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Welche Rolle spielt das Internet?

Gott erschafft Adam - gesehen von Michelangelo (Foto von: The Gallery Collection/Corbis)
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Gott erschafft Adam - gesehen von Michelangelo

Welche Rolle spielt das Internet bei der Verbreitung kreationistischer Ideen?
Schüler schauen, wenn sie sich zu einem Thema informieren wollen, heute zunächst im Internet nach. Wenn sie nun Schlüsselbegriffe, wie zum Beispiel "Makroevolution", "rudimentäre Organe" oder "Phylogenese" bei Google eingeben, dann landen sie zunächst bei den Kreationisten. Da die Zahl der Links bei den Evolutionsgegnern deutlich höher ist als bei uns, führen schätzungsweise zwei Drittel aller Google-Suchanfragen zum Thema Evolution auf kreationistische Seiten. Zum Beispiel auf www.genesisnet.info, eine neue Kreationismus-Seite von "Wort und Wissen", die eine umfassende Hauptseite pflegt. Wäre unsere ehrenamtlich betriebene Seite www.evolutionsbiologen.de nicht im Netz, würden wohl über 90 Prozent der Suchanfragen bei den Kreationisten landen.

Müsste die Aufklärungsarbeit, die Sie betreiben, nicht von unseren Schulen und Universitäten geleistet werden?
Wenn Sie an einer deutschen Universität Biologie studieren, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Sie zum Thema Evolution sehr wenig oder gar nichts Aktuelles gelehrt bekommen. Ich könnte Ihnen bedeutende Universitäten nennen, an denen Sie Biologie-Lehrer werden können, ohne je einen einzigen Kurs zum Thema Evolution besucht zu haben. Es gibt auch nur sehr wenige Kollegen, die das Fach im Rahmen einer staatlich besoldeten Professur vertreten. Hinzu kommt ein erstaunliches Wissensdefizit in der Bevölkerung. Die Leute glauben, dass Charles Darwin 1859 alles Wesentliche zum Thema Evolution zusammengetragen habe, was heute relevant ist. Das ist nicht der Fall. In unserer Wissenschaft hat sich sehr viel getan. Das wird auch von Autoren wie dem amerikanischen ID-Vertreter Michael Behe ignoriert, der Evolutionsbiologie mit Darwinismus gleichsetzt, um ihn dann neuerdings für alles moralisch Negative in der Welt verantwortlich zu machen: Aggressivität, Kriege, Sklaverei.

Über die Evolution von Darwins Theorie bis zum heutigen Tag gibt Ihr Lehrbuch Evolutionsbiologie Auskunft. Außerdem sezieren Sie auf 25 Seiten die wichtigsten Argumente der Kreationisten. Kann das nicht auch nach hinten losgehen?
Selbstverständlich. Es gibt im Grunde zwei Sichtweisen. Erstens: "Als Naturwissenschaftler bin ich mir zu fein, mich mit Homöopathen, Astrologen, Wünschelrutengängern und Kreationisten auseinander zu setzen." Wenn man das so sieht, überlässt man den Pseudowissenschaftlern das Feld. Oder man stellt sich der Herausforderung und steigt in diesen intellektuellen Krieg ein. Das habe ich 2001 mit der Erstauflage meines Lehrbuchs getan. Natürlich hat das den Nachteil, dass dadurch die Medien aufmerksam werden. Die Gegenseite wird gewissermaßen beworben. Damit muss man leben. Aber rückblickend muss ich sagen: Hätten wir im Oktober 2002 in Potsdam nicht die Arbeitsgemeinschaft Evolutionsbiologie gegründet, gäbe es heute, zum Beispiel im Internet, keine nennenswerte Gegenbewegung - das Thema Evolution wäre noch immer weitgehend von "Wort und Wissen" und anderen christlich-fundamentalistischen Organisationen besetzt.

Dennoch lehnen Sie es ab, an öffentlichen Diskussionen mit Kreationisten teilzunehmen ...
Die führenden Köpfe unter den Evolutionsgegnern sind exzellent geschulte Missionare. Sie sind didaktisch-rhetorisch vermutlich jedem Fachwissenschaftler überlegen. Außerdem werden, wenn irgendwo eine solche Diskussion ansteht, erst mal die Zeugen Jehovas und die Evangelikalen rekrutiert. Da stehen Sie dann vor 500 Leuten, von denen wahrscheinlich 450 überzeugte Kreationisten sind. Das ist völlig sinnlos. Vor zehn Jahren habe ich zum ersten Mal in einem öffentlichen Vortrag an der Uni Kassel die Argumente der Kreationisten auseinander genommen. Es gab einen Eklat, ich kam kaum aus dem Hörsaal; erreicht hatte ich nichts. Daraufhin habe ich meine Argumente in Buchform verbreitet.



