GEO EPOCHE Nr. 30 - 04/08 - Die Industrielle Revolution Seite 1 von 1

Text von Leoni Hellmayr

Mythos Weberaufstand

Aufgebrachte Arbeiter ziehen am 4. Juni 1844 durch das schlesische Dorf Peterswaldau zum Haus eines geizigen Textilfabrikanten. Es ist der Beginn einer mehrtägigen Revolte, die zum Symbol für die Schattenseiten der Industrialisierung wird


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

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Was macht Google mit meinen Daten?

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http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Inspiriert von Gerhard Hauptmanns Drama „Die Weber“, vollendet die Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz zwischen 1895 und 1897 den Zyklus „Ein Weberaufstand“. Diese Radierung zeigt den Zug rebellierender Textilarbeiter im schlesischen Eulengebirge (Foto von: akg-images)
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Inspiriert von Gerhard Hauptmanns Drama „Die Weber“, vollendet die Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz zwischen 1895 und 1897 den Zyklus „Ein Weberaufstand“. Diese Radierung zeigt den Zug rebellierender Textilarbeiter im schlesischen Eulengebirge

Staunend beobachten die Bewohner der Dorfstraße im schlesischen Peterswaldau am Morgen des 4. Juni 1844, wie an ihren Fenstern ein langer Tross von Baumwollwebern vorbeizieht. Entschlossen marschieren die Männer und voller Zorn. Ihr Ziel ist das Anwesen des Textilkaufmanns Zwanziger, der Heimarbeitern wie ihnen immer weniger Geld zahlt. Doch der Hausherr ist bereits geflohen. Wütend schlagen die Weber deshalb Fenster ein, stürmen das Haus und zertrümmern die Einrichtung. Es ist der Auftakt zu einem mehrtägigen, bald legendären Aufstand.

Denn schon kurz nach den Ereignissen im schlesischen Eulengebirge beginnen Schriftsteller, Philosophen, Journalisten und Künstler damit, das Geschehen zu deuten. Doch die Interpreten stützen sich auf widersprüchliche Presseberichte, kein Journalist hat den Aufstand persönlich miterlebt.


So werden den rebellierenden Webern im Laufe des Jahrhunderts verschiedenste Motive zugeschrieben. Der Theoretiker des Kommunismus Karl Marx erklärt den Aufstand zum Fanal des Klassenkampfes deutscher Arbeiter. Gerhard Hauptmann, bürgerlicher Schriftsteller, macht aus dem Geschehen in seinem 1892 uraufgeführten Schauspiel „Die Weber“ eine Elendsrevolte: Aus purer Angst vor dem Hungertod hätten die Weber wild und unkontrolliert losgeschlagen. Wieder andere deuten den Aufstand als einen „Maschinensturm“ – die Rebellen hätten sich von den Spinn- und Webmaschinen der Fabrikanten verdrängt gefühlt.

Was 1844 wirklich im schlesischen Eulengebirge passiert ist, rekonstruieren Historiker erst in den Jahren nach dem Zusammenbruch der DDR, als zeitgenössische Untersuchungsakten und Zeugenberichte wieder zugänglich sind. Rasch ist die Legende vom schlesischen Weberaufstand entzaubert: Tatsächlich war die Revolte nichts weiter als eine typische frühindustrielle Arbeiterunruhe, wie es sie in jener Zeit in Deutschland häufiger gab. Und sie begann ohne politische Absichten.

Der tatsächliche Verlauf der Ereignisse
Am Tag vor dem Aufstand verabreden sich rund 20 junge Weber vor der Villa des Fabrikanten Zwanziger, um ein Schmählied auf den geizigen, prunksüchtigen Textilunternehmer zu singen. Eine Prügelei bricht aus, einer der Sänger wird festgenommen.

Um den Gefangenen zu befreien, formiert sich am nächsten Morgen ein Protestzug, dem sich fast alle Heimweber der Umgebung anschließen. Die Arbeiter marschieren zu Zwanzigers Villa - um ihren Kollegen zu befreien und sich für Lohnkürzungen zu rächen. Niemand aber solle verletzt werden, mahnen die Anführer.


Eine Mutter wacht bei ihrem hungernden, kranken Kind. Kollwitz prangert mit ihren Werken das Elend der Arbeiterklasse an (verworfene Platte des Zyklus „Ein Weberaufstand“)  (Foto von: akg-images)
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Eine Mutter wacht bei ihrem hungernden, kranken Kind. Kollwitz prangert mit ihren Werken das Elend der Arbeiterklasse an (verworfene Platte des Zyklus „Ein Weberaufstand“)

Auf dem Anwesen von Zwanziger vernichten die Rebellen zunächst die Geschäftsbücher; erst danach verwüsten sie die Privaträume und Fabrikgebäude des Unternehmers. Ein Landrat, der sich vor Ort umschaut, wird später vor Gericht aussagen, dass die Weber ruhig und entschlossen aufgetreten seien – von einem wilden und unkontrollierten Verhalten, wie es später Hauptmanns Theaterstück zeigt, kein Wort.

Nach der Zerstörung des Anwesens schließen sich auch Weber aus den umliegenden Dörfern dem Protestzug an. Die Leinenweber der Region aber, die tatsächlich in Hunger und Elend leben und zu den Verlierern der beginnenden Industrialisierung gehören, nehmen an dem Ausstand nicht teil.


Die Menge zieht von Fabrik zu Fabrik – und verschont jene Unternehmer, die gut zahlen. Auch die Maschinen bleiben meist unberührt: Die Weber haben es vor allem auf die Kontore abgesehen.

Schließlich erreichen sie die Fabrik der Gebrüder Dierig in Langenbielau. Die sind besonders verhasst, weil sie ausschließlich auswärtige Arbeiter beschäftigen. Friedrich Dierig bezahlt seine eigenen Weber dafür, dass sie die Angreifer vertreiben.

Nun kämpfen Weber gegen Weber. Als das Militär eintrifft, eskaliert die Situation: Elf Arbeiter werden getötet, 26 verwundet. Das brutale Vorgehen schürt die Wut noch, es folgen weitere Plünderungen, bis der Aufstand am 6. Juni 1844 endet. 112 Teilnehmer der Rebellion werden verhaftet, fieberhaft fahnden die Behörden nach vermeintlichen Hintermännern.

Noch im selben Jahr verfasst Heinrich Heine sein Gedicht „Die schlesischen Weber“: „Im düstern Auge keine Träne, / Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne: / Deutschland, wir weben dein Leichentuch, / Wir weben hinein den dreifachen Fluch / Wir weben, wir weben!“

Es ist der Beginn eines Mythos.


Buchtipp: Christina von Hodenberg, Aufstand der Weber. Die Revolte von 1844 und ihr Aufstieg zum Mythos. Dietz, Bonn 1997. 304 S., 9 Euro


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