GEO.de - Pubertät: Tipps für Eltern Seite 1 von 7
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Pubertät: Tipps für Eltern

Die Pubertät ist nicht nur für Jugendliche eine schwere Zeit. Auch die Eltern sind oft ratlos, wie sie mit ihren schwierig gewordenen Sprösslingen umgehen sollen


1. Teenager brauchen Lob!

"Das hast Du gut gemacht!" ist ein Satz, den Eltern ruhig öfter einmal sagen sollten. Zustimmung und Anerkennung beides braucht ein Teenager dringend. Ohne Wertschätzung seiner selbst und seiner Fähigkeiten wird er unglücklich, verbittert und unsicher. Ein Lob hilft über Hürden hinweg, stärkt das Selbstvertrauen und motiviert. Vorausgesetzt, es ist ehrlich gemeint und kommt von kompetenter Seite. Forscher haben herausgefunden: Erfolg führt zu Erfolg. Misserfolg, ständige Kritik und Kontrolle haben einen negativen Einfluss auf das Selbstbewusstsein eines Jugendlichen.

Trotzdem: "Lob für Kinder ist heutzutage nur allzu oft die Fast-Food-Zuwendung der Zeitmangel-Generation", behauptet der Motivationsforscher Reinhard K. Sprenger. Das klingt böse, ist aber gar nicht so falsch. Zwei, drei Generationen zuvor wurden Kinder häufig durch überzogenem verletzende Kritik in angstvoller Abhängigkeit gehalten. Doch heute neigen Eltern dazu, ihren Nachwuchs mit rückhaltloser Zustimmung und mitunter auch übertriebener Wertschätzung bei Laune zu halten.


Denn natürlich muss ein Lob in der richtigen Dosis erfolgen und zum richtigen Anlass gesagt werden. Hat Ihr Kind den Tisch gedeckt? Einen Abi-Durchschnitt von 1,0 hingelegt? Ein Fußballmatch gewonnen? Das sind ganz unterschiedlich wichtige Anlässe und sie müssen auch jeweils anders anerkannt werden. Doch wer immer nur gleichbleibend "Das hast du toll gemacht" sagt, ist fast genau so schlimm wie jemand, der sein Kind mit Desinteresse straft. Hinzu kommt: Ein Lob ist durchaus nicht immer das beste Mittel zur Leistungssteigerung. Denn ein Lob kann Neugier und Interesse sogar lähmen weil dann manchmal Leistung nur noch aus Berechnung, d.h. für die Belohnung, erbracht wird. Die Verhaltensforschung hat herausgefunden, dass Kinder, die ohne Aussicht auf Belohnung eine Aufgabe übernehmen, sie besser verrichten als Kinder, die dafür belohnt werden. Denn die verlieren bald das Interesse und bringen insgesamt geringere Leistungen, weil sie die Tätigkeit nicht an sich für wichtig halten, sondern weil die Belohnung den Sinn ersetzt.



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Kommentare zu "Pubertät: Tipps für Eltern"


rosel matt | 12.08.2007 23:21

Es ist gut, sich mit den heranwachsenden jungen Menschen zu befassen, besser jedenfalls als früher. Aber auch wenn die Eltern durch ihre Lebenserfahrung anscheinend haushoch überlegen sein sollten, sie sind auch traurig und brauchen liebevollen Trost. Auch das sollte in solchen Beiträgen Eingang finden. Beitrag melden!

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