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GEO Magazin Nr. 12/07 Seite 1 von 1


Fotogalerie: Schmetterlinge

Sie überleben in Schnee und Eis, berauschen sich an Alkohol oder strotzen vor Gift: Schmetterlinge frappieren mit Höchstleistungen und Spezialbegabungen. Der Naturfotograf Ingo Arndt hat die Erstaunlichsten unter den Faltern in aller Welt aufgespürt

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© Ingo Arndt
Der Frühflieger: Alpenspanner (Lycia alpina)
Für Schmetterlinge sehr untypische Flugzeiten zeichnen den Alpenspanner aus. Bereits Anfang Februar entfaltet er in mitteleuropäischen Gebirgen seine Flügel. An Schnee und Eis ist er auch äußerlich hervorragend angepasst
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Der Hochstapler: Hornissen-Glasflügler (Sesia apiformis)
Bedrohliche Erscheinung, harmloses Wesen: Als ein Meister der Mimikry ahmt der in Mitteleuropa heimische Hornissen-Glasflügler das Aussehen des giftigen Insekts nach, um Feinde abzuschrecken
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Der Überlebenskünstler: Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni)
Eine Art Frostschutzmittel in der Körperflüssigkeit lässt den Zitronenfalter bis zu minus 20 Grad Celsius sowie Schnee-Einbrüche in der freien Vegetation überstehen. Seine Lebenserwartung von zwölf Monaten ist die höchste aller Schmetterlinge in Mitteleuropa
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Der Liebes-Knisterer: Edelfalter (Hamadryas feronia)
Um Edelfalter-Weibchen zum Paarungsflug zu verführen, erzeugt das Männchen des südamerikanischen Schmetterlings beim Fliegen leise Knistergeräusche. Die Laute werden durch das Aneinanderreiben der Flügel hervorgerufen
© Ingo Arndt
Der Gruppen-Schwärmer: Russischer Bär (Euplagia quadripunctaria)
Das "Tal der Schmetterlinge" auf der griechischen Insel Rhodos ist der größte Sommersammelplatz der Russischen Bären. Hier verbringen mehrere Millionen Falter die heiße Zeit des Jahres. Erst im September verlassen sie ihr Refugium, um sich fortzupflanzen
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Der Langschläfer: Alpen-Wollafter (Eriogaster arbusculae)
Sieben Jahre kann es dauern, bis die Puppe aufbricht und der Falter schlüpft. Der Braune Bär steht kurz vor dem Aussterben - Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit der radioaktiven Belastung seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl
© Ingo Arndt
Die Haarsträubende: Raupe des Braunen Bären (Arctia caja)
Beutegreifer, Vögel etwa, machen einen weiten Bogen um die Raupe des auch in Deutschland beheimateten Schmetterlings. Wer zuschnappt, riskiert, dass ihm der Happen mit den extrem langen, pelzigen Haaren im Halse stecken bleibt
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Der Trunkenbold: Bananenfalter (Caligo memnon)
Mit Vorliebe trinkt er an vergorenen Bananen - deshalb ist der Falter aus den amerikanischen Tropen nach einer ausgiebigen Mahlzeit so beschwipst, dass er sich nicht mehr auf den Beinen halten kann
© Ingo Arndt
Der Allergrösste: Atlasspinner (Attacus atlas)
Vor allem die Weibchen des südasiatischen Nachtfalters bringen es auf eine Flügeloberfläche von 400 Quadratzentimeter. Die Flügelspitzen ähneln Schlangenköpfen - um potenzielle Angreifer zu täuschen
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Der Aquanaut: Seerosenzünsler (Elophila nymphaeata)
Nur wenige Schmetterlingsarten sind dem Wasser derart verbunden, wie es der eurasische Seerosenzünsler ist. Frischgeschlüpft, kann er auf der Oberfläche stehen. Seine Raupen verpuppen sich gern unter Seerosenblättern
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Der Große Riecher: Wiener Nachtpfauenauge (Saturnia pyri)
Seine Flügelspannweite von bis zu 14 Zentimeter macht das Wiener Nachtpfauenauge zum größten Schmetterling Europas
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Der Tarnkünstler: Indisches Blatt (Kallima paralekta)
Perfekt geschützt zwischen den trockenen Blättern des Waldbodens ist der in Südasien beheimatete Schmetterling. Die dunklen Flecken auf den Flügeln des Falters imitieren sogar den feinen Pilzbewuchs auf dem verwesenden Laub
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Der Risikofreudige: Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos)
Die Vorliebe für Süßes treibt den nordafrikanischen Falter, der vor allem in warmen Jahren nach Mitteleuropa einwandert, in Bienenstöcke. Kurzzeitig wohl durch seinen Geruch geschützt, trinkt er so lange, bis die Bienen beginnen, ihren Honig zu verteidigen
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Der Archaische: Urmotte (Micropterix osthelderi)
Seit Millionen von Jahren unverändert erhalten hat sich die Faltergruppe, die weltweit mit etwa 100 Arten vorkommt und zu der diese winzige Urmotte gehört. Der Schmetterling hat noch keinen Saugrüssel und muss Pollennahrung zerkauen
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Der Falschgetaufte: Bärenspinner (Miltochrista punicea)
Für Schmetterlingsforscher eine Sensation: Bislang galt dieser Falter noch als eigene Art. Jetzt weiß man, dass es sich "nur" um das Männchen einer längst beschriebenen Art handelt. So verschieden können manchmal die Geschlechter sein
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