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Kommentare zu ""Der Kreationismus ist ein florierendes Business""

Oliver Funke | 21.12.2012 19:55

Das in den Sprachwissenschaften nach wissenschaftlichen Kriterien gearbeitet wird, ist offensichtlich. Unsere verschiedenen Sprachen beruhen sogar auf einem evolutionären Prozess. Der Biologie Unterricht in der Schule ist auf dem Gebiet der Evolutionslehre sowieso mangelhaft und daher sind viele Menschen nicht aufgeklärt genug!
Natürlich muss man ethische Grenzen wahren, jedoch sind diese Grenzen stellenweise zu eng gefasst (Stammzellenforschung!). Trotz aller Gegensätzlichkeiten wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest! Beitrag melden!

Chimera | 07.12.2012 11:09

Eins will ich nochmal betonen: Ich bin Übersetzerin und auch wir arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien (siehe Sprachwissenschaft). Dasselbe Verfahren, dass in der Biologie zu überzeugenden Ergebnissen führt, führt auch in unserer Arbeit zu überzeugenden (Übersetzungs-)Ergebnissen. Sowohl die Methode als auch das Übersetzungsergebnis habe ich ja hinreichend erläutert. Beitrag melden!

Chimera | 06.12.2012 21:57

Mein naturwissenschaftliches Wissen als bloßes "Schulwissen" darzustellen ist bloß eine freche Anmaßung. Mal abgesehen davon, dass JEDER Mensch NW verstehen und anwenden kann (es gibt sogar extra Bücher dafür), wurde mir der Großteil meines Wissens nicht in der Schule auf dem Silbertablett serviert (bei Evolution immerhin die Grundlagen und -begriffe), sondern ich habe es mir aktiv angeeignet. Ich bezweifle von Beitrag zu Beitrag mehr, es hier wirklich mit einem Wissenschaftler zu tun zu haben. Ein Prof. Kutschera würde sicher anders mit mir diskutieren. Etwaige ethische Konflikte und Grenzen im Rahmen seiner Forschung sind jedem guten Wissenschaftler bewusst, Stichwort Menschenwürde. Global gesehen sollte lieber mehr in die Verbreitung guter Verhütungsmittel und Aufklärung investiert werden statt in NOCH mehr Nahrung für immer mehr Menschen. Aber wie bereits im Nachbarfaden erwähnt: E. O. D. Beitrag melden!

Oliver Funke | 24.11.2012 22:36

Chimera: Anhand Ihrer Beiträge und Einstellungen bzgl. der Naturwissenschaften wird ersichtlich, dass Ihre Kenntnis auf dem Gebiet der Biologie auf Schulwissen basiert. Das reicht für ein richtiges Verständnis auf dem Gebiet der Naturwissenschaften nicht aus!
Ernsthafte Forschung ist sicherlich nicht "fragwürdig" ! Religiöse Schriften bzw. Einstellungen sind falsch und entsprechen nicht den Tatsachen! Einer faktischen Prüfung kann keine Religion standhalten. Denken Sie mal an Ihre letzte Erkrankung. Wodurch sind Sie wieder gesund geworden? Durch Religion oder Medikamente? Die Gattung Penicillium (Regnum: Fungi) spielt eine Hauptrolle bei der Antibiotika-Gewinning. Auf diesem Gebiet arbeiten nicht nur Ärzte, sondern auch Mikrobiologen! Ohne Molekularbiologie wäre z. B. die Ernährung der Weltbevölkerung nicht mal annähernd möglich! Pränatale Diagnostik basiert auch auf Molekularbiologie. Die Naturwissenschaften erklären daher nicht nur die Enstehung des Lebens auf unserem Planeten! Beitrag melden!

