Hauptspalte:
Welcher Yoga-Stil eignet sich für wen?
Hatha-Yoga
Die im Westen bekannteste Yogarichtung, die auch in Volkshochschulen häufig angeboten wird. In ihrer Tradition haben sich auch die nachfolgend beschriebenen Formen entwickelt. Allen gemeinsam ist die Ausrichtung auf bestimmte Körperhaltungen (Asanas), meist
verbunden mit Atemübungen, Entspannung und Meditation (Info: www.yoga.de,
www.bag-yoga.de).
Anusara-Yoga
Eine populäre, kraftvolle Hatha-Variante, die 1997 von dem US-Amerikaner John Friend entwickelt wurde. Sie stützt sich auf eine lebensbejahende Philosophie, die das Gute in allen Menschen und Dingen sieht. Bei der Ausführung der Asanas steht nicht die Perfektion im Mittelpunkt, sondern die Freude an der Ausübung. Geeignet für Anfänger (Info: www.anusara.com).
Ashtanga-Vinyasa-Yoga
Ein sehr dynamischer Yogastil, vor allem begründet von Sri Krishna Pattabhi Jois im südindischen Mysore. Das Übungssystem besteht aus sechs festgelegten Serien von Asanas, die jeweils durch bestimmte Bewegungselemente verbunden werden. Geeignet für sportlich Ambitionierte mit guter Kondition. In Fitnessstudios werden ähnliche Varianten häufig
als Power-Yoga angeboten (Info: www.ayri.org).
Kundalini-Yoga
Yogi Bhajan machte Kundalini Ende der 1960er Jahre in den USA bekannt. Eine den Körper stark fordernde Variante, welche die im Becken ruhende "Schlangenkraft", die universelle Lebensenergie, wecken soll. Die Teilnehmer müssen oft mehrere Minuten in den Übungen verweilen und dabei kraftvoll atmen. Hinzu kommen Meditation und das Rezitieren von
Mantras. Geeignet für Übende, die bereit sind, sich auf eine spirituelle Gemeinschaft einzulassen (Info: www.3ho.de).
Bikram-Yoga
Nach dem Erfinder, dem indischen Yogalehrer Bikram Choudhury, benannt. Die schweißtreibendste Art des Yoga, in bis zu 40 Grad warmen Räumen; dabei sind Muskeln und Sehnen besonders geschmeidig. Wegen des enormen Flüssigkeitsverlusts braucht der Übende unbedingt einen stabilen Kreislauf (Info: www.bikramyoga.com).
Iyengar-Yoga
Entwickelt von B. K. S. Iyengar, der im Westen zu den bekanntesten Yoga-Lehrern zählt. Er legt großen Wert auf Perfektion, weshalb Iyengar-Lehrer eine langjährige Ausbildung absolvieren müssen. Hilfsmittel wie Kissen, Seile und Gewichte sollen es auch Anfängern
oder Kranken ermöglichen, die Asanas präzise auszuführen (Info: www.iyengaryoga-deutschland.de).
Jivamukti-Yoga
Eine 1986 von den US-Amerikanern Sharon Gannon und David Life begründete Methode. Ihnen geht es weniger um Gesundheit und Entspannung, sondern um die Erleuchtung im Hier und Jetzt. Die Asanas werden wie beim Ashtanga in festgelegter Reihenfolge und fließend dynamisch unterrichtet. Typisch ist, dass der Lehrer die Schüler mit Körpereinsatz korrigiert.
Nichts für Kontaktscheue, aber stark im Trend (Info: www.jivamuktiyoga.com).
Sivananda-Yoga
Eine Form des Yoga nach dem Arzt Swami Sivananda, die heute auf fünf Prinzipien aufbaut: richtige Körperübungen, richtige Atmung und Entspannung, vegetarische Ernährung, positives Denken sowie Meditation. Die Lehre des Vedanta, eines der sechs philosophischen Systeme
des Hinduismus, wird in die Praxis miteinbezogen (Info: www.yoga-vidia.de).
Vini-Yoga
Bei dieser hierzulande beliebten, therapeutisch orientierten Yogaform sind die Übungen individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen ausgerichtet. Die Asanas werden nach Alter und Fitness variiert, sodass auch Menschen mit gesundheitlichen Problemen diese Methode praktizieren können (Info: www.yoga-info.de).
Yoga-Pilates
Dieses moderne und körperschonende Training ist eine Synthese aus Hatha-Yoga-Asanas und Übungen von Joseph Pilates. Sein Fitness-Programm kombiniert Elemente aus asiatischen Techniken und westlicher Gymnastik. Ziel ist es, durch harmonische, fließende Bewegungen die
Durchblutung und Körperwahrnehmung zu verbessern. Dabei werden stets mehrere Muskelgruppen gleichzeitig trainiert und gedehnt. Die Übungen sind geeignet, den gesamten Körper zu kräftigen und so Verletzungen vorzubeugen (Info: www.pilates-bodymotion.de).
Tipps
Worauf Schüler bei der Wahl eines Yogalehrers achten sollten:
1. Die Ausbildung sollte einen Zeitraum von drei Jahren nicht unterschreiten.
2. Der Lehrer ist mit den grundlegenden anatomischen und physiologischen Merkmalen des Körpers vertraut.
3. Hintergrundwissen über die Philosophie des Yoga fließt in den Unterricht ein.
4. Der Lehrer scheut keine Fragen nach seiner fachlichen Qualifikation.
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