GEO Magazin Nr. 06/06 - Leonardo da Vinci Seite 1 von 4

Text von Rolf Bökemeier

Ein Kraut wirkt Wunder

500 Millionen Menschen erkranken in jedem Jahr an Malaria, allein in Afrika erliegen Hunderttausende von Kindern dem Todesfieber. Die herkömmlichen Medikamente wirken kaum noch. Doch jetzt ist Hoffnung: Eine unscheinbare Beifuß-Pflanze aus den Bergen Südchinas verspricht Heilung. Die Entdeckung von Artemisinin ist epochal wie die des Penizillins. Und zugleich ein tragisches Kapitel aus dem Ost-West-Konflikt


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Nur eine halbe Stunde von Bangkok nach Mae Sot - und doch ein Flug in einen anderen Kosmos. Tropischer Bergwald, durch Brandrodung versengt, im Tal verwilderte Bananenstauden, überrannt von wucherndem Bambus, dazwischen der Fluss Moei, die Grenze zu Myanmar, früher Burma. Auf dem thailändischen Ufer steht das Feldlazarett "Shoklo Malaria Research Unit": eine Holzbaracke auf Pfählen, gegliedert in Nischen mit roh gezimmerten Pritschen, ein winziges Labor für Bluttests, zwei Latrinen und einen Ruheraum.


Ein fiebrig verschleierter Blick

Auf Bänken und dem nackten Boden lagern an diesem Morgen 54 Patienten beiderlei Geschlechts und jeden Alters, vom Säugling bis zum Greis. Es sind ausnahmslos Karen, Angehörige einer aufständischen Minderheit, in Myanmar verfolgt. Doch diese Karen erscheinen wie eine Schar lebloser Geister - teilnahmslos, mit fiebrig verschleiertem Blick: Anzeichen von Malaria tropica, einer im burmesischen Niemandsland endemischen Infektionskrankheit. Sie beginnt mit Fieber und Kopfschmerzen, führt zu Leber- und Nierenversagen und endet im Hirnkoma mit meist tödlichem Ausgang.


Heilschlaf: Die Ärzte des Feldlazaretts in Mae Sot haben einem kranken Kind ein Artemisinin-Präparat gegeben. Es wird wieder zu Kräften kommen (Foto von: Marcus Bleasdale )
© Marcus Bleasdale
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Heilschlaf: Die Ärzte des Feldlazaretts in Mae Sot haben einem kranken Kind ein Artemisinin-Präparat gegeben. Es wird wieder zu Kräften kommen

Die Ambulanz ist ein Außenposten des Instituts für Tropenmedizin an der Mahidol-Universität in Bangkok. Es wird fachlich und finanziell unterstützt von der britischen Stiftung "Wellcome Trust" und der University of Oxford, die sich beide für die Bekämpfung der Malaria engagieren. Ihr Programm: bei der Behandlung burmesischer Flüchtlinge ein neues "Wundermittel" zu testen - Artemisinin, einen hochwirksamen Malariakiller auf pflanzlicher Basis. Das Sagen in der Ambulanz hat Win Htay Simon, 33, die Kareni, Burmesisch, Thai und Englisch spricht. "Je nach Alter, Geschlecht und Gewicht sowie dem Zustand des Patienten bemessen wir die Dosis und die Dauer der Einnahme des Mittels", erläutert Simon. "Wir haben mit Artemisinin ausgezeichnete Erfolge erzielt, besonders bei schwangeren Frauen, unserer Risikogruppe."


