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360° - Die GEO-Reportage: Die Schule der Inuit

Ein Grönländer schickt Kinder aus "schwierigen Verhältnissen" auf mehrtägige Expeditionen ins ewige Eis. Durch ihre Erfahrungen sollen sie neuen Halt und Selbstvertrauen zu finden Montag, 6. Oktober, 20.15 Uhr bei ARTE


In ein paar Stunden werden die Schlittenhunde wieder eingespannt, dann geht es für die jugendlichen Inuit wieder raus auf das ewige Eis (Foto von: MedienKontor)
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In ein paar Stunden werden die Schlittenhunde wieder eingespannt, dann geht es für die jugendlichen Inuit wieder raus auf das ewige Eis

Nordgrönland, ein Fjord 600 Kilometer nördlich des Polarkreises. Es ist bitterkalt, 30 Grad minus, die nächste Siedlung zwei Tagesreisen entfernt. Eine unwirtliche, frostige Wüste. Vor einer improvisierten Hütte sitzen drei Kinder im Schnee und spielen Karten. Daneben knüpfen zwei andere Kinder Kordeln und Haken zusammen. In wenigen Stunden, wenn die Sonne aufgeht, werden sie die Schlittenhunde einspannen, und dann geht es noch weiter raus aufs ewige Eis. Die Expedition ist Teil eines Programms von "Bornehjemmet", einem Kinderheim im nördlichen Grönland.

Makku und die anderen Inuit-Jugendlichen des Heims "Bornehjemmet" im grönländischen Uumannaqs sind nicht anders als ihre Altersgenossen in Europa. Sie träumen von Popstars, spielen am liebsten mit dem Game-Boy, vertrödeln ganze Nachmittage beim Musikhören, statt ihre Hausaufgaben zu machen. Seit drei Wochen allerdings kampieren sie zu zehnt in der Eiswüste Grönlands. Sie sind Teilnehmer einer Hundeschlitten-Expedition für Jugendliche: Zwei Monate lang fahren sie 1500 Kilometer in Richtung Nordpol. Hier, weitab der Zivilisation, sollen sie lernen, im Eis zu überleben, zu fischen, zu jagen, dem Frost zu trotzen - um auch später im Alltag besser zurecht zu kommen. Die Jugendlichen stammen nämlich allesamt aus problematischen Familien, und die Hundeschlitten-Expedition ins Eis ist eine Art "Therapie".


In Uumannaq, Grönland, startet die Expedition: 500 Kilometer nördlich des Polarkreises. Es ist bitterkalt auf dem vereisten Fjord: minus 30 Grad (Foto von: MedienKontor)
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In Uumannaq, Grönland, startet die Expedition: 500 Kilometer nördlich des Polarkreises. Es ist bitterkalt auf dem vereisten Fjord: minus 30 Grad

Der Grönländer Ole Jorgen gründete das Projekt vor sieben Jahren. Seine Ziel: 25 Kindern aus schwierigen Verhältnissen die Chance zu bieten, durch ihre Erfahrungen im Eis neuen Halt und Selbstvertrauen zu finden. Einmal pro Jahr startet die Expedition von Uumannaq aus. Hier sollen die Kinder nicht nur ein neues Zuhause finden, sondern vor allem eine Perspektive: Jagen, Fischen, Felle gerben - "Tradition als Therapie" nennen das die Organisatoren. "Mit der Therapie hatten wir sehr großen Erfolg bei der ersten Generation der Kinder", sagt Jean-Michel Huctin, einer der Mitarbeiter des Projektes. "Die Ältesten von ihnen studieren heute oder haben eine geregelte Arbeit gefunden."



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"360° - Die GEO-Reportage" begleitet eine Gruppe Inuit-Kinder beim Überlebenstraining auf einer Expedition im ewigen Eis.





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