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Unbeschreiblich weiblich
Sie sind weder Mann noch Frau, sondern beides. "Kathoey", Andersartige, werden sie genannt, fest verankert in Thailands Kultur. Als schillernde Fabelwesen überstrahlen sie Bangkoks Nächte
Wenn der Tag endet, kommen sie aus ihren Verschlägen hervor. Mit weiß gepuderten Gesichtern, mit baumelnden Täschchen. Auf hohen Hacken, unsicher noch, tasten sie sich durch die Treppenhäuser ins Freie, blinzeln in die Scheinwerfer der Autos. Schmale Silhouetten, die gegen den Strom laufen, zum Zentrum der Stadt, dem gerade alle entfliehen. Wesen des Zwielichts: nicht Mann noch Frau, sondern beides, durch Hormone zu Hermaphroditen gewandelt, Ladyboys.
Kathoey nennen die Thais sie, "Andersartige" - die im buddhistischen Thailand jedoch nicht das Stigma von Verworfenen tragen und seit Jahrhunderten einen eigenen Platz im gesellschaftlichen Geflecht einnehmen: als Possenreißer und einfühlsame Zuhörer, als Lust spendendes drittes Geschlecht. Allein in Bangkok leben über Tausend von ihnen. Kathoey sind häufig Prostituierte, Meisterinnen des Maskenbilds und Schönheitsköniginnen, manche sitzen auch hinter der Supermarktkasse, dem Lehrerpult oder Bankschalter.
Ihre häufig wechselnden Namen haben sie selbst erfunden, es sind Märchennamen, so wie auch ihre Existenz etwas Unwirkliches hat. Phak Bung etwa, "Wasserkresse", deren Figur wie die Pflanze zu wuchern scheint; oder Khai Muk, "Austernperle", mit ihrem von runden Narben übersäten Gesicht. Im Halbdunkel der Peripherie trippeln die beiden mit ihren Freundinnen Pong und Haeng, "Massig" und "Trockendürr", an Pfützen und eingeklappten Marktständen vorbei, eilen murrend zum Bus. Wieder einmal hatte die ewig trällernde Wasserkresse die Zeit vergessen, als sie sich nach langem Schlaf verräterische Härchen von Kinn und Wangen zupfte.
Nachtblüten in Bangkok
Patpong. Die vier springen aus dem Bus. Wie ein leuchtendes, zuckendes Dickicht aus Buchstaben, geschwungenen Linien, Pfeilen, Sternen, Herzen und Kronen liegt das größte Rotlichtviertel Bangkoks vor ihnen. Aus Hunderten von Lautsprechern überkreuzt sich das Gehämmer und Gekreische von Dutzenden Popsongs.
"Superqueens", "Superboys", "Supercrazy", "Superpussy"... Mit wiegenden Hüften schlendert das Quartett an den Etablissements vorbei und strebt zum Auftakt der Nacht ans Ende einer Sackgasse: zu "Icon The Club", dem Tempel der Ladyboys. Durch keine Öffnung kann das Tageslicht in die von Weihrauchschwaden und Lotosduft getränkte Luft dringen. Vergoldete Bambusstäbe strecken sich wie Orgelpfeifen vor geteerten Wänden. Säulen mit gewundenen Kapitellen stützen die Spiegeldecke.
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hallo ich bewundere die ladyboys sie sehen so fraulich aus ich bin selbst ein transgender sehe aber nicht so hübsch aus ich hette sehr gerne eine echte brust herzliche grüße herbert (michelle)
Kathoeys oder Ladyboys sind nicht immer nur im Rotlichtviertel anzutreffen.Ich habe solche kennengelernt die in Frisiersalons, als Servierien in einem Cafeeshop oder als Verkäuferinnen arbeiten.Oft leben sie nur ihrer Schönheit, ohne jemals Sex zu haben. Ich frage mich nur, was mögen sie machen und wie werden sie sich fühlen, wenn sie älter sind.Bei der Reisernte habe ich eine gesehen, die mit Stöckelschuhen und Sonnenschirm hoch oben auf einer Karre mit Reisstrohgarben stand. Wir riefen sie:"Craizy Chicken."
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