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Kims Märchen

Nordkoreas "geliebter Führer" Kim Jong-il ist tot. Doch dass nun auch die Fassade des glorreichen sozialistischen Staates zusammenbricht, ist unwahrscheinlich. GEO-Redakteur Jürgen Schäfer besuchte vor fünf Jahren das abgeschottete Land - und drehte heimlich Videos


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.



Wir gehen endlose Flure entlang, mit Filzpantoffeln an den Füßen, um den polierten Granitboden nicht zu zerkratzen. Vor uns schwebt unsere Führerin, in eine Tracht aus mintgrüner Ballonseide gehüllt. Niemand spricht, nur das Rascheln ihres Kleides ist zu hören, das Klicken unsichtbarer Schalter, wenn wir eine Lichtschranke passieren. Ein unterirdischer Palast, 400 Meter tief in den Berg getrieben, und irgendwo dort drinnen: Er. Eine Vorhalle, der Fußboden nun aus Marmor. Eine Frau sitzt an einem niedrigen Tisch über ein zerlesenes Buch gebeugt, dessen Papier sich unter ihren Fingern auflöst. Als wir uns nähern, erhebt sie sich, ohne zu lächeln.



AUDIO

Interview: Jürgen Schaefer über seine Recherchen in Nordkorea
» Als MP3-Download

Sie hat nur eine Aufgabe: Die Flügeltür an der Stirnseite der Halle zu öffnen. Dazu trägt sie weiße Baumwollhandschuhe, um die Messinggriffe nicht zu beschmutzen. In der Halle, auf einem kleinen Erdhügel mit echten Birken und lilafarbenen Blumen, steht Er im Licht eines frischen, kühlen Morgens in den Bergen. Im Hintergrund das Gemälde eines Sees und schneebedeckter Gipfel. Er trägt eine Goldrandbrille und einen graphitfarbenen Anzug, hält die Hände hinter dem Rücken verschränkt.


Bei der Verbeugung sind 45 Grad Vorschrift

Der Raum misst gut zehn Meter bis zur Decke. Wind aus einem Ventilator fächelt die Birkenblätter, das 24-Kanal-Mischpult ist im Gebüsch versteckt. Im Marmorboden ist ein heller Balken eingelassen, davor hängt, an zwei Chrompfosten befestigt, eine Kordel. Das ist der Platz für die Verbeugung: 45 Grad abgewinkelt an der Hüfte, den Blick gesenkt. Am 8. Juli 1996, dem zweiten Jahrestag seines Todes, ist Kim Il-sung, der "Große Führer" Nordkoreas und Vater des jetzigen Diktators Kim Jong-il, also auch hier wieder auferstanden: als Geschenk der KP Chinas.


Die Bienenwachsfigur im Maßanzug, ausgestellt in Koreas "Museum der Völkerfreundschaft", gleicht dem echten Kim Il-sung so sehr, dass Koreanern der Atem stockt, wenn sie den Raum betreten. "Viele beginnen zu weinen", flüstert unsere Führerin. Gern würde ich einen weinenden Koreaner befragen, doch da ist niemand. Tausende besuchten das Museum jeden Tag, nur eben heute nicht, versichert unsere Führerin. Sie ist ohnehin die Einzige, die hier die Erlaubnis hat, mit uns zu sprechen; weitere Interviews sind im Protokoll nicht vorgesehen.


Zwei Bewacher, 70 Genehmigungen

Ausländische Journalisten sind in Nordkorea unerwünscht und werden meistens abgewiesen. Als wir den Gott aus Bienenwachs besuchen, sind wir die einzigen Reporter im Land. Wir haben zwei Wochen Zeit und reisen wie auf Staatsbesuch: Wo wir auch hinkommen, ist der Tisch gedeckt, sind die Uniformknöpfe poliert, fangen Kinder an zu singen. Zwei Begleiter und ein Chauffeur holen uns am Flughafen ab und weichen nie von unserer Seite. Sie haben unseren Besuch seit Wochen vorbereitet und mehr als 70 Genehmigungen eingeholt. Eine zum Beispiel dafür, die U-Bahn benutzen zu dürfen. Allein die Erlaubnis für einen Flug ins Gebirge umfasst 24 Seiten. Was wir nicht sehen dürfen, nehmen wir überall als Schattenriss wahr:


Über zehn Atomwaffen soll das Land verfügen; wir sehen Raketen auf einem Gemälde im Kindergarten. Mindestens eine Million Menschen sind in den vergangenen Jahren an Hunger gestorben; wir sehen die Entbehrungen in den ausgezehrten Körpern der Kinder, die neben der Autobahn im Dreck stehen und Mais verkaufen. 100 000 Menschen schuften sich in Arbeitslagern langsam zu Tode; wir sehen die Angst im Auge unserer Gegenüber, die Furcht aller, etwas Falsches zu sagen. Was wir sehen dürfen, ist wo irgend möglich frisch gestrichen. Eine Inszenierung, ein Schauspiel, das Lebenswerk des Kim Il-sung, der angeblich 10 000 Bücher geschrieben hat: ein Theaterstück mit 23 Millionen Statisten.



