GEO Magazin Nr. 11/00 - Wie der Bauch den Kopf bestimmt Seite 1 von 1

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Wenzels Wunder-Werkstatt

Der Hildesheimer Wenzel Storch, 39, gilt als Deutschlands exzentrischster Filmemacher. In einer 1000 Quadratmeter großen Lagerhalle inszenierte er sein jüngstes Opus: mit 70 Laiendarstellern und Fabelwesen, in einer Kulisse aus Sperrmüll und überbordender Phantasie


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


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Manchmal geschehen Wunder an den merkwürdigsten Orten. Sogar in Hildesheim. Neben Silos, Düngerbergen und Kränen am Mittellandkanal steht die Lagerhalle K31. Außen grau. Innen ein Traum: ein 1000 Quadratmeter großes Panoptikum voller Geheimnisse, das aussieht wie das Spielzimmer einer Bande von Riesenbabys. Oder die Kultstätte eines fremden Gottkönigs mit der Vorliebe für blauen Samt und einen Thron aus Gold. Es ist die Kulisse des neuen Films von Wenzel Storch, des sonderbarsten aller deutschen Bildererfinder.


Wenn es so etwas gibt wie Recycling durch Fantasie, dann hat Storch das Patent darauf. Er nimmt Sperrmüll und Schrott, kreuzt es mit anderem Strandgut des Alltags und erweckt es zu neuem Leben. Das ist Wenzel Storchs Kunst: Er macht aus Mangel Märchen. Das kostet Zeit. Davon hat er eine Menge. Geld hat er keines. So entstehen seine Meisterwerke.


Zwei Jahre lang zimmerte Storchs Crew an den märchenhaften Kulissen aus 
Maschinenteilen, Tand und Plüsch. Im August 1999 begannen die
Drehar- beiten für "Coconut Dream". Im Atelier am Mittelland-Kanal
posieren  Lakaien des bösen Film-Königs Knuffi (Foto von: Sibylle Bergemann/Ostkreuz)
© Sibylle Bergemann/Ostkreuz
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Zwei Jahre lang zimmerte Storchs Crew an den märchenhaften Kulissen aus Maschinenteilen, Tand und Plüsch. Im August 1999 begannen die Drehar- beiten für "Coconut Dream". Im Atelier am Mittelland-Kanal posieren Lakaien des bösen Film-Königs Knuffi

"Coconut Dream" sollte der Film mal heißen; allerdings hat die Handlung nichts mit Träumen zu tun, eine Kokosnuss kommt ebenfalls nicht vor.


Die Idee von (nennen wir den Film trotzdem weiter so) "Coconut Dream" entstand bereits 1993. Ein wildes Zukunftsmärchen über einen Dampfer in Schneckenform, der auf einer winzigen, von einem grausamen König namens Knuffi beherrschten Insel landet. Irgendwie gelang es Storch, das Geld für die Produktion zusammenzukratzen: fast eine halbe Million von den Filmförderungen verschiedener Bundesländer und von Freunden. Normalerweise verschlingt allein die Ausstattung eines vergleichbaren Fantasy-Films schon etliche Millionen.


Storch macht deshalb aus Prinzip alles selbst. Oder besser: Storch und seine einfallsreiche Crew machen alles selbst. Denn nicht nur das Storchsche Hirn kocht über vor Phantasmagorien: "Ich bin froh", sagt der Regisseur, "dass ich von Leuten umgeben bin, die ähnliche visuelle Vorstellungen haben wie ich. Darauf ist dieser Film angewiesen."


Nach zwei Jahren Kulissen-Bauzeit begann Storch im August 1999 zu drehen. Es war die reine Schinderei: Im Winter war es in der unbeheizbaren Halle so kalt, dass Storchs Finger an der Kamera kleben blieben; im Sommer schwammen die Schauspieler im Schweiß, und die Schminke schmolz dahin. "Superbrutal das alles", sagt Storch.


Wie in jedem Märchen geht es auch in "Coconut Dream" um  
den Kampf zwischen Gut und Böse. Im Spiel ist König Knuffi  der
hinterhältige Gauner. Er quält die Menschen und stellt der  
schönen Eva nach, der Geliebten des "guten" Kapitäns Gustav (Foto von: Sibylle Bergemann/Ostkreuz)
© Sibylle Bergemann/Ostkreuz
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Wie in jedem Märchen geht es auch in "Coconut Dream" um den Kampf zwischen Gut und Böse. Im Spiel ist König Knuffi der hinterhältige Gauner. Er quält die Menschen und stellt der schönen Eva nach, der Geliebten des "guten" Kapitäns Gustav

Jetzt ist der Film fertig. Storch hat die Kulissen - 60 Tonnen Altmetall, meterhohe Bauten aus Holz, Plastik, Pappe, Pannesamt und kiloweise Goldfarbe - dem Filmmuseum in Frankfurt angeboten. Das hatte zwar Interesse, aber keinen Platz. So werden wohl die Jungs vom Auto-Club Hoheneggelsen den Zuschlag bekommen: Mit dem blauen Samt aus dem Thronsaal wollen sie ihre Armaturenbretter bespannen. König Knuffis Thron ist abgebaut, das Propellerauto verschrottet, die Spanplatten sind verbaut in verschiedenen Kellerbars in Hildesheim und Umgebung. Aus der Kommando-Zentrale des Schneckendampfers ist ein Karnickelstall geworden.


Im Frühjahr 2001 soll "Coconut Dream" fertig sein, aber so wie der Regisseur das erzählt, mit seiner etwas zögerlich dahinplätschernden Stimme, könnte es auch später werden.


Ein paar Wochen nach dem letzten Drehtag erzählt ein überarbeiteter Storch, dass er Furcht habe, der Film wüchse sich zu einem Lebenswerk aus. Jetzt muss "Coconut Dreams" vertont werden. Der Bilderreigen ist vollkommen stumm gedreht worden, weil es laut war so nahe am Hafen, und weil die Halle in der Einflugschneise des Flughafens liegt.


Die Töne sind so wichtig wie die Bilder, "wenn man's blöd vertont, sieht's blöd aus", sagt Storch.


Manchmal kommt er sich in diesen Wochen vor, als sei er der Gefangene einer gigantischen Maschinerie, die er dummerweise selbst in Gang gesetzt hat. Manchmal schläft er schlecht, neulich hat er im Traum seine Schulden beim Kopierwerk verdreifacht, von 20 000 auf 60 000 Mark. Nach solchen Nächten wacht er morgens auf und schwört: "Noch mal mach ich das nicht!" Natürlich glaubt ihm das keiner.


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