Hauptspalte:
E-Mail versenden schließen [x]
Fotoshow: Rätsel Schnippenburg
1889 wurden im Wald bei Osnabrück die ersten eisernen Zeugen der keltischen Kultur entdeckt. Hundert Jahre später rückten Archäologen dem Siedlungsplatz mit moderner Technik zu Leibe. Eine Ausstellung präsentiert die ungewöhnlich reichen Funde
Wenn wir von Burgen sprechen, denken wir unwillkürlich an hohe Mauern, Zinnen und Gräben. Mittelalter eben. Doch schon bevor die Germanen das heutige Norddeutschland besiedelten, waren das Tiefland und die Ausläufer der Mittelgebirge von weniger wehrhaften "Burgen", befestigten Siedlungsplätzen, übersät. Eine solche Burg ist die Schnippenburg nahe Osnabrück aus dem 2. und 3. Jahrhundert vor Christi Geburt. Es waren Kelten, die hier auf einer Anhöhe ein umhegtes Areal von der Größe zweier Fußballfelder besiedelten.
Seit fünf Jahren untersuchen Archäologen den Platz im Wald Zentimeter für Zentimeter - und fanden unzählige Objekte aus der Blütezeit der keltischen Kultur. Die meisten von ihnen sind aus Eisen gefertigt, Waffen und Werkzeuge etwa, aber es sind auch bronzene und gläserne Schmuckstücke und Keramikgefäße darunter. Wie ein Puzzle versuchen die Forscher nun das Bild eines lebendigen, überregional bedeutsamen Handelsplatzes zusammenzufügen - an dem offenbar auch der religiöse Ritus eine wichtige Rolle spielte. Denn viele der Funde stammen aus Opfergruben.
Jetzt präsentiert das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück die spektakulären Funde in der Wanderausstellung
"Rätsel Schnippenburg - Sagenhafte Funde aus der Keltenzeit"
Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück
Di.-Fr. 11-18 Uhr, Sa.-So. 10-18 Uhr
www.schnippenburg.de
Momentan sind zu dem Artikel "Fotoshow: Rätsel Schnippenburg" keine Kommentare vorhanden.
Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

















Was bedeutet das?