sie werden zum Beispiel aus Skandinavien importiert.

Wer umweltfreundlich feiern möchte, holt sich lieber ein Stück Natur aus der Umgebung ins Haus: Fichten und Kiefern wachsen im Wald vor der Haustür. Ansprechpartner ist der örtliche Förster; er bietet Bäume an, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt wurden. Eine gute Alternative dazu ist ein Baum aus ökologischem Anbau. Ein Baum mit dem Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) kann bedenkenlos gekauft werden.

Umweltfreundlicher Baumschmuck: Im Garten wächst das Bastelmaterial (Foto von: Sara Danielsson/Etsa/Corbis)
© Sara Danielsson/Etsa/Corbis
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Umweltfreundlicher Baumschmuck: Im Garten wächst das Bastelmaterial

Vorsicht beim Umpflanzen!

Bäume mit Wurzeln lassen sich später wieder einpflanzen, doch häufig überleben sie dann nur wenige Wochen. Das liegt daran, dass die Pflanze längere Zeit im Warmen gestanden hat und dann plötzlich wieder dem Frost ausgesetzt wird. Eine Chance hat nur ein Baum, der im Zimmer viel Wasser bekommt und nach Weihnachten erstmal in einer kalten Umgebung gelagert wird, in der es nicht friert. Aber Vorsicht: Nicht jeder Baum verträgt sich mit den Gewächsen im Garten. Gut geeignet ist zum Beispiel eine Kiefer.

Ein Plastikbaum mag zwar umweltfreundlich erscheinen, weil er jedes Jahr wiederverwendet wird. Doch früher oder später wird auch das PVC-Bäumchen unansehnlich und wandert auf den Müll. Eine Fichte aus dem heimischen Forst hingegen ist biologisch abbaubar.

Beim Baumschmuck lässt sich auch die Umwelt schonen: Statt Lametta und Plastikkugeln bietet sich alles an, was aus der Natur kommt: Sterne aus Stroh, Figuren aus Wachs, getrocknete Orangenscheiben oder Zimtstangen. Eine umweltfreundliche Zierde sind auch Stoffbänder, die wiederverwertet werden können. Aus Watte lassen sich Schneeflocken basteln, die viel umweltverträglicher sind als Kunstschnee aus der Sprühdose. Und wer seinen Baum mit Äpfeln, Nüssen und Plätzchen verziert, kann ihn danach nach alter Sitte plündern - bis vom Schmuck nichts mehr übrig ist.


Sparsam beleuchten

Wer eine Lichterkette benutzt, sollte zur energiesparenden Variante greifen und vor allem den Baum nicht Tag und Nacht "angeschaltet" lassen. Echte Kerzen am Weihnachtsbaum sind am besten aus natürlichem Material wie Stearin oder Bienenwachs. Paraffin-Kerzen sind nicht nur unökologisch, sondern sie rußen auch stärker. Im Rest der Wohnung macht Schmuck aus dem eigenen Garten etwas her: Girlanden aus Fichten- oder Stechpalmenzweigen und Basteleien aus Nüssen, Kastanien oder Holz. Draußen vor dem Haus lässt sich ganz einfach Energie sparen: Mit Hilfe einer Zeitschaltuhr lassen sich Lichterketten nachts ausschalten. Die schönste Dekoration bringt nichts, wenn sie keiner mehr sieht.



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Kommentare zu "Grüne Weihnachten: Umweltfreundlich feiern"

Frl_Emma | 22.11.2012 11:15

Lieber Herr Nitsche,
ein wenig bis zum Tellerand gedacht, oder? Schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass wir uns in JEDER Hinsicht unseres Handels darauf konzentrieren sollten, möglichst umweltfreundlich zu agieren?

Liebes Redaktionsteam,
schöner Beitrag mit tollen anregenden Ideen zum anders machen. Manch einer denkt zwar in "Green Fashion" und Bio-Ernährung, aber manchmal auch nicht darüber hinaus. Manchmal auch nicht mal bis dahin, was der Herr Nitsche ja leider mit seinem Kommentar beweist. Ich frage mich, warum er GEO liest, wenn es ihm eigentlich anscheinend sowieso nicht interessiert.

Reden ist nicht handeln! Einfach mal die Dinge anders machen. Ist übrigens überhaupt nicht schwer.

Toller Kommentar von Ulrike Beitrag melden!

Uschi Koblet | 22.12.2009 19:19

Wertvolle Tipps gegen den Konsumwahnsinn! Hirn einschalten und vernünftig denken nützt
allen! Wie oft im Leben: Weniger ist mehr. Beitrag melden!

Ulrike Streib | 19.12.2009 15:36

Na so was. Wie ignorant muss man eigentlich sein, um so was zu schreiben? Energie zum Sägen? Vom Baumfällen war ja nie die Rede! Dieser Herr Nitsche hält wohl alle für Spinner, die verzweifelt versuchen, die Welt zumindest einigermaßen lebenswert - für alle, bitte schön, nicht nur für uns privilegierte Industriestaatler - zu erhalten. Wozu wohl treffen sich die Nationen in Kopenhagen? Ich weiß ja nicht, wie alt dieser Mensch ist. Aber für alle, die noch ein Stück Leben vor sich haben und für die künftigen Generationen appelliere ich dringendst: machen Sie sich bitte Gedanken über Ihr Konsumverhalten und dessen Auswirkungen auf die Welt - wir haben bekanntlich nur eine davon, auch wenn viele Menschen hier leider nicht so leben. In diesem Sinne: "Rettet die Welt vor solchen Zynikern!" Übrigens: Der Tipp mit dem gebastelten Baumschmuck ist nur für die sinnvoll, die nicht eh schon Kugeln+Co zuhause haben. Wegwerfen ist nämlich nicht angesagt, sondern so lange aufhängen, wie das Zeug hält. Beitrag melden!

Michael Nitsche | 17.12.2009 15:36

Umweltfreundlicher Baumschmuck? Wieviel Energie verbrauche ich, um das Holz zu sägen?
Die Klimahysterie wird immer lächerlicher.
Der Kosmos hat schon immer und bestimmt auch noch, wohin unser Klima geht.
Sonnenaktivität, kosmische Staubwolken, Vulkanaktivitäten, aktive Biomassen das sind Faktoren, die man mit "umweltfreundlichem Baumschmuck" kompensieren will. Rettet uns vor den "Rettern dieser einen Welt" ! Beitrag melden!

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