GEO Magazin Nr. 01/08 - Die ersten Tempel der Menschheit Seite 1 von 5

Text von Martin Meister

Die ersten Tempel

Vor 11000 Jahren bauten Jäger und Sammler auf einem Plateau in Südostanatolien eine monumentale Tempelanlage mit gewaltigen Steinpfeilern. Wozu? Das versucht der deutsche Archäologe Klaus Schmidt zu ergründen


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


„Man muss sich das vorstellen“, sagt Schmidt. „Die Eiszeit klang gerade erst aus. Abgesehen von Steinhaufen oder ein paar Konstruktionen aus Mammutknochen hatte der Mensch noch niemals irgendetwas Gebautes auf der Erde hinterlassen. Und nun plötzlich das!“ Wir stehen auf einem Kalksteinplateau in Südostanatolien. In der Ferne das Häusermeer von Urfa; zweihundert Schritt vor uns der Ausgrabungshügel „Göbekli Tepe“, der sich gegen das flache Gelände abzeichnet wie eine einsame Düne. Wegen der Monumente, die der 15 Meter hohe Erdberg seit einiger Zeit freigibt, könnte er einmal so berühmt werden wie Troja oder Stonehenge. Doch Schmidt weist gar nicht auf den Hügel. Er blickt zu Boden, auf einen Flecken mit blankem Fels, den er „Steinbruch“ nennt.


Klaus Schmidt fand nicht nur Belege für das sensationelle Alter der Bauwerke am "Göbekli Tepe". Sondern auch dafür, dass der Ursprung aller großen Architektur die Religion gewesen ist (Foto von: Berthold Steinhilber)
© Berthold Steinhilber
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Klaus Schmidt fand nicht nur Belege für das sensationelle Alter der Bauwerke am "Göbekli Tepe". Sondern auch dafür, dass der Ursprung aller großen Architektur die Religion gewesen ist

Das Gelände ist nur spärlich von Steppengras bewachsen. Überall schimmern grauweiß schrundige Kalksteinflächen durch. Aus dem Flecken vor uns haben Menschen der Urzeit eine Figur herausgemeißelt: Ein mannsbreiter Graben umschließt ein großes, flach liegendes T, als sei hier ein riesenhafter Buchstabenkeks ausgestochen worden. „Das sollte ein Pfeiler werden“, erzählt Schmidt. „Sie wussten: Erst muss man sich mit dem Faustmeißel rund um das Werkstück herum nach unten arbeiten. Man braucht Stehbreite, damit man dann von der Seite Steinkeile unter den Felsklotz treiben kann. Und zwar genau dort, wo sich unter diesem eine natürliche Trennschicht entlangzieht. Trifft man sie, lässt sich das Stück im Ganzen ablösen.“


Tipp: GEOkompakt

Wie wurden die tonnenschweren Pfeiler bewegt?

Das T vor uns widersetzte sich offenbar solchen Versuchen. Viele andere Pfeiler aber hebelten die Menschen hier einst aus dem Untergrund und schleppten sie hinüber zum Hügel. Für jedes Stück – wenigstens vier Meter lang, nicht ganz anderthalb Meter breit und einen halben Meter tief – waren zumindest drei Kubikmeter Kalkstein zu bewegen, eine Masse von rund zehn Tonnen. Oder anders: das Gewicht, das ein leerer Stadtbus hat. 40 Menschen werden allein für das Ziehen eines solchen Steinkolosses auf Rollschlitten benötigt, wie man durch Experimente auf der pazifischen Osterinsel weiß. Männer und Frauen erhielten dort den Auftrag, Repliken der legendären Moai-Stelen zu bewegen. Für eine zwölf Tonnen schwere Säule und ohne die Unterstützung von Rollhölzern wurden sogar 180 Menschen gebraucht.


Der erste, im Jahr 1996 entdeckte Monumentalbau war "Anlage A" - im Unterschied zu den Anlagen B bis D stehen die Pfeiler hier nicht im Kreis. Alle vier Bauten gehören zum ältesten bisher am Göbekli Tepe gefundenen Niveau: Schicht III (Foto von: Berthold Steinhilber)
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Der erste, im Jahr 1996 entdeckte Monumentalbau war "Anlage A" - im Unterschied zu den Anlagen B bis D stehen die Pfeiler hier nicht im Kreis. Alle vier Bauten gehören zum ältesten bisher am Göbekli Tepe gefundenen Niveau: Schicht III

Doch geht es nicht um die reine Kraftleistung. In Asien beobachteten Ethnographen noch in historischer Zeit, wie sich Megalithentransporte zu gesellschaftlichen Großereignissen auswuchsen, in die Hunderte von Menschen einbezogen waren. Dies könnte, vor rund 1000 Jahren, auch bei den Osterinsel-Stelen der Fall gewesen sein. Und ebenso ist es am Göbekli Tepe zu vermuten, zumal dessen Pfeiler ein unglaublich viel höheres Alter haben. Mit 11000 Jahren sind es die ältesten Monumente, die je von Archäologen gefunden wurden.
Es war im Oktober 1994, als der gebürtige Franke und ein Kommilitone aus Heidelberg die Bedeutung des Göbekli Tepe entdeckten. Für seine Habilitationsarbeit wollte Schmidt im Umland von Urfa alle bekannten oder potenziell steinzeitlichen Stätten aufsuchen; den Hinweis auf den Feuerstein- Fundplatz Göbekli Tepe, Türkisch für „Gebauchter Berg“, hatte er der wissenschaftlichen Literatur entnommen.


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Kommentare zu "Die ersten Tempel"


Bobrowski | 25.01.2008 22:03

Ich würde erst mal abwarten bis die Wohnstätten der Erbauer gefunden sind, bevor man Sammler und Jäger für Selbige hält. Die hatten genug mit dem Überlebenskampf zu tun, falls sie nicht gerade einen prähistorischen Zoo als Nahrungsquelle hatten... Jäger und Sammler sind zwangsläufig über ein großes Gebiet verstreut; je größer die Gruppe desto größer das Gebiet. Wann und wie sollten dermaßen viele Leute nebst den ausgebildeten Steinmetzen zum Bau zusammen gekommen sein? Auch die Technik ist dermaßen ausgefeilt und ist sicher nicht vom Himmel gefallen. Es muss also auch noch ältere Vorläufer gegeben haben. Fing die Landwirtschaft, die für die erforderliche Arbeitsteilung die Grundlage ist, viel früher an? Auch die Existenz eines Tempels diesen Alters war vor seiner Auffindung für die Wissenschaft unvorstellbar. Beitrag melden!

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