GEOkompakt Nr. 17 - 12/08 - Kindheit Seite 1 von 4

Interview: Wege aus der Bildungskrise

Bernhard Bueb, der bekannteste Kritiker des deutschen Erziehungswesens, über Schulen, „Peergroups“ und den Wert von Erlebnispädagogik


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Dr. Bernhard Bueb, 70, war 30 Jahre lang Leiter des Internats Schule Schloss Salem. In seinen Büchern "Lob der Disziplin" und "Von der Pflicht zu führen" fordert er, dass Eltern und Lehrer bei der Erziehung wieder stärker auf Disziplin und Gehorsam setzen sollten. Seine Kritiker werfen ihm vor, er wolle die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1950er Jahre wiederherstellen. (Foto von: )
Dr. Bernhard Bueb, 70, war 30 Jahre lang Leiter des Internats Schule Schloss Salem. In seinen Büchern "Lob der Disziplin" und "Von der Pflicht zu führen" fordert er, dass Eltern und Lehrer bei der Erziehung wieder stärker auf Disziplin und Gehorsam setzen sollten. Seine Kritiker werfen ihm vor, er wolle die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1950er Jahre wiederherstellen.

GEOkompakt: Herr Bueb, Sie haben mehr als 30 Jahre Erfahrung als Lehrer. In Ihren Büchern ermutigen Sie Eltern dazu, ihre Kinder zur Disziplin zu erziehen. Waren Sie selbst ein aufmüpfiges Kind?

Bernhard Bueb: Nein, ich war ein sehr braves, aber auch sehr schüchternes Kind. Ich versuchte, es allen recht zu machen. Meine frühe Kindheit habe ich in Süd-Rhodesien verbracht, dem heutigen Simbabwe. Dort hatten die Briten meine Familie interniert. So bin ich quasi hinter Stacheldraht aufgewachsen. Aber in der Erinnerung war meine Kindheit wunderbar. Das lag daran, dass es unter den 2000 internierten Deutschen eine große Kindergemeinschaft gab.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, 1947, zog meine Familie nach Stuttgart. Ich war damals neun Jahre alt. In Deutschland fand ich eine Großfamilie vor – mit Onkeln und Tanten, Vettern und Cousinen. Auch dort bin ich also in den Genuss eines Lebens in Gemeinschaft gekommen. Eine Erfahrung, die jedes Kind machen sollte.

Weshalb ist es für Kinder wichtig, innerhalb einer Gruppe aufzuwachsen?

Nur in der Gemeinschaft kann ein Kind die Tugenden des menschlichen Zusammenlebens erlernen, etwa Toleranz. Das kann ein Kind nicht durch Belehrung verinnerlichen. Es muss im Umgang mit Gleichaltrigen, der „Peergroup“, selbst erleben, wie schwer es etwa ist, zu akzeptieren, dass andere Kinder die gleichen Rechte haben. Oder dass ein anderes Kind auch einmal im Spiel gewinnen darf. Diesen Gemeinsinn können junge Menschen nur in einer Gemeinschaft erfahren.

Kinder sind aber doch auch grausam zueinander. Wie kann man sie in einer solchen Gruppe davor bewahren?

Man darf Gemeinschaften von Kindern oder Jugendlichen niemals sich selbst überlassen. Das endet unausweichlich im Chaos. Kinder sollten stets unter der Aufsicht von Erwachsenen stehen. Das ist für mich eine ganz feste Regel. Natürlich werden Kinder auch in einer Gemeinschaft die Schattenseiten des Menschen kennenlernen. Ebenso wie die eigenen unschönen Gefühle, etwa Neid oder Eifersucht.

Und wie sollen sie mit solchen schmerzhaften Gefühlen zurechtkommen?

Auch das bedarf der klugen Leitung von Erwachsenen. Deren Aufgabe ist es, den Kindern zu zeigen, wie man mit solchen natürlichen Regungen fertig wird. Sie sollten einem Kind verständlich machen, wann und warum ein Gefühl wie Neid aufflammt. Nämlich dann, wenn ein Kind nicht an sich glaubt und immer denkt, andere hätten es besser. Es muss daher lernen, sich selbst anzunehmen. Und das kann es am besten in einer von Erwachsenen betreuten Gemeinschaft. Nur wenn es sich selbst annimmt, kann es auch andere Menschen akzeptieren. Schon in der Bibel steht: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.“ Psychologisch ist der Satz sehr klug.


Kinder, so Bueb, brauchten Gleichaltrige, um soziale Verhaltensregeln zu erlernen. Ein Zeltlager etwa fördere Toleranz und Gemeinsinn (Foto von: Christian Irrgang/A. Focus)
© Christian Irrgang/A. Focus
Kinder, so Bueb, brauchten Gleichaltrige, um soziale Verhaltensregeln zu erlernen. Ein Zeltlager etwa fördere Toleranz und Gemeinsinn

In welchem Alter sollten Eltern ihren Nachwuchs mit außerfamiliären Gemeinschaften vertraut machen?

