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Aus Bio-Landwirtschaft stammen alle Produkte, die Online-Händler wie Sahr in solchen Gemüsekisten anbieten. Aber wie viel Ökologie bleibt übrig, wenn Tomaten aus Israel oder Paprika aus Marokko importiert und dann in Deutschland verschickt werden? Bio sei immerhin besser als konventionell, auch bei Produkten, die außerhalb Europas wachsen. Am besten aber seien Biolebensmittel aus der Region, das sagen Agrarwissenschaftler und Experten von Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace. Am allerbesten sei es, saisonale Obst- und Gemüsesorten zu essen. Am Ende kommt es also darauf an, auf welche Produkte der einzelne Verbraucher im deutschen Winter verzichten kann oder will.

Bei Birgit Graf sind das Tomaten. Seit elf Jahren beliefert Graf Kunden im Raum Panten, Mölln, Ratzeburg und im östlichen Hamburg mit ökologischem Gemüse, Obst und mit Naturkost. Die Wege sind kurz, pro Kunde legt der Fahrer im Schnitt 1,6 Kilometer zurück. Vor Weihnachten legte Graf ihren Kunden als kleinen Leckerbissen Tomaten aus Italien ins Paket - und bekam einige Beschwerden. "Regionalität steht bei mir an oberster Stelle. Und offenbar kommen die Kunden deshalb zu mir", sagt sie.

Transport und Lagerung in Kühlhäusern sind nie klimaneutral
Graf arbeitet hauptsächlich mit Höfen aus dem Kreis Lauenburg in Schleswig-Holstein zusammen, auch im Winter. "Porree steht im Januar noch auf dem Acker. Und die Lagertechnik ist in den vergangenen Jahren viel besser geworden, Äpfel beispielsweise kann man inzwischen oft bis zur neuen Ernte lagern." Auch das kann allerdings sehr energieintensiv sein, wenn in Kühlhäusern gelagert wird. Honig und Lammfleisch kauft Graf ebenfalls in der Region. Ganz ohne Zukäufe kommt aber auch sie nicht aus: Für stillende Mütter, die keinen Kohl essen sollen, hat sie derzeit Fenchel aus Italien im Angebot. Auch Bananen fragen viele Mütter nach. "Die Grenze ist für mich überschritten, wenn Biospinat aus Thailand eingeflogen wird", sagt sie.

Wer sich bei Dein Biogarten dann doch zumindest auf deutsches Gemüse beschränken will, kann dies mit zwei Mausklicks tun: Bereits bepflanzte Parzellen werden so planiert - und man kann statt Paprika aus Marokko Karotten aus Deutschland beim Wachsen zusehen. Wer braucht schon Paprika.




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