Hauptinhalt
GEO.de Seite 1 von 2


Erdbeben in Chile beschleunigt Erdrotation

Das Erdbeben in Chile hat die Erdachse verschoben und die Tage verkürzt. Ein Grund zur Sorge? Wohl kaum. Solche Veränderungen treten häufiger auf

Text von

Es war das fünftstärkste Beben, das den Heimatplaneten seit Beginn der Messungen erschüttert hat. Fast 800 Menschen verloren durch das Erdbeben am Samstag in Chile ihr Leben, Plünderungen und Chaos folgten.


Auch auf Erdachse und Erdrotationsgeschwindigkeit hatte das Beben Auswirkungen. "Da in Chile eine sehr große Masse an Erdkruste in Richtung Erdinneres versetzt wurde, wirkt sich das verstärkend auf die Rotationsgeschwindigkeit der Erde aus", erklärt Dr. Robert Dill, Geophysiker am Geoforschungszentrum Potsdam. Das Phänomen geht auf den "Pirouetteneffekt" zurück: Streckt eine Eiskunstläuferin bei der Drehung um ihre eigene Achse ihre Arme aus, wird sie langsamer. Zieht sie sie nah an den Körper, wird sie schneller.


Ein Loch, das das Erdbeben vom 28. Februar 2010 in eine Straße in Pulluhue, 320 Kilometer südlich von Santiago de Chile (Foto von: Martin Bernetti/AFP/Getty Images)
© Martin Bernetti/AFP/Getty Images
Foto vergrößern
Ein Loch, das das Erdbeben vom 28. Februar 2010 in eine Straße in Pulluhue, 320 Kilometer südlich von Santiago de Chile

Die Erde dreht sich seit Samstag also etwas schneller um sich selbst. Beunruhigend? Nein. Solche Schwankungen beobachten Geophysiker häufig. Außerdem wird dadurch der Erdentag nur um etwas mehr als eine millionstel Sekunde verkürzt, wie der NASA-Physiker Richard Gross errechnete.

Generell beobachten Geologen, dass sich die Rotation der Erde um ihre eigene Achse stetig verlangsamt: Die Gezeiten bremsen sie nämlich aus. Grund hierfür sind die ständigen Verschiebungen der Wassermassen durch die Anziehungskraft des Mondes. Aus diesem Grund wird in manchen Jahren an Silvester eine Schaltsekunde zwischengeschoben – um die Atomuhren an die astronomische Zeit anzugleichen.


Durch das Beben von Samstag hat die Erde dagegen wieder ein wenig Geschwindigkeit aufgeholt. So wenig allerdings, dass es wohl keine Auswirkungen auf künftige Schaltsekunden hat. "Das ist zusammengerechnet ungefähr eine halbe Millisekunde im Jahr", rechnet Dr. Stefan Weyers, Physiker in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig, vor. Kein Grund also, eine ganze Schaltsekunde auszulassen.



Seite 1 von 2
Mehr zu den Themen: Chile, Erdbeben, Naturkatastrophe

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Kommentare zu "Erdbeben in Chile beschleunigt Erdrotation"

Blitz | 18.04.2010 17:32

Wunderbar! Und wie werden Die Geschehen der Jahreszeiten erklaert?Die Erde kreist nicht allein die Sonne!Wo sind die auswirkungen von den grossen Planeten,Jupiter und Saturne?Welche Rolle spielt denn der Mond im Bereich der Jahreszeiten?Die Sonne wird ab und zu heisser und die Staerke ihrer Winde werden hoeher.Also ist die Erde gezwungen,ihre Gegenwirkung zu manifistieren. Beitrag melden!

Hans | 26.03.2010 20:38

Zum Kommentar von Gerhard ist nichts hinzuzufügen. In Gottes Schöpfung ist überall Kreativität, Künstlerisches Gestalten und absolut keine Langeweile und Eintönigkeit zu erkennen. Der Mensch daf dies erkennen und darüber staunen(wenn er Erkennen will)! Beitrag melden!

Gerhard | 05.03.2010 11:23

Abweichung von 1/millionstel Sekunde pro Tag? wenn man das erwähnt, dann muss die grundsätzliche Präzision der Erdumdrehung noch "genauer" sein. ich muss schon sagen, das ist absolut beeindruckend. Wie kommt diese Präzision zustande, welcher "Mechanismus sorgt dafür?
Ich halte übrigens auch nichts von "selbsternannten Propheten" wie Budde, allerdings achte ich als überzeugter Christ die Bibel als Wahrheit und sehe die "Wunder" der Schöpfung als deutlichen Hinweis auf die Existenz Gottes. Beitrag melden!

ZigZag | 05.03.2010 07:34

*lol* Da sieht man's - dieser Murks verursacht Knoten im Hirn.
Sollte natürlich Dudde heißen und nicht Budde *lach* Da kann man mal sehen was das Lesen solcher Texte bewirkt..... Beitrag melden!

ZigZag | 05.03.2010 07:32

Für die, die die Bibel für bare Münze nehmen, mögen solche Szenarien wie auf dieser Budde-Seite ja zustimmen.
Glück für die, die die Bibel für ein kurzweilies Märchenbuch halten - denn die bleiben verschont ;)
"Es werden tausende zu bekehren sein..."?? Wenn ich solchen Müll schon lese, rollen sich mir die Fußnägel auf!
Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein! Ist es wieder so weit?
Geht es vielleicht auch etwas sachlicher und mit wirklichen Fakten und nicht diesen ausgedachten Fiktionen?! Beitrag melden!

Ingo | 04.03.2010 22:00

Dazu ein kleiner Hinweis, was in bezug auf Erdbeben und Kosmische Veränderungen in der allernächsten Zeit auf die Menschheit zukommen wird, keine Prognosen sondern Fakten...

erdbeben
http://www.bertha-dudde.info/suche/index.php?suchausdruck=erdbeben&Submit=Suche+starten&neue_suche=1&exact=1&von_Month=01&von_Year=1937&bis_Month=12&bis_Year=1965

kosmische veränderungen
http://www.bertha-dudde.info/suche/index.php?suchausdruck=kosmische&Submit=Suche+starten&neue_suche=1&exact=1&von_Month=01&von_Year=1937&bis_Month=12&bis_Year=1965 Beitrag melden!

Hägar | 04.03.2010 10:49

Schade dass sich Überschrift und Text wiedersprechen: "Erdbeben in Chile verlangsamt Erdrotation" vs. "Die Erde dreht sich seit Samstag also etwas schneller um sich selbst." Beitrag melden!


Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!