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Interview: Latein - Totgesagte leben länger

Die wahren "Latin Lovers" wohnen in Deutschland. Nirgendwo sonst erlebt das Lateinische eine vergleichbare Renaissance. Was aber macht diese "tote" Sprache so attraktiv? GEO.de hat den Latinisten und Bestsellerautor Wilfried Stroh befragt


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Quid ars facit, Professor Valahfride Stramen? Was macht die Kunst?
Wilfried Stroh: Der Kunst geht’s gut, mir auch, aber leider gilt auch für mich: "Ars longa vita brevis." Lang ist die Kunst, kurz das Leben. Man hat immer viel zu wenig Zeit.

Ihr Buch "Latein ist tot. Es lebe Latein!" ist ein Bestseller mit inzwischen acht Auflagen. Wie erklären Sie sich dieses Interesse?
Die Leute lernen in dem Buch, das Lateinische aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Viele denken ja: Latein, das ist eben nur die Sprache der alten Römer. Aus und vorbei. In Wirklichkeit hat das Lateinische in unserer Kultur bis heute eine ungeheure Bedeutung. Man denke nur an das lateinische Alphabet, das fast alle Schriftsysteme aufgesogen hat. Diese einzigartige Erfolgskarriere der lateinischen Sprache habe ich beschrieben. Außerdem gibt es in unserer Gesellschaft wieder eine Rückbesinnung auf eher konservative Werte. Das begünstigt die Renaissance antiker Sprachen und Wertvorstellungen.


Latin Lover: Altphilologe und Rezitator Wilfried Stroh in Aktion  (Foto von: Roy Hessing, Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke, München)
© Roy Hessing, Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke, München
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Latin Lover: Altphilologe und Rezitator Wilfried Stroh in Aktion

Sind gerade wir Deutschen ein Volk von "Latin Lovers"?
Ja, das scheint so. Heute lernt fast jeder dritte Gymnasiast in Deutschland Latein, pro Jahr werden es etwa fünf Prozent mehr Lateinschüler. Selbst in Österreich und der Schweiz, die uns kulturell doch so nahe stehen, stagniert das Lateinische an den Gymnasien oder geht zurück. Wir haben noch keine Erklärung dafür. Das ist ein Phänomen.



AUDIO

 (Foto von: Proben lateinischer Verskunst, 
2 CDs und Beiheft. Gesprochen und erläutert von Wilfried Stroh, hrsg. von der Sodalitas LVDIS LATINIA faciundis e.V., München 2007, 17 Euro)
© Proben lateinischer Verskunst, 2 CDs und Beiheft. Gesprochen und erläutert von Wilfried Stroh, hrsg. von der Sodalitas LVDIS LATINIA faciundis e.V., München 2007, 17 Euro
Aus: Seneca, Tyestes 920-933
» Als MP3-Download
Aus: Catull, Carmen 42
» Als MP3-Download
Aus: Ambrosius, Hymnus 1
» Als MP3-Download

Sie schreiben in ihrem Buch: "Nur weil Latein gestorben ist, konnte es unsterblich werden." Was genau meinen Sie damit?
Ich denke bei diesem Satz nur an den ersten und meines Erachtens wichtigsten "Tod" des Lateinischen: Um die Zeitwende hört die lateinische Sprache auf, sich fortzuentwickeln. Das heißt, die Sprache Ciceros ist dieselbe wie die einer mittelalterlichen Papstenzyklika oder eines heutigen lateinischen Chatclubs. Hätte es diesen Tod nicht gegeben, hätte sich die Sprache weiterentwickelt und könnte auch untergehen. So aber ist sie ewig dieselbe, unveränderlich und unsterblich. Denn dass man Latein über die Zeiten hinweg verstehen kann, verleiht ihm eine gewisse Unsterblichkeit. Lebendige Sprachen ändern sich beständig und werden dadurch unverständlich.

Wie ist es bei der deutschen Sprache?
Schon die Lutherbibel macht uns große Schwierigkeiten, und das Nibelungenlied verstehen wir gar nicht mehr. Und noch ein Stück weiter zurückgedacht in der Geschichte: Wenn Hermann der Cherusker mit seiner Thusnelda heute zu uns käme, so könnten wir sein Germanisch gar nicht mehr verstehen. Zum Glück sprach er auch Lateinisch.


Wo ist denn Latein heute noch lebendig, sieht man einmal vom Schulunterricht ab?
Es gibt bis heute eine moderne lateinische Dichtung mit internationalem Publikum, es existieren lateinische Chatclubs und Wettbewerbe, es gibt Wikipedia auf Lateinisch. Es wäre sogar möglich, das Lateinische wieder als Wissenschaftssprache zu etablieren. Ich schreibe gerade eine Ehrendoktorurkunde für Herzog Franz von Bayern – selbstverständlich auf Latein.

Viele Eltern und Schüler fragen sich: Warum viel Zeit und Mühe in das Erlernen einer Sprache investieren, in der man sich nirgends unterhalten kann?
Natürlich kann man sich in dieser Sprache unterhalten. Ich habe heute morgen noch lateinische E-Mails verschickt, spreche mit Studenten und Freunden regelmäßig Lateinisch. Als vorherrschende Umgangssprache existiert es natürlich nicht mehr.


Das sagt noch nichts aus über die Gründe, Latein zu lernen.
Wer Latein kann, hat einmal ganz vordergründige Vorteile: Man lernt die romanischen Sprachen Französisch, Spanisch und Italienisch viel leichter. Aber der Hauptgrund ist ein anderer: Während ich heute in fast aller Welt auf Englisch kommunizieren kann, so hilft das Lateinische, sich über die Zeiten hinweg zu verständigen. Es erschließt den Zugang zu zwei Jahrtausenden Geistesgeschichte. Die schwerste Schlappe für das Lateinische war, als es im 18. Jahrhundert als Umgangssprache der Politik und Wissenschaft völlig durch die Nationalsprachen ersetzt wurde. Eine Katastrophe.



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Kommentare zu "Interview: Latein - Totgesagte leben länger"


Alfred Reitermayer | 06.12.2008 11:59

Auch in Österreich sind die Lateinschülerzahlen in den letzten Jahren deutlich ansteigend und entsprechen prozentuell etwa den Deutschen. D: etwa 80 Mill. Ew. A: etwa 8 Mill. Ew. Lateinschülerzahlen: 2003/2004: 62518; 2004/2005: 64228; 2005/2006: 67437; 2005/2006: 67437, 2006/2007: 68235; In St. Petersburg wurde letztes Jahr ein European Curriculum for Latin von 22 Staaten der Euroclassica approbiert, was einen Impuls auslösen wird. Die Classics leben. Alfred Reitermayer, president of Euroclassica, www.euroclassica.eu Beitrag melden!

Hartmann | 27.10.2008 17:46

Als Ergänzung zu den Ausführungen des Prof. Stroh empfehle ich die Lateinnachrichten von Radio Bremen im Internet, die monatlich auf Latein über die aktuellen politischen und sozialen Themen, auch über Fußball, informiert. Dabei sieht man, dass Latein lebt und für viele verständlich ist. Beitrag melden!

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