So früh wie möglich. Schon mit einem halben Jahr sollten Eltern ihre Sprösslinge in eine Kindertagesstätte einführen. Denn je früher Kinder anderen Kindern begegnen, mit ihnen spielen, essen und bei ihnen übernachten, desto früher erfahren sie zum Beispiel, dass nicht immer alles im Überfluss vorhanden ist. Dass man bestimmte Dinge teilen muss. Bereits ein Einjähriger ist in der Lage zu begreifen, dass ein anderes Kind das gleiche Recht auf ein Stück Schokolade hat.

Wie haben Sie Ihre Kindheit erlebt?

Ich hatte einen älteren Bruder, der sehr viel begabter war als ich. Er war zweifellos ein strahlendes Kind – ich dagegen war ziemlich mittelmäßig und unsicher. Er starb mit 13 Jahren. Da war ich elf.

Ich habe zwar keine Erinnerung daran, aber viele Menschen haben mir später erzählt, dass ich gelitten hätte unter diesem älteren Bruder, der so in der Sonne stand. Nach dem Tod meines Bruders wurde ich in die Rolle des Ältesten gehoben. Meinen Eltern ging es damals psychisch sehr schlecht. Dadurch wurde mir schon als junger Mensch eine außerordentlich große Verantwortung aufgeladen. In gewisser Weise hat mir das meine Jugendlichkeit genommen.

Und dennoch blieben Sie schüchtern?

Ja, sehr sogar. Ich hatte keinerlei Selbstwertgefühl, und ich mochte mich lange Zeit nicht. Das ist wirklich erstaunlich, da die ganze Geschichte meiner Kindheit dem widersprach. Aber ich hatte Schwierigkeiten, mich so anzunehmen, wie ich war. Ich fand mich zum Beispiel furchtbar hässlich, mochte mich nicht im Spiegel sehen. Daher ging ich ungern in Kaufhäuser mit diesen großen Spiegeln.

Waren Sie ein guter Schüler?

Ganz im Gegenteil. Ich war ein ständiger Schulversager. Als ich 1949 aufs Gymnasium kommen sollte, sagte meine Volksschullehrerin zu meinen Eltern, sie hätten einen sehr sympathischen Jungen, nur leider sei er ein wenig dumm. Sie riet ihnen davon ab, mich aufs Gymnasium zu schicken. Aber meine Eltern gehörten zum Bildungsbürgertum und glaubten natürlich, ihre Kinder seien klug.

Ich kam also aufs Gymnasium. Und blieb prompt in der fünften Klasse sitzen. Bis zur achten Klasse habe ich mich nur gequält. Ständig haben die Lehrer zu meinen Eltern gesagt: „Befreien Sie den Jungen doch von der Last. Nehmen Sie ihn vom Gymnasium.“

Dann passierte etwas ganz Entscheidendes: In der achten Klasse kam eine neue junge Englischlehrerin an unsere Schule, Fräulein Kaiser. Sie war die erste unter meinen Lehrern, die mir zu verstehen gab: Du bist nicht dumm. Sie überbrachte mir diese Botschaft so glaubhaft, dass ich ihr vertraute. Von dem Jahr an fasste ich Mut. Von da an glaubte ich an mich. Ich wurde zwar nie ein richtig guter Schüler. Aber ich habe eine vorzeigbare Gymnasialkarriere hingelegt.



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Kommentare zu "Interview: Wege aus der Bildungskrise"


Reinhard Heider | 26.10.2010 12:37

Sehr geehrter Herr Dr. Bueb, zu Ihrem Vortrag in Überlingen zum Thma "Aufstieg durch Bildung" und der Diskussion: Dass die Unkündbarkeit der Lehrer ein enormes Hindernis für guten Unterricht ist, kann ich nur unterstreichen. Ein ähnlich großes Hindernis stellt die Deputatsregelung dar, nach der die Lehrerarbeitszeit ausschließlich nach der Zahl der geleisteten Unterrichtsstunden bemessen wird. Die damit einhergehende Diskrepanz zwischen massiver Unter- und Überbeschäftigung bei gleicher Entlohnung (Mummert und Partner - Gutachten, 1999) führt zu - einer dauerhalft verminderten Unterrichtsqualität in den Kernfächern - einer enormen Verschwendung von Steuergeldern - einer Demotivierung der Kolleg(inn)en , die ein Berufsleben lang die Kärrner- arbeit (Korrekturen, Klassenleitungen) an den Schulen leisten müssen. Ihre Ansicht dazu interessiert mich sehr! Infos über mich und meine Vereinigung: www.korrekturfachlehrer.de Herzlilche Grüße R. Heider Beitrag melden!

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