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Kommentare zu "Kims Märchen"


esperanza | 25.12.2011 15:30

Hallo Mind, wenn es nur so einfach wäre. Wer in einer Diktatur leben MUßTE, sieht das bestimmt anders. Beitrag melden!

Walter Sobchak | 22.12.2011 23:51

Manche argumentieren immer damit, dass sie die Meinung der Mehrheit vertreten. Wenn so Viele dasselbe denken, dann muss das ja richtig sein. Manche argumentieren aber auch immer mit dem Gegenteil, weil sie schon immer zu den wenigen gehörten, die wissen, wie die Welt sich eigentlich wirklich dreht. Richtiger wird beides dadurch nicht. Was aber wirklich ekelhaft ist, ist den Menschen in Nordkorea zu unterstellen, sie wollten so leben, wie sie es tun. Beitrag melden!

mataruga | 03.12.2010 08:28

Hallo MInd, leider sehen ca 99% der restlichen Weltbevölkerung dies nicht so wie du. Gehöre jedoch auch zu den 1%. Beitrag melden!

Daniel | 24.11.2010 00:44

Aha. Gut zu wissen dass die Nordkoreaner, unter welchen gut ein Drittel trotz Reislieferungen aus dem Süden unterernährt ist, in Wirklichkeit ja ganz gerne so leben wollen. Schande über die westlichen Medien die uns Glauben machen wollen dass es bloss die Angst vor dem Arbeitslager ist, welche aus der nordkoreanischen Bevölkerung keine kritischen Stimmen ertönen lässt. (@Mind) Beitrag melden!

Karl Stingeder | 23.06.2010 20:38

Karl Stingeder beschreitet mit seinem sachlichen Zugang einen anderen Weg um sich diesem kontroversiellen Thema rund um den Konflikt mit Nordkorea anzunähern. Auf nüchterne Art und Weise verfolgt er eine vorsichtig angelegte Analyse um angebliche Tatsachen" zu hinterfragen und propagandistisch intendierte Beinflussungsversuche offen zu legen. Tatsachen" über die so viele reden, über deren objektiven Wahrheitsgehalt in Folge des Isolationismus allerdings nur wenig bekannt ist. Am Ende der ergiebigen Lektüre entsteht dankenswerterweise ein verblüffender "Aha-Effekt", da geneigten Lesern die Türe zu einer differenzierten Betrachtung eröffnet wird. Stingeders Analyse verhilft zum berühmten Blick über den Tellerrand einer medial geprägten und pauschalen Vorverurteilung Nordkoreas . (Karl H. Stingeder, 2/2) Karl Stingeder: Die Causa Nordkorea. Tectum 2009 http://www.tectum-verlag.de/9964 Beitrag melden!

Karl Stingeder | 23.06.2010 20:35

Als eine der populärsten Krisenregionen in den letzten Jahren hat sich Nordkorea heraus kristallisiert. In regelmäßigen Abständen werden wir über neue Ereignisse eines der isoliertesten Länder Asiens informiert, meist in Zusammenhang mit pauschalen Vorverurteilungen oder Agentur-Meldungen, welche auf obskuren Geheimdienstberichten basieren. In den meisten Fällen wird jedoch ein oberflächliches, auf zahlreichen Klischees basierendes Bild gezeichnet. Das wohl plakativste Beispiel eines solchen Schubladendenkens ist wahrscheinlich jene comichaft überzeichnete, komödiantische Porträtierung Kim Jong-Ils als größenwahnsinniger Diktatur aus dem Film "Team America" (USA 2002), welche Kim Jong-Il als singenden und eiskalten Parade-Zyniker inszeniert. Oder aber wir begegnen Nordkorea - man erinnere sich an George W. Bushs Achse des Bösen" - als unberechenbaren, beinahe monströsen Gegner, den man um jeden Preis in seine Schranken weisen muss. (Karl H. Stingeder, 1/2) Beitrag melden!

Mind | 30.05.2010 14:03

Die harten Sanktionen der westlichen Welt, gegenüber Nordkorea haben natürlich nichts mit dem Mangel in diesem Land zu tun? Mit schweren Sanktionen wurden schon etliche andere Länder in die Knie gezwungen - immer auf dem Rücken der Bevölkerung! Und das gleiche macht man dort auch! Und mit Krokodilstränen "betrauert" man die leidende Bevölkerung und reibt sich hinterrücks die Hände wegen dem nahenden Zusammenbruch der jeweiligen Länder. Dann kann man endlich schalten und walten und plündern wie man will. Hätte Nordkorea nicht seine Armee und Atomwaffen, dann wäre das Land schon längst "demokratisiert" worden - neudeutsch für ausplündern! Merke: Länder mit Atomwaffen greift man nicht an! Warum kann man die Menschen dort nicht leben lassen wie sie wollen? Wenn ihr Sozialismus von allein zusammenbricht - ohne Hilfe des Westens - dann wäre das der Lauf der Dinge. Es aber mit allen Mitteln zu provozieren ist ekelhaft! Beitrag melden!

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