Der Barfußdoktor Xu Wenxu heilt mit dem Wildkraut Qinghao. Die Bauern seines Heimatdorfes Changxin haben 35 Millionen Setzlinge gepflanzt (Foto von: Marcus Bleasdale )
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Der Barfußdoktor Xu Wenxu heilt mit dem Wildkraut Qinghao. Die Bauern seines Heimatdorfes Changxin haben 35 Millionen Setzlinge gepflanzt

Die Krankheit ist weiter auf dem Vormarsch

"Artemisinin ist hochpotent, schnell wirksam und gut verträglich", hat auch die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" festgestellt. "Bereits nach der ersten Dosis sind 90 Prozent der Erreger vernichtet." Ein solches Medikament wäre eine unschätzbare Errungenschaft bei der Bekämpfung der Menschheitsgeißel Malaria. Denn die Krankheit ist weiter auf dem Vormarsch: in Lateinamerika, in Südostasien, auf dem indischen Subkontinent; in erster Linie aber in Afrika. An dieser verlustreichsten Front mit 90 Prozent der weltweit 500 Millionen Malariainfizierten sterben alljährlich zwei Millionen Menschen an der Krankheit, mit steigender Tendenz. Die meisten Opfer sind werdende Mütter und Kinder unter fünf Jahren. Standardmittel wie das seit einem halben Jahrhundert verabreichte Chloroquin sowie dessen Nachfolger Fansidar sind inzwischen gegen den Malariaerreger Plasmodium falciparum mehr oder minder unwirksam geworden und haben überdies horrende Nebenwirkungen.


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  • › Krankheit der Armen, Krankheit durch Armut

    40 Prozent der Weltbevölkerung leben heute in Gebieten, in denen Malaria vorkommt oder endemisch ist. 90 Prozent aller bekannten Malariafälle betreffen Afrika, besonders die Länder südlich der Sahara

Alle Hoffnung ruht nun auf dem neuen Wundermittel. Aber was ist Artemisinin und woher stammt es? Die Herkunft und Besonderheit des Wirkstoffs mit dem chinesischen Namen Qinghaosu, einer Kräuterarznei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), sind am mittleren Jangtse zu suchen. Eine lange Reise in die Wuling-Berge südlich von Chinas mächtigstem Fluss. Nach der Passage der Achtmillionen-Metropole Chongqing taucht der Jangtse in jene Landschaft ein, die den Strom zu einem Mythos hat werden lassen: schroffe Schluchten, nebelverhangene Gipfel und schwarz gähnende Höhlen an den Flanken des Flussbetts. Hier entsprang Chinas Machtsymbol, der fabelhafte Drache - Wächter des Ostens, Sinnbild der Naturkraft und Spender des Regens. Letzteres ist er immer noch, zehn Monate im Jahr.



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Kommentare zu "Ein Kraut wirkt Wunder"


sanfti2000 | 18.01.2012 23:58

Hi ! Aber nicht so tun als wäre das die einzige ! Es gibt viele davon, beispielsweise Aronia oder Selvia ! MfG Beitrag melden!

henry schwob | 10.11.2007 00:44

Ihrem sehr guten Artikel geht leider am Ende die Puste aus.Es ist zwar richtig dass gegen sogenannte Kombinationspräparate Resistenzen auftreten und dagegen etwas getan gehört.Aber bitte nicht ausgerechnet von Novartis/Konsorten.Der ursprüngliche Tee aus der Pflanze artemisia annua ist hochwirksam und billig und ein nat. Kombipräparat. Ausser artemisin sind noch zahlreiche (etwa 50)weitere Stoffe wirksam und das bereits seit 2000 Jahren in denen deswegen keine Resistenzen entstanden sind. Beweis: Malariawirksam sind in der Pflanze z.B. Casticin, Cirsilineol etc. pp. Es gibt Artemisiapflanzen,die kein Artemisinin enthalten aber eine gewisse Wirksamkeit haben: A. absinthium abr. afra z.B..Jetzt ist die Pharmaindustrie zugange und hoppla -Resistenzen. Warum die indust. Kombipräp. in Wahrheit typisch Mono sind und warum es um üblen Profit geht: www. anamed.net/html/revo-artemisiatee.html. Dort schreiben ehrenamtl. Spezialisten für Menschen,die auch akt. Fehler der WHO aufzeigen. henry Beitrag melden!

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