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GEO Magazin Nr. 05/12 Seite 1 von 1


Bitte Ruhe für den Wald

Am 25. April ist der Internationale Tag gegen Lärm. Dass Krach sich nicht nur auf Menschen und Tiere negativ auswirkt, sondern auch auf die Vegetation, das fanden jetzt US-amerikanische Forscher heraus


Forscher aus North Carolina haben herausgefunden, dass sich Pflanzen bei lauten Geräuschen deutlich schlechter entwickeln (Foto von: Image Plan/Corbis)
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Forscher aus North Carolina haben herausgefunden, dass sich Pflanzen bei lauten Geräuschen deutlich schlechter entwickeln

Wir wissen nicht, ob Pflanzen bei gutem Zureden besser wachsen. Bei lauten Geräuschen allerdings verbreiten sie sich definitiv schlechter. Das fand ein Team um Clinton Francis vom National Evolutionary Synthesis Center in North Carolina heraus.

Der von den Forschern entdeckte Effekt ergibt sich indirekt: Industrielärm vertreibt die meisten Tiere, die für die Bestäubung und die Samenverbreitung von Pflanzen nötig sind. Darunter leiden vor allem die langsam wachsenden Bäume.

Auf einem bewaldeten, industriell genutzten Areal in New Mexico untersuchten die Wissenschaftler die Tierwelt und die Samenverbreitung von Pinus edulis, einer Kiefernart. Offenbar vertreibt der Lärm unter anderem den Westlichen Buschhäher (Aphelocoma californica), der außergewöhnlich viele Kiefernsamen verbreitet. Dagegen nimmt die Mäusepopulation zu - mangels Fressfeinden - und frisst die Samen, die im Tiermagen zugrunde gehen. Auch viele Bestäuber ziehen sich zurück - mit Ausnahme sehr kleiner Vögel wie etwa des Kolibris Archilochus alexandri, der in Industriegebieten wenige Feinde hat. Unter dem Rückgang des Kiefernwaldes leiden wiederum Hunderte Spezies, die sich in diesem Lebensraum eingerichtet haben. Ein Teufelskreis.

Weitere Informationen zum Tag gegen Lärm bietet die Homepage www.tag-gegen.laerm.de




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