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GEO Magazin Nr. 04/12 Seite 1 von 1

Flussdeltas: Versinkende Schönheiten

Ebenso schöne wie fragile Gebilde sind die Deltas großer Flüsse. Klimawandel und Staudämme setzen ihnen zu - und damit auch den Menschen, die in ihnen leben. Wir stellen sieben Deltas in unserer Weltspiel-Grafik vor


 (Foto von: illuteam43)
© illuteam43
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Es ist die prächtigste Form, in der ein Strom ins Meer fließen kann: das Mündungsdelta, das viele der größten Flüsse der Erde ausbilden. Sieben von ihnen vereint unsere Grafik als Blütenblätter einer imaginären Blume. Darunter die Mündung des Nils, das "Ur-Delta", dessen Form bereits der antike Geschichtsschreiber Herodot mit dem griechischen Buchstaben bezeichnet haben soll.

Die verzweigten Systeme aus Schwemmland und Wasser entstehen, wenn ein Fluss viel Sediment an die Mündung trägt. Dort wird der Strom dann gebremst, Schwemmstoffe lagern sich ab. Wo die Gezeiten den nährstoffreichen Schlick nicht fortspülen, bildet er immer neue Bänke, die das Wasser fortan umfließen muss. Neben den klassisch dreieckigen Fächern entstehen dabei auch Sonderformen wie das Vogelfußdelta des Urals.

Riskantes Siedlungsgebiet
Große Flussdeltas gehören zu den am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. 500 Millionen Menschen leben an oder in den fruchtbaren Mündungszonen. Und damit in besonders vom Klimawandel bedrohten Gebieten: Bereits ein geringer Anstieg des Meeresspiegels reicht, um das flache Küstenland zu überfluten. Einer 2009 veröffentlichten Studie zufolge erlebten 28 der 33 untersuchten Flussdeltas in den vorangegangenen zehn Jahren schwere Überschwemmungen.

Und auch von der Landseite her sind die fragilen Ökosysteme bedroht: An vielen Flüssen schneiden große Staudämme den Nachschub an Sedimenten ab - und tragen damit zum langsamen Versinken der Mündungsgebiete bei.



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