GEO.de - Das älteste Wohlfühlrezept der Welt Seite 1 von 2
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Text von Tobias Haberl

Das älteste Wohlfühlrezept der Welt

Ayurveda trifft den Zeitgeist: Fitnesszentren und Thermen haben die 3000 Jahre alte Lehre vom Leben im Gleichgewicht für sich entdeckt. Wellness-Fans sind begeistert - Kritiker befürchten eine Verwässerung der indischen Heilkunde durch westlichen Kommerz


Die Ayurveda-Massage: Entspannung pur (Foto von: Indisches Fremdenverkehrsamt)
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Die Ayurveda-Massage: Entspannung pur

59 Euro für eine Ölmassage, 74 Euro für einen einstündigen Stirnguss aus warmem Öl: So viel können ayurvedische Behandlungen in deutschen Bädern, Spas und Wellnesstempeln schon mal kosten. Das Wohlergehen steigern solche Preise nicht unbedingt. Trotzdem interessieren sich mehr und mehr Menschen für diese traditionellen indischen Vorsorge- und Therapiemethoden. Sie vertrauen der ganzheitlichen Philosophie von Ayurveda und sehen sie als sinnvolle Ergänzung zur westlichen Schulmedizin.


Bestimmen Sie Ihren Typ!

Ayurveda unterscheidet die Menschen nach den drei Lebensenergien, den so genannten Doshas: Vata, Pitta, Kapha. Sie sind in jedem Menschen vorhanden, aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Es ist möglich, dass ein Dosha überwiegt oder zwei Doshas gleich vertreten sind. Eine erste spielerische Selbsteinschätzung Ihres Typs bietet dieser Test. Bei der Auswertung finden Sie auf Ihren Typ abgestimmte ayurvedische Kochrezepte. Beantworten Sie die Fragen vollständig und gewichten Sie Ihre Antworten mit:

0 = trifft gar nicht zu,
1 = trifft teilweise zu,
2 = trifft voll und ganz zu.

Bitte beachten Sie: Das Ergebnis dieses Tests spiegelt die normalen, gesunden Eigenschaften Ihres Typs wider (prakruti). Störungen (vikruti) dieses Sollzustands werden nicht erfasst. Beurteilen Sie die Fragen also nicht nach Ihrem momentanen Befinden, sondern eher danach, wie Sie sich generell einschätzen. Das Ergebnis soll eine erste Orientierungshilfe sein, das individuelle Dosha zu finden.

Eine ausführlichere Version dieses Tests und Hintergrundinformationen finden Sie im Buch "Ayurveda - Das Geheimnis Ihres Typs" von Dr. med. Ernst Schrott, erschienen im Goldmann Verlag.

