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Alterns-Forschung: Der Unsterblichkeit auf der Spur
Der Traum von der ewigen Jugend - für Schwämme ist er nahezu Wirklichkeit. Forscher versuchen, ihr Geheimnis für uns nutzbar zu machen
Mit der Lebenserwartung in den Industrienationen geht es dynamisch aufwärts. Besonders die Daten für Frauen ergeben eine pfeilgerade Linie, die schräg nach oben gegen unendlich weist. Insgesamt, so der Direktor des Instituts für demographische Forschung in Rostock, James Vaupel, werde sich der Anstieg der Lebenserwartung von derzeit drei Monaten
pro Jahr künftig sogar beschleunigen.
Es kommt noch erstaunlicher: Ist die riskante Phase der ersten Babymonate überwunden, vermindert sich das Sterberisiko. Im Alter von zehn bis zwölf Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, den nächsten Geburtstag nicht zu erleben, am geringsten. Bis zum 30. Lebensjahr erhöht sich die Sterbewahrscheinlichkeit leicht, um sich dann bis ins hohe Alter etwa alle acht Jahre zu verdoppeln
Hochbetagte altern langsamer
Neuerdings aber beobachten Demographen, dass der Anstieg der Mortalität jenseits des 85. Lebensjahrs langsamer wird. Ein unglaublicher Befund. Er bedeutet: Hochbetagte altern langsamer. Solche Lebenslinien lassen respektierte Theorien von natürlichen Altersgrenzen alt aussehen. Sie widersprechen dem, was wir über uns selbst zu wissen meinen.Neugier kennzeichnet die aktuelle Alternsforschung wie nie zuvor. Sie hat besonders jene Felder stimuliert, auf denen die kleinsten Bestandteile des Lebens die Hauptsache sind: die Zellen, die Gene, die Moleküle. Von dort kommen Einblicke, die ebenso verblüffen wie die der Demographie.
Die Jagd auf das Alters-Gen
Wie kann das gehen? Darauf gibt es so viele Antworten wie Veröffentlichungen über neu entdeckte Gene mit altershemmender Wirkung. Allein die Menge macht deutlich, dass kein einzelnes Merkmal im Alleingang die Lebensdauer eines Organismus bestimmt. Im Genom, davon gehen Biologen aus, herrscht Teamarbeit.Dennoch treffen die Erforscher der kleinsten Einheiten immer wieder auf eine Gemeinsamkeit ihres Labor-Bestiariums: Es sind die so genannten "pathways", Pfade. Auf ihnen übermitteln Langlebigkeits-Gene ihre molekularen Botschaften, schalten andere Gene an und steuern deren Aktivität. Solche Signalwege sind bei den verschiedenen Versuchsorganismen verblüffend ähnlich. Über eine Milliarde Jahre hinweg - so viel Entwicklungszeit trennt den Einzeller Hefe vom Vielzeller Säugetier - haben diese Verbindungen sich fast unverändert erhalten. Vermutlich, weil sie unersetzlich sind.
Vom Modellorganismus zum Menschen
Was liegt näher als die Frage, ob sich das im Labor Gelernte die evolutionäre Stufenleiter hinaufwuchten lässt - vom Modellorganismus zum Menschen. Und was liegt näher als die Hoffnung, dass es gelingen könnte, auch dem menschlichen Leben gesunde Jahre hinzuzufügen statt Jahre der Gebrechlichkeit, der Krankheiten und des Siechtums. Die Funde der Genetik wie die der Demographie haben dem gewohnten Bild vom Altern jedenfalls tiefe Schrammen verpasst. Umso verlockender scheint die Aussicht, eines Tages ähnlich direkt ins menschliche Erbmolekül eingreifen zu können wie schon heute in das des Fadenwurms. Das kann allerdings nur gelingen, wenn im Dschungel unseres Genoms ähnliche Gesetze gelten. Und danach läuft nun die Fahndung.
Im Zentrum des Interesses: Hochbetagte
Das Interesse der Forscher wendet sich vor allem den hoch bejahrten Mitbürgern zu. Sie sind eine Elite. Sie haben überstanden, woran andere gescheitert sind: Seuchen, Krankheiten, Kriege und persönliche Krisen. An den Letzten ihrer Jahrgänge zeigt sich, was 23 bis 35 Prozent Einfluss vermögen - so stark nämlich bestimmen Erbmoleküle die Lebensspanne. Oder so schwach, gemessen an der größeren Einwirkung der Umwelt.
Binnen kurzem sind etwa in den USA, in Japan, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Dänemark und in Deutschland unter den Ältesten der Nation freiwillige Spenderinnen und Spender rekrutiert worden. Ihre Erbmoleküle werden in neu gegründeten Methusalem-Biobanken eingelagert und in Laboren analysiert. Dabei liefert sich jede Forschergruppe mit den anderen ein Rennen um den Ruhm. Jede will die genetischen Merkmale für ein langes, gesundes Leben vor den anderen identifizieren und publizieren.
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Kommentare zu "Alterns-Forschung: Der Unsterblichkeit auf der Spur"
Ich habe auch etwas zu sagen zu diesem Thema, bitte sehen Sie meine Meinung an, siehe folgenden Link folgen. http://home.cablesurf.de/harry.fickert/Unsterblichkeitshypothese.pdf Mit freundlichen Grüßen Harry http://home.cablesurf.de/harry.fickert/Index.html