Chimera | 16.11.2012 22:27

Das ist wieder ein anderes Thema. Auch ich als profan eingestellter Mensch stehe Dingen wie Stammzellforschung mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die stetige Verschiebung ethischer Grenzen zugunsten eines höchst fragwürdigen "Fortschritts" ist ziemlich beunruhigend.Der Rest deines Beitrags besteht leider wieder nur aus Wiederholungen von Wiederholungen, was mich veranlasst, meinen Standpunkt wiederholend zusammenzufassen: nämlich dass die Bibel sowie ihr kulturelles/historisches Umfeld in Zukunft in einem anderen, vernunftbasierten Licht abseits von religiösem Auslegungsballast betrachtet werden müssen und auch werden. Beitrag melden!

Oliver Funke | 07.10.2012 00:22

Naturwissenschaften und Religion sind strikt zu trennen. Religionslehre bzw. religiöse Texte sind zur Erklärung der Entstehung des Lebens und der Biodiversität ebenso unzureichend wie die Fehldeutungen und Aussagen von Kaffeesatzlesern, Wünschelrutengängern und Astrologen. Kein ernsthafter Wissenschaftler zweifelt die Evolutionslehre an! Die Naturwissenschaften sind von hoher Bedeutung für die Menscheit, wir haben den Naturwissenschaften sehr viel zu verdanken (z. B. unser Wissensstand auf dem Gebiet der Medizin) ! Solche Fortschritte sind das Ergebnis von ernsthafter Forschung! Religion ist hier sehr kontraproduktiv, da sie sich z. B. auf dem Gebiet der Stammzellenforschung einmischt und somit fortschrittsfeindlich handelt. Glauben und Religion haben, obwohl irrational, zerstörerisch und fortschritsfeindlich einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft. Die Naturwissenschaften sollten mit mehr Respekt behandelt werden, da sie für uns von grösserem Nutzen sind als Glaube und Religion! Beitrag melden!

Chimera | 23.09.2012 18:52

Ich glaube, wir kommen uns langsam näher. Tatsächlich wurden durch zahlreiche Übersetzungen und Überlieferungen eine Reihe Irrtümer und Fehlübersetzungen in die Bibel hineingelesen. Aber wir müssen wieder lernen, reine biblische Aussagen von religiösen Traditionen und nachträglichen Ausschmückungen zu trennen. Und es gibt einen Weg, den Text Stück für Stück aus dem Trümmerschutt jahrhundertelanger Auslegungsgeschichte zu bergen und wieder zu einem schlüssigen Ganzen zusammenzusetzen: Die konkordante Übersetzungsmethode. Auf ihr basiert mein vorgeschlagenes Bibelverständnis. Die Methode selbst wiederum basiert auf der wissenschaftlichen Methodik. Abschließend können wir festhalten, dass letzlich so ziemlich jede Antwort in der naturwissenschaftlichen Methodik zu suchen ist. Darwin ist ein weiteres Beispiel dass die Bibel nicht als einziger Text unter Fehlübersetzungen leidet. Der besagte Kontakt mit Naphtali wird im Buch "Toldot Adam" erwähnt. Das wissen aber nur sehr wenige. Beitrag melden!

Oliver Funke | 18.09.2012 20:28

Die Aussage bzgl. einer Korrespondenz zwischen Darwin ud Naphtali sollten Sie präzisieren (Quellenangabe!). Der Religionsunterricht, wie er jetzt gelehrt wird, ist natürlich klar zu kritisieren und sollte den Schülern nicht als Tatsache vermittelt werden. Die Bibel ist ein Dokument, welches vielfach ergänzt bzw. übersetzt wurde. Bei solchen Vorgängen entstehen Irrtümer und Fehlinterpretationen. Selbst die Übersetzung von "Survival of the fittest" ist nicht korrekt, da es mit "Das Überleben des Stärkeren" übersetzt wurde, es muss jedoch richtig "Das Überleben des am besten Angepassten" heissen. Den Schülern muss man die Bibel ja nicht vorenthalten, aber es sollte dann auch klar gesagt werden, dass es sich nur um ein Deutungsversuch handelt und nicht der Wahrheit entspricht. Es muss von Anfang an deutlich gemacht werden das die Erklärung für das Leben in den Naturwissenschaften zu suchen ist! Beitrag melden!

Chimera | 14.09.2012 16:49

"Die Evolutionslehre war im Altertum alles andere als anerkannt! Die Kirche hat das Sagen gehabt und Naturwissenschaften blockiert, wo es nur ging!" Halbwissen wie dieses begegnet mir in dieser Diskussion immer wieder. Wie gesagt, im Alten Ägypten, Griechenland und eben in der biblisch-hebräischen Kultur gab es nachweislich Evolutionsvorstellungen und eine blühende Wissenschaft! Wer das leugnet, glaubt wohl immer noch, Kolumbus habe Amerika sowie die Kugelgestalt der Erde entdeckt. Und die Bibel wurde bereits seit den Anfängen der Auslegungsgeschichte so verstanden. Noch eine kleine Insiderinfo am Rande: Auch Darwin wusste, dass "die Theorie im Alten Testament enthalten ist", wie er dem Polen Naphtali mitteilte. Die Kirche hingegen hat mit der Bibel nichts zu tun. Ich empfehle u. A. die "Bibelkorrektur"-Reihe von Paul Hengge. "Es hat ja niemand etwas gegen den Religionsunterricht in der Schule" Doch, ich schon. Beitrag melden!

Oliver Funke | 13.09.2012 21:19

Die Evolutionslehre ist erst in der Oberstufe Bestandteil des Lehrplans. Ich habe selber mehrere Lehrer in der Familie. In der Grundschule wird den Kindern die Biodiversität als Ergebnis der Schöpfung erklärt und das entspricht nicht der Wahrheit! Es hat ja niemand etwas gegen den Religionsunterricht in der Schule, aber wir sollten unsere Kinder nicht belügen! Soll im Physikunterricht etwa gelehrt werden das die Erde eine Scheibe sei und sich die Sonne um die Erde dreht? Die Evolutionslehre war im Altertum alles andere als anerkannt! Die Kirche hat das Sagen gehabt und Naturwissenschaften blockiert, wo es nur ging! Es gab Wissenschaftler, welche Vermutungen hatten, aber aus Angst nichts gesagt haben. Meinen Sie sonst hätte es so einen Aufschrei gegeben als ON THE ORIGIN OF SPECIES veröffentlicht wurde? Da Ihnen laut Ihrer Aussage kein Kind ohne Zweifel an der Evolutionslehre begegnet ist,ich habe so oft die Erfahrung gemacht das Kinder noch nicht mal wussten was Evolution ist! Beitrag melden!

Chimera | 10.09.2012 14:05

Die Aussage, dass Kinder zu wenig Evolutionslehre in der Schule hätten und nur mit Religion "vollgepumpt" werden, ist zudem falsch. Die Evolutionsmechanismen sowie zumindest den groben Ablauf der Evolutionsgeschichte kennt doch heutzutage jedes Kind. Und schon als ich klein war, war mir nie ein Kind begegnet, das die ET angezweifelt hätte. Das Problem ist, dass die Kinder u. A. durch Inhalt und Struktur des Fachs Religion nach wie vor ein verzerrtes, falsches Bild von der Bibel vermittelt bekommen. Da ist m. E. eine gründliche Umstrukturierung nötig. Wenn man die Bibel in der Schule durchnimmt, dann sollten bitteschön wenigstens ihre Inhalte korrekt wiedergegeben werden, und zwar in der Art und Weise, wie ich es vorgeschlagen habe. Beitrag melden!

Chimera | 10.09.2012 11:35

Ist deine hartnäckige Unverständigkeit eigentlich Absicht oder bist du einfach so? "Evolutionsbiologen als "Fachidioten" darzustellen" hab ich nie getan. "das z. b. ein Religionslehrer keine Ahnung von den Naturwissenschaften hat" Die meisten Religionslehrer lehren im Sinne des Kreationismus und haben somit weder Ahnung von der Bibel noch von den Naturwissenschaften. "dass Sie sich nur oberflächlich mit der Evolutionsbiologie beschäftigt haben" Wieder derselbe haltlose Vorwurf. Um die Nutzung der "Bibel als "Lebenshilfe"" geht es gar nicht. "Die Naturwissenschaften wiederlegen den Bibeltext sogar" Alles was sie widerlegen, ist der Kreationismus, aber das ist kein Kunststück. Dass sich im originalen Bibeltext der Grundgedanke der gemeinsamen Abstammung und noch viel mehr modernes Gedankengut niederschlägt, ist nicht zu leugnen. Wir sollten uns einfach daran gewöhnen, dass (nicht nur) das Evolutionskonzept bereits im Altertum eine Selbstverständlichkeit war. Dafür setze ich mich ein. Beitrag melden!

Oliver Funke | 10.09.2012 08:05

Ihre Aussage, ich würde auf dem Gebiet der Bibel gegen meinen eigenen Grundsatz verstossen, sollten Sie näher erläutern! Evolutionsbiologen als "Fachidioten" darzustellen ist eine sehr schwache Aussage! Die Naturwissenschaften wiederlegen den Bibeltext sogar bzw. stellen ihn richtig. Anhand Ihrer Stellungnahme wird ersichtlich, dass Sie sich nur oberflächlich mit der Evolutionsbiologie beschäftigt haben. Ich würde nie behaupten, das z. b. ein Religionslehrer keine Ahnung von den Naturwissenschaften hat! Keiner hat etwas dagegen die Bibel als "Lebenshilfe" zu nutzen, aber auf dem Gebiet der Naturwissenschaften sind die Bibeltexte unzulässig und in gänze ungeeignet! Die Evolutionslehre sollte schon in der Grundschule gelehrt werden, da Schüler bis zur Mittelstufe mit Religion "vollgepumpt" werden und von der Evolution fast nichts vermittelt bekommen! Und die Evolutionsbiologen dürfen dann Nachhilfelehrer sein,da die Bibel den Kindern als Wahrheit verkauft wurde! Beitrag melden!

Chimera | 09.09.2012 22:48

Alles, was Evolutionsbiologen in Zusammenhang mit der Bibel kennen, ist der Kreationismus, der - wie ich bereits mehrmals sagte - klar von der Bibel zu trennen ist. Sie kennen aber nicht den hebräischen Originaltext. Aber das ist kein Wunder, es ist nicht ihr Fachgebiet. Die tollsten Biologiekenntnisse verraten nichts über den Inhalt des Bibeltextes, da kommen wir Übersetzer ins Spiel.

"Evolution ist nicht falsifizierbar"

Wie gesagt: Theoretisch falsizierbar, praktisch nicht falsizierbar.

Zum Rest schweige ich einfach mal, weil ich es nicht ausstehen kann, mich zu wiederholen.

"Die Evolutionslehre ist ein sehr umfangreiches,übergreifendes und komplexes Lehr- und Forschungsgebiet, welches schon lange über Darwin, Wallace, Survival of the Fittest usw. hinausgeht"

Musst du mir nicht sagen.
"da man etwas nur kritisieren sollte wenn man Ahnung auf dem Gebiet hat"
Tja, nur verstößt du bei der Bibel selbst gegen diesen Grundsatz. Aber nicht mal das merkst du.

Musst du mir nicht erzählen Beitrag melden!

Oliver Funke | 06.09.2012 22:56

Wenn Sie meinen Text richtig gelesen hätten, wäre Ihnen nicht entgangen, dass ich an einer Universität bin. Daher finde ich es sehr "belustigend" mir den Unterschied zwischen Theorie und Tatsache erklären zu wollen! Zudem ist Ihre Def. bzgl. Tatsache und Theorie nicht korrekt! Zum Thema Evolutionslehre hatte ich Ihnen lediglich die Grundbegriffe (und diese auch nur in Auszügen) genannt. Das hatte ich übrigens auch geschrieben! Evolution ist nicht falsifizierbar, darüber sollten Sie sich informieren! Die Evolutionslehre ist ein sehr umfangreiches,übergreifendes und komplexes Lehr- und Forschungsgebiet, welches schon lange über Darwin, Wallace, Survival of the Fittest usw. hinausgeht. Was die von Ihnen erwähnten Bibeltexte angeht, auch wenn Sie es nicht glauben, auch Evolutionsbiologen beschäftigen sich mit der Gegenseite, da man etwas nur kritisieren sollte wenn man Ahnung auf dem Gebiet hat. Beitrag melden!

Chimera | 28.08.2012 15:56

Wenn du ein aufmerksamer Leser wärst, wäre dir meine Aussage, dass Kreationismus nicht mal biblisch, geschweige denn naturwissenschaftlich haltbar ist, nicht entgangen. Nochmal für dich: Was in der Wissenschaft den Status Theorie erreicht hat, ist eine Tatsache, da gut untermauert. Und jede Theorie ist ggf. falsizierbar, theoretisch auch die Evolutionstheorie, auch wenn das sicherlich nie eintreten wird. Und auch noch mein Wissen bzgl Naturwissenschaft und Evolutionstheorie anzweifeln. Du kriegst die Tür nicht zu. Deine Begriffe hatte ich schon in der Schule, ebenso: Meiose, Mitose, Rekombination und noch einiges mehr. Und seit ich (nicht nur hier) in dieser ganzen Schöpfung-Evolution-Debatte mitmische, habe ich noch mehr dazugelernt. Aber jetzt zu dir: Ohne den Originaltext der Bibel (auf den ich schon mehrmals hingewiesen habe) zu kennen, urteilst du darüber, was in der Bibel steht und klammerst dich dabei einzig und allein an überkommene Auslegungstraditionen. DAS ist eine Anmaßung! Beitrag melden!

Oliver Funke | 28.08.2012 14:13

Chimera: Anscheinend ist Ihnen der Unterschied zwischen einer Theorie und einer Tatsache nicht bekannt! Falls Sie sich auf dem Gebiet der Naturwissenschaften auskennen würden, wüssten Sie das sich Keationismus und Wissenschaft gegenseitig ausschliessen und was eine Theorie und eine Tatsache ist. Daher ist Ihre Aussage unhaltbar.
Sind Ihnen Begriffe wie Procyte, Euzyte, Endosymbiogenese, HOX-Gene, Atavismen, Aviation usw ein Begriff (um nur die Grundbegriffe zu nennen) ? Ansonsten ist Ihre Aussage auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie Ahnung zu haben eine echte Anmassung! Laut Ihrer Aussage mache ich den selben Fehler wie die Kreationisten. Eine solche Aussage sollten Sie präzisieren!
Im Bezug auf Ihre "guten Manieren" , also ich bin von der Universität einen anderen Umgangston gewöhnt! Beitrag melden!

Chimera | 26.08.2012 23:06

1. Siezen ist im Internet unangebracht und tatsächlich lächerlich UND affig.

2. Jetzt machst du schon denselben Fehler wie die Kreationisten. Eine Theorie ist das festeste was es in der Wissenschaft gibt. Hast du Mühe mit deinem eigenen Gebiet?

3. Ich wüsste nicht, warum ich meine guten Manieren an solch oberflächliche Ignoranz und Sturheit verschwenden sollte.

4. Ich kenne mich mit dem Thema Evolution bestens aus, sogar so gut um zu erkennen, dass die Gültigkeit der Evolutionstheorie von dieser Schöpfung-Evolution-Diskussion gar nicht berührt wird. Deine Buchempfehlungen sind also überflüssig. Beitrag melden!

Oliver Funke | 25.08.2012 00:25

Chimera: 1. Ich habe Ihnen NIE das Du angeboten! 2. Ausdrücke wie "mach Dich nicht lächerlich" bzw. affig" haben hier nichts zu suchen! So etwas ist doch eher bei der BILD zu finden! 3. Die Gravitation ist eine Tatsache und keine Theorie, sie ist sogar messbar! 4. Auch die Evolution ist nicht falsifizierbar, beweisbar(ich werde diese Beweise jetzt nicht auch noch aufzählen, dazu benutzen Sie bitte die Lehrbücher), in sich schlüssig und somit eine Tatsache!
Als Lehrbücher empfehle ich: "Tatsache Evolution" oder auch "Evolutionsbiologie" von Prof. Kutschera. "Das ist Evolution" von Prof. Mayr oder "Evolutionsbiologie" von Prof. Storch; Prof. Welsch und Prof. Wink. als Beispiele da es noch mehr gute Evolutionslehrbücher gibt. Für die Def. eines Stammbaumes das Lehrbuch "Phylogenetische Systematik" von Wiesemüller. Das die Evolutionslehre erst bei Darwin anfing habe ich übrigens nie behauptet! Beitrag melden!

Chimera | 14.08.2012 19:45

@ so bitte nicht liebe Geo-Leute: "Und woher weiß der zuständige Redakteur nun welche Seite die pseudowissenschaftliche ist?" Ernstgemeinte Frage? Jedes Kind weiß doch, dass die Evolutionstheorie korrekt ist. Der Kreationismus ist hingegen schon im Ansatz falsch, er ist eine übersetzungstechnische Schlamperei. Sorry, das muss man ganz klar so sagen. Außerdem ist die Evolutionstheorie eine wissenschaftliche Theorie wie jede andere. Über die Gravitationstheorie regt sich doch auch keiner so auf. Beitrag melden!

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