1. Wie bewerten Sie ihre innere Natur?

Ruhig, stark
0 1

2

Temperamentvoll
Risikofreudig

0 1

2

Reich an Ideen,
flexibel,schnell

0 1

2


2. Wie beurteilen Sie ihre Gefühlswelt?

Sanftmütig, treu
0 1

2

Emotional
Humorvoll

0 1

2

Heiter/beschwingt
0 1

2


3. Wie reagieren Sie auf Neues?

Eher zurückhaltend
abwartend

0 1

2

Kritisch, engagiert
0 1

2

Angeregt, begeistert
0 1

2


4. Wie behalten Sie neue Informationen?

Langsam, am besten
durch Abschreiben von Texten

0 1

2

Schnell, am besten durch Sehen, Bilder
0 1

2

Sehr schnell, am besten durch Hören
0 1

2


5. Eine Frage zur Lebensart:

Ich mag es bequem, lebe pragmatisch
0 1

2

Ich engagiere mich gerne, ergreife die Initiative
0 1

2

Ich bin musisch, feinsinnig
0 1

2


6. Wie verhalten Sie sich in Gesellschaft anderer?

Eher ruhig und zurückhaltend
0 1

2

Ich stehe gerne im Mittelpunkt,
bin offen und direkt

0 1

2

Nach einer gewissen Scheu
rede ich gerne und viel

0 1

2


7. Wie entscheidungsfreudig sind Sie?

Brauche Zeit
0 1 2
Entscheide mich zielsicher
0 1

2

Kann mich für viele
Richtungen begeistern

0 1

2


8. Wie sparsam sind Sie, wie gehen Sie mit Geld um ?

Sehr sparsam, konservativ und sicher
0 1

2

Ich investiere risikoreich, gönne mir Luxus
0 1

2

Geistige Werte sind mir wichtiger als materielle
0 1

2


9. In welchem Outfit fühlen Sie sich im Alltag am wohlsten?

Einfache eher
schlichte Kleidung

0 1

2

Bunte auffallende Kleidung
0 1

2

Verspielte Kleidung,
zarte Stoffe

0 1

2


10. Was essen Sie am liebsten?

Ich liebe gutes,
reichliches Essen

0 1

2

Ich esse gerne
scharf gewürzt

0 1

2

Ich bevorzuge
kleine Portionen,
bin wählerisch

0 1

2


11. Wie ist ihr Körper gebaut?

Schwer kräftig
und stark

0 1

2

Mittlere Statur,
sportlich

0 1

2

Leicht und zartgliedrig
0 1

2


12. Wie ist die natürliche Beschaffenheit ihrer Haare?

Kräftig, dicht,
tendenziell fettig

0 1

2

Dünn oder rötlich,
hohe Stirn

0 1

2

Feine zarte,eher
trockene Haare

0 1

2


13. Wie ordnen sie ihren Hauttyp ein?

Gutes Fettgewebe, ölig
0 1

2

Sonnenempfindlich,
kräftig durchblutet

0 1

2

Trocken, zart,
blau bei Kälte

0 1

2


14. Wie sind ihre Hände?

Groß, ruhig, kräftig
0 1

2

Warm, von
mittlerer Größe

0 1

2

Zart, klein, geschickt
0 1

2


15. Wie ist im Allgemeinen ihr Schlaf?

Ich schlafe gerne
und viel,
mein Schlaf ist
sehr tief

0 1

2

Ich bleibe lange wach,
dabei kann ich gut arbeiten

0 1

2

Ich hab einen
leichten Schlaf

0 1

2


kapha:  pitta:  vata: 
Sie sind überwiegend Typ: 


Zur Auswertung

 

 

Auswertung
Kapha repräsentiert die biologische Stärke des Körpers und ist verantwortlich für Ausdauer und Kraft. Der Kapha-Typ ist von eher kräftiger Statur, sein Sinnbild ist der Elefant. Er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, ist beständig und hat ein gutes Langzeitgedächtnis. Zu viel Kapha im Organismus kann zu Depressionen, Übergewicht und Bronchitis führen. Ausgleichend können bittere oder scharfe Gewürze und heiße Getränke wirken.
Empfohlene Rezepte unter: www.brigitte.de

Pitta repräsentiert die Energie und und ist verantwortlich für den Stoffwechsel und das Gefühlsleben. Der Pitta-Typ hat einen mittelgroßen Körperbau. Er ist unternehmungslustig, dynamisch und ein guter Redner, neigt aber auch zu Ungeduld und Ärger. Sein Sinnbild ist der Tiger. Zu viel Pitta im Organismus führt oft zu Hautirritationen, Entzündungen und Jähzorn. Ausgleichend wirken süßes Obst, leicht bittere Gemüse und Hülsenfrüchte sowie eine Einschränkung der Genussmittel.
Empfohlene Rezepte unter: www.brigitte.de

Vata repräsentiert Bewegung und Kommunikation. Der Vata-Mensch ist zart und fein in der Körperstruktur. Sein Sinnbild ist die Gazelle. Er liebt die Sonne, ist kreativ und begreift schnell. Der Vata-Typ braucht eine besonders warme, zart abgeschmeckte Nahrung. Zu viel Vata im Organismus führt zu Nervosität und Unruhe. Die Ayurveda-Medizin empfiehlt zur Beruhigung ölige, süße und saure Speisen.
Empfohlene Rezepte unter: www.brigitte.de


Disclaimer:
Die Informationen auf den Internetseiten von GEO.de dienen zur allgemeinen Orientierung der Leser. Sie können den fachkundigen medizinischen Rat Ihres Hausarztes oder eines anderen Mediziners nicht ersetzen. GEO.de ist nicht verantwortlich oder haftbar für Diagnosen, die Leser aufgrund der Informationen auf den Internetseiten von GEO.de selbst stellen. Weiter ist GEO.de nicht verantwortlich für den Inhalt verlinkter externer Internetseiten. GEO.de spricht auch keine Empfehlung für irgendwelche Produkte oder Dienste aus, die auf diesen Seiten angeboten werden. Suchen Sie immer fachkundigen ärztlichen Rat, wenn Sie sich Sorgen um Ihren Gesundheitszustand machen.

Ursprung und Entwicklung

Die traditionelle indische Medizin Ayurveda (ayus = Leben, veda = vollständiges Wissen) ist mehr als 3000 Jahren alt. Sie basiert auf drei medizinischen Lehrbüchern (Samhita). Eines davon, die Caraka-Samhita, beschreibt die ayurvedische Grundidee so: "Alles Leid wurzelt in Unwissenheit, alles Glück in reinem Wissen." Erste Ansätze der Lehre finden sich schon in den Veden, altindischen Schriften über Philosophie, Religion und Naturwissenschaften, um ca. 5000 v. Chr. Ayurveda ist damit die älteste Heilkunde der Menschheit. Sie beeinflusste sowohl die antike griechische als auch die traditionelle chinesische Medizin.


Neun Jahre bis zum "Ayurveda-Arzt"

Im 20. Jahrhundert haben sich sowohl in Indien als auch im Westen verschiedene Schulen und Interpretationen des Ayurveda etabliert. In Deutschland verbreitet ist vor allem der Maharishi-Ayurveda. Die Maharishis nehmen für sich in Anspruch, den authentischen, traditionellen Ayurveda wieder belebt und auf westliche Bedürfnisse ausgerichtet zu haben. Kritiker der Maharishi-Bewegung grenzen diese allerdings klar vom medizinischen Ayurveda Indiens ab. Die Gleichsetzung ayurvedischer Therapien mit spirituellen Aussagen sei so, wie es die Maharishi-Anhänger betreiben, nicht zulässig.


Seinen Ursprüngen nach ist Ayurveda alles andere als esoterische Spielerei. Da die Bezeichnung "Ayurveda" nicht geschützt ist, können heutzutage Missbrauch und falsche Anwendung jedoch nicht verhindert werden. Schwierigkeiten entstehen, weil hier eine traditionelle Medizin auf eine industrialisierte, kommerzorientierte Gesellschaft trifft: Theoretisch kann jede Kosmetikerin Ayurveda-Behandlungen anbieten. In Indien braucht ein Medizinstudent sechs Jahre bis zum Staatsexamen, weitere drei Jahre klinischer Arbeit bis zum "Doctor of Ayurveda". Bis heute erhalten dort jährlich rund 4.000 Ayurveda-Ärzte ihre Zulassung an Universitäten und Ausbildungszentren.


Auch der Kopf kommt bei Ayurveda-Massagen nicht zu kurz (Foto von: Indisches Fremdenverkehrsamt)
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Auch der Kopf kommt bei Ayurveda-Massagen nicht zu kurz

Die drei Doshas

Zentraler Grundgedanke der ayurvedischen Medizin ist die Lehre von den drei Lebensenergien, den Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Im Körper jedes Menschen sind Vata-, Pitta- und Kapha-Eigenschaften in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden. Köperbau, Temperament, Talente und viele andere individuelle Eigenschaften jedes Menschen werden laut Ayurveda vom Mischverhältnis der Doshas im Körper beeinflusst.

Bei einem vollständig gesunden Menschen stehen die Doshas in einem dynamischen Gleichgewicht. Diesen individuellen Soll-Zustand nennt die ayurvedischen Lehre Prakruti. Bei vielen Menschen ist dieses Dosha-Gleichgewicht aber durch Stress, falsche Ernährung oder Umwelteinflüsse gestört. Dieser Ist-Zustand wird im Ayurveda Vikruti